Auswertung 2013

Performance 2013

Die Excel-Auswertung ergibt die ungefähre Performance von Hermman für 2013 per 31.12.2013 wieder. Ungefähr deshalb, weil man normalerweise alle Ein- u. Auszahlungen tagesgenau erfassen müsste. Darauf habe ich verzichtet. Ist mir zu viel Arbeit. Ich will da keine Wissenschaft betreiben und eine 100 % finanzmathematische korrekte Auswertung fahren, sondern nur zeigen, wohin die Reise geht.
Außerdem habe ich so getan, als ob der Kauf der ersten Tranche von Coca Cola Amatil vom 17.12.2012 in 2013 stattgefunden hat.

Fairerweise gegenüber anderen Fondsperformences und oft gescholtenen Fondsmanager müsste auch das gehaltene Bargald mit in die Performance einfließen. Ich tue so, als ob ich immer dann Bargeld habe, wenn ich kaufe. Vielleicht berüchsichtige das aber noch.

Ziel von Hermann sollte ja sein, 350.000 EUR so anzulegen, dass am Ende ca. 12.500 EUR an Dividendeneinkünften pro Jahr erzielt werden, was einer Dividendenrendite von etwas über 3,5 % entpricht.

Die Dividenden bzw. Dividendenrenditen beziehen sich eher auf 2014.
Bei den US-Werten ist es relativ einfach. Das sind die Dividenden, wie sie im letzten Quartal 2013 gezahlt wurden und mit 4 multipliziert. Gewöhnlich erhöhen sich die Dividenden bei den US-Dividendenwerte im darauffolgenden Jahr, so dass hier eher höhere Dividenden zu erwarten sind, aber ich will das hier so konservativ wie möglich halten.
Bei Imperial, Royal Dutch Shell und Coca-Cola Amatil habe ich die gezahlte Dividende aus 2013 in 2014 fortgeschrieben und die Dividende der K+S AG habe ich für 2014 auf 1,00 EUR geschätzt. Die gezahlte Dividende lag 2013 bei 1,40 EUR., aber ich gehe von einer Kürzung aus.

Performance-Hermann-2013

So. Das mit dem Bargeld vorhalten habe ich jetzt auch berücksichtigt. Bei Verlusten läuft das sogar zu meinen Gunsten (grins). Also ich habe das Kunststück fertig gebracht, in einer Zeit, als Indizes so 25 % (Dax), 30 % (S&P 500) und 35 % (M-Dax) nach oben gschossen sind, das Depot innerhalb eines Jahres von 350.000 Euro auf 349.570,24 EUR nach untern zu katapultieren.
Dies entspricht einer – auch wieder finanzmathematisch nicht ganz korrekten – Performance von jetzt nur noch -0,12 % (jubel).
Performance-Hermann-2013-mit-Bargeld
Ich glaube, in der freien Wirtschaft könnte ich jetzt meinen Hut nehmen, weil die Anleger sich in Scharen von Herrmann und mir abwenden würden, obwohl die Dividendenrendite stimmt!
Aber warten wir mal 2014 ab.

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Kommentare
  1. Qarsten sagt:

    Hallo ZaVodou,

    vorab: Mein Kommentar war nicht bissig gemeint. Im Gegenteil: Ich habe Respekt vor Leuten, die sich intensiv und mit einer gewissen Leidenschaftlichkeit in bestimmte Systeme oder Thematiken hineinvertiefen – und das ist für mich aus Deinem Blog ersichtlich.

    Dass ich die jeweilige Auffassung ggf. nicht teile mag mir zustgestanden sein – aus dem Diskurs erwachsen aber oft neue Ideen etc.

    Ich habe auch keineswegs überlesen, dass Du eine DividendenWACHSTUMSstrategie verfolgst – sonst hätte ich wahrscheinlich mir auch nicht die Mühe gemacht, mich weiter damit zu beschäftigen.

