Mit ‘Kaufen-und-Halten’ getaggte Beiträge

George Soros

Veröffentlicht: 21. Januar 2016 in George Soros
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Die Dynamik der Börse spricht nicht für  eine Art Automation in Richtung Gleichgewicht, sondern vielmehr für das ständige Bemühen um den größten Profit. Machen Sie sich das mit Soros klar: Es kommt auf ihre Vitalität an, auf ihre Lust, an diesem Wettrennen teilzunehmen. Dann können  Sie auch gut abschneiden. Nur auf lange Sicht, in der Zeitdimension von Jahrzehnten, gibt es so etwas wie eine langsame und gleichmäßige Entwicklung nach oben, von der alle profitieren können, die gute Aktien einfach in ihrem Depot liegen lassen.

Wolfgang Zdral: „Spekulieren wie die Profis, die besten Anlagestategien der Welt“

T. Rowe Price

Veröffentlicht: 25. Januar 2015 in T. Rowe Price
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In seinem Buch „Die Formeln der Erfolgreichsten“ schreibt John Train, ein bekannter amerikanischer Anlageberater, über die Methoden von T. Rowe Price:

Er, John Train, war an einer Investmentfirma in den 50ern beteiligt, die das beste Fonds-Ergebnis des Jahrzehnts erreicht hatte. Damals gab es so ca. 200 Fonds. Ihm war aufgefallen, dass seine Investmentfirma zwar das beste Ergebnis hatte, aber auch die meisten Umschichtungen. Kurz dahinter rangierte der Growth Fund von T. Rowe Price, der eine der niedrigsten Umschlagsraten hatte und nach Steuern für seine Anteilseigner ein besseres Resultat vorweisen konnte. John Train folgerte daraus:

Offenbar genießt ein steuerzahlender Investor, der Aktien findet, die er fast das ganze Leben behalten kann, einen deutlichen Vorteil gegenüber einem Anleger, der in kürzeren Zeitabständen kauft und wieder verkauft, da er die Zahlung der Kapitalertragsteuern auf unbestimmte Zeit verschiebt und so Steuergelder nutzen kann, die er sonst hätte zahlen müssen, und er außerdem Transaktionsgebühren spart.

Da er seine Steuerschuld durch eine einmalige Zahlung ausgleicht (falls er überhaupt je verkauft), dürften seine Ergebnisse nach Steuern die eines ebenso geschickten Anlegers übertreffen, der aber immer wieder Kapitalertragssteuern und Transaktionsgebühren zahlen muss.

Weswegen es für einen erfahrenen und fähigen, wenn auch nicht ungewöhnlich gut betuchten Investor eher lohnen würde, Aktien einer außergewöhnlichen Gesellschaft zu erwerben und diese auf lange Sicht zu behalten, als zu kaufen und gleich wieder zu verkaufen. Er müsse dann auch nicht über so viele Dinge Bescheid wissen oder viele verschiedene Entscheidungen treffen.

„Selbst ein Amateuer, dem die Übung und die Zeit fehlen, sein Vermögen zu verwalten, kann ganz erfolgreich sein, wenn er die am besten geführten Unternehmen auf den fruchtbaren Wachstumsfeldern heraussucht, ihre Aktien kauft und sie so lange behält, bis sie die Merkmale der Wachstumsaktien nicht mehr erfüllt“, sagte Price.

Price wies darauf hin, dass innerhalb der Wachstumskategorie „zyklisches Wachstum“ die Aktien sowohl bei Gewinnen als auch bei der Marktentwicklung weniger stetig seien als die Aktien des „stabilen Wachstumszyklus“. Das macht z. B. Coca-Cola, das seine Dividenden sogar während der Depression beibehalten konnte, geeigneter für eine Stiftung oder einen Investmentfonds, der regelmäßiges Einkommen verlangt, als ein Unternehmen, das trotz langfristigen Wachstums hin und wieder seine Dividenden kürzen oder ganz ausfallen lassen muss.

Durch Buy-and-Hold spart man nicht nur Steuern und Transaktionskosten, es ist auch nahezu unmöglich die ganze Zeit Recht zu haben und in die richtigen Aktien zu wechseln. Der Erfolg wird wahrscheinlich größer, wenn man die Zahlen der Unternehmen, die man überprüfen muss, begrenzt und so den Fokus und die Hoffnungen auf verhältnismäßige Überlegenheit verbessert. Man wird wahrscheinlich erfolgreicher sein, wenn man  der Versuchung zu viel zu machen, wie z. B. einen programmierten Wechsel von zyklischem und stetigem Wachstum auszuprobieren, wiedersteht.