Auswertung 2015

Auswertung-Hermann2015

Vorweg: Die Performanceberechnung ist mathematisch nicht ganz korrekt, da ich sonst jeden Zugang der Dividende und jeden Kauf taggenau erfassen müsste. Dazu habe ich aber keine Lust. Grobe Abweichungen dürfte es z. B.  geben, wenn mit großen Summen zu Ende des Jahres zugekauft würde, dann würde es die Performance aufs Jahr gerechnet verschlechtern.

Trotzdem dürfte das einigermaßen aussagefähig sein. Um meine Performance besser vergleichen zu können habe ich ein mal die Performance brutto ausgerechnet, also ohne Abzug von Abgeltungssteuer + Soli, um das besser mit dem Dax vergleichen zu können, bei dem ja die Dividenden wieder einfließen. Würde man dies nicht machen, würde ein Dividendendepot mit sehr hohen Dividendenausschüttungen sich sehr viel schlechter stellen, weil die Dividenden ja automatisch vom Kurs abgezogen werden.

Dann habe ich das noch mal netto gerechnet, so dass man sehen kann, was tatsächlich hängen geblieben istt. Und wie dann die Performance aussieht.  Dazu habe ich einfach 25 % Abgeltungssteuer + Soli abgezogen. Jedoch keinen Freibetrag berücksichtigt.

Mit 10,41 % (brutto) bzw. 9,62 % (netto) kann ich recht zufrieden sein.

Zum Vergleich nachfolgend die Performance einiger ausgewählter ETFs, die von deutschen ETF-Anlegern gerne gekauft werden :

Vergleichs-ETFs-2015

Alles in Allem konnte Hermann dieses Jahr ganz gut mithalten und ich bin zuversichtlich, dass das noch besser wird, da ab jetzt ja immer weniger Kaufspesen anfallen.

Was lief gut, was lief schlecht?

Auffällig schlecht lief es mit den Rohstoffwerten. Der Kauf von BHP Billiton war doch um einiges zu früh. Bei den Ölwerten sah es zwischenzeitlich noch schlechter aus. Buffett hatte den richtigen Riecher. Der Verkauf der kompletten Position von Exxon im letzten Quartal 2014 war im Nachhinein betrachtet vollkommen richtig und zeigt, dass es gut ist, wenn man schaut, wie ein „Guru“ wie Buffett auf dem Finanzmarkt agiert.

Trotzdem halte ich an meinen Ölwerten fest. Nur wann ich zukaufe, weiß ich noch nicht. Man geht jedenfalls von niedrigen Ölpreisen für die nächsten Jahre aus. Da ist es vielleicht ein Fehler jetzt schon zuzuschlagen. Aber vielleicht bin ich auch wieder einmal zu zögerlich.

Auch der Kauf von Union Pacific war noch etwas zu früh. Da muss ich mal sehen, wie sich die Transportraten entwickeln. Vor allem für Kohle scheint es schlecht auszusehen.

Gut entwickelt haben sich die Tabakwerte. Da will ich aber nichts verändern. Recht überbewertet sieht es bei Kellogg und Clorox aus.  Richtig gut getimed waren die Käufe von Colgate-Palmolive und Hershey.

Mattel scheint sich gefangen zu haben. Mal sehen wie sich die Verkaufszahlen der sprechenden Barbie (auf das Weihnachtsgeschäft) auswirken.

Gut entwickelt hatte sich auch K+S, weil Potash K+S übernehmen wollte. Hier wäre die Spekulation fast schon nach wenigen Jahren aufgegangen. Für K+S bin ich aber trotzdem recht zuversichtlich, wenn erst mal Legacy produziert. Soll ja dieses Jahr soweit sein. Wenn man den Worten des Vorstands glauben darf, laufen die Geschäfte planmäßig, so dass ich eher mit einer Dividendenerhöhung rechne, damit die Aktionäre, die sich gegen eine Übernahme ausgesprochen haben, auch belohnt werden.

Apropo Dividende. Hier hat sich alles ganz gut entwickelt die meisten Firmen haben die Dividende erhöht. 2016 erwarte ich bei den Rohstoffwerten evtl. eine Kürzung. Ich werde hier aber wie so manch anderer Dividendeninvestor nicht verkaufen. Hier könnte sich eher eine Kaufgelegenheit ergeben.

Ausblick auf 2016:

Ausblick-auf2016-T1v3Ausblick-auf2016-T2v3Ausblick-auf2016-T3v3
Hier die zu erwartenden Dividendeneinnahmen für 2016 und wie sie sich verteilen. Ich habe hierzu die letzte ausgezahlte Jahresdividende als Grundlage zur Hochrechnung verwendet. Bei den US-Werten habe ich die letzte Quartalsdividende mit vier multipliziert. Als Devisenkurs habe ich den Kurs vom 01.01.2016 verwendet. Ich gehe davon aus, dass sich der US-Dollar gegenüber dem Euro eher besser entwickelt, da in den USA die Zinsen schon anziehen, während in der Eurozone eher noch Geld in den Markt gepumpt wird, was tendenziell eher für einen stärkeren Dollar spricht.