    Die 4% Steigerung, die Du ansprichst, beziehen sich aber doch auf die 3,5 %, oder? D.h., nach 1 Jahr 3,64%, nach 2 J. 3,79 % … nach 5 J. 4,09 %… nach 10 J. 5,18 %…nach 20 J. 7,67%.
    Dies erscheint mir eher wenig, wenn man bedenkt, dass man auf die Zusatzrendite von ca. 7 % ca. 20 J. warten muss. Da erscheinen mir Strategien, die von Anfang an z.B. 5 oder 6 % generieren langfristig lukrativer.

    Ob dividendenausschüttende Unternehmen besser wirtschaften, vermag ich offen gestanden nicht zu beurteilen. Letztlich wird aber für den Investor die Frage sein, ob er etwas davon hat. Und da der DivDAX und der DAX ziemlich synchron verlaufen, sehe ich hier keinen nennenswerten Unterschied. Ob dies auch bei US-Indizes der Fall ist, müsste ich erst recherchieren.

    Eine interessante, und ggf. weiterbringende Frage wäre es da mal, wie sich Dividendenausschüttungen auf Kursverläufe auswirken. Da fehlen mir die Daten – aber vllt. weisst Du ja oder kannst dies überschauen, inwiefern Kurse z.B. vor Dividendenausschüttungen ansteigen, danach abfallen etc. Würde mich interessieren…

    Bzgl. ETF & Kommer: Ja, dabei fallen zusätzl. Gebühren an. Da das Risiko von Einzelwerten jedoch durch die Diversifikation eliminiert wird, kann auch in grundsätzlich riskantere Märkte (Emerging Markets, Frontier Markets, usw.) investiert werden. Hierdurch ist es dann möglich, je nach Gewichtung des Portfolios und persönlicher Risikobereitschaft, langfristig auch mehr als 6 % p.a. zu machen.

    Für mich ist die ETF-Anlage aber keineswegs DIE einzige Strategie, sondern ich versuche, durch geschickte Kombination mit anderen Strategien, da noch mehr herauszuholen. Das z.B. dadurch, dass ich mich für einen Teil des Portfolios am Gebert-Indikator orientiere und somit nicht einfach Buy-and-Hold praktiziere. Auch das gezielte Investieren in einzelne Aktien statt in einen ETF gehört für mich zu einer Strategie, aber hier orientiere ich mich eher am Value-Investing. Wer dies in Europa mit Schwerpunkt Deutschland mit einer gewissen Leidenschaftlichkeit macht, sind z.B. die Leute von WKN A0RC61 – was nicht heißt, dass ich diesen Fond kaufen würde oder zum Kauf empfehlen würde. Mir geht es nur darum, die Erfolge diverser Strategien zu vergleichen, und diese ggf. zu kombinieren oder zu optimieren.

    Einen netten Gruß,

    Qarsten

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Qarsten,

      vorab: Mein Kommentar war nicht bissig gemeint. Im Gegenteil: Ich habe Respekt vor Leuten, die sich intensiv und mit einer gewissen

      Tut mir Leid, wenn ich das anders eingeschätzt habe.

      Ich wollte gestern mal wissen, ob es mittlerweile neue deutschsprachige Blogs zum Thema Dividendinvesting gibt. Dabei bin ich auf diesen Blogeintrag gestoßen: Was taugen Dividendenstrategien

      Auch hier zeigt sich, dass Vieles auch eine Glaubensfrage ist, welchem Lager man sich anschließt. Beide Seiten haben gute Argumente. Ist vielleicht auch nicht ganz so entscheidend, welchem Lager man sich anschließt. Mir hat deshalb diese Aussage ganz gut gefallen:

      Und ganz im Ernst: Der Wohlfühlfaktor in Aktien investiert zu sein, wird sich bei einem Aktiencrash bei jeder Art der Aktienbeteiligung in Luft auflösen. Ob Du dann Deine 20 oder 30 Aktien im Depot hast oder ich meine ETFs wird dabei keine Rolle spielen. Entscheidend wird vielmehr sein, ob jeder die Nerven behält und eben nicht im Crash verkauft.

      Ich finde es auch müßig stundenlang darüber zu diskutieren. Ich habe mich jedenfalls für Einzelinvestment entschieden, wobei es mein vorangiges Ziel ist, nicht einen Index zu schlagen, sondern von den Dividendeneinnahmen leben zu können. Was ich ja tue. Ich habe das mal in einem Forum mal Indexer versucht zu erklären, indem ich das mit Bäckerläden verglichen habe. Indexer würden sich an allen Bäckerläden einer Stadt beteiligen ich nur an den Bäckerladen, der mir aus renditetechnischen Gesichtspunkten gefällt, weil er schon über Jahre schöne Gewinne erwirtschaftete. Dafür bin ich bereit einen gewissen Preis zu zahlen, um Teilhaber zu sein. Dividendeninvestoren sehen sich nämlich gerne als Unternehmer an, die einen Korb von Beteiligungen verwalten. Es kann natürlich vorkommen, dass ein Bäckerladen, der vorher überhaupt nicht lief plötzlich angesagt ist und jetzt wahnsinnig an Wert steigt. Das kann vorkommen. Ich denke aber das dies eher die Ausnahme ist und es besser ist bei dem bereits gut laufenden Bäcker beteiligt zu bleiben und zu schauen, ob die Gewinne weiterhin stimmen. Dem Bäcker kann es nämlich egal sein, ob der Index besser steht oder nicht Hauptsache der Laden läuft und wirft genügend Gewinne ab, um davon leben zu können.

      Gruß
      ZaVodou

      P.S.
      Du kannst ja eine Seite eröffnen und Dein Portfolio gegen laufen lassen.

  2. Qarsten sagt:

    Hallo ZaVodou,

    beim Suchen nach Investmentstrategien bin ich über Deinen Blog gestolpert. Super, dass Du dies so detailliert recherchiert hast und so übersichtlich dargelegt hast – vielen Dank dafür.

    Super ist auch, dass Du auch die bescheidene Performance der Dividendenstrategie dargelegt hast. Ich bin gespannt, ob sich hier künftig etwas anderes ergibt. 3,5% kann ich aber (fast) auch mit alten Sparverträgen erlangen – und da besteht kein Risiko wie bei den Aktienmärkten.

    Summa sumarum erscheinen mir derzeit andere Strategien (nach Kommer, Gebert, Buffett) ein niedrigeres Risiko und eine höhere Rendite zu versprechen.

    Einen netten Gruß,

    Qarsten.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Qarsten,

      vielen Dank für Deinen Kommentar, auch wenn ich natürlich den bissigen Unterton herauslesen kann.

      Wie viel Rendite versprechen denn die anderen Strategien? Und von welcher Rendite sprichst Du? Von der aus den Ausschüttungen oder von den aus der Kursperformance?
      Ich weiß nicht, wie intensiv Du hier gelesen hast und ob Du auch alles verstanden hast?
      Du schriebst: „3,5% kann ich aber (fast) auch mit alten Sparverträgen erlangen – und da besteht kein Risiko wie bei den Aktienmärkten„.
      Hier hast Du einen kleinen aber entscheidenden Teil überlesen. Meine Zielvorgabe lautet nicht lediglich 3,5 % Dividendenrendite, sondern ich möchte 3,5 % Dividendenrendite plus (ganz entscheidend) einer Steigerung von minimum 4 %, um einen Inflationsausgleich zu haben, wobei die 4 % zurzeit ganz gut gerechnet sind, da die Wirtschaftsweisen und wie sie sich sonst alle noch schimpfen mit einer Inflationsrate von nur 2 % rechnen. Aktuell haben wir sogar nur eine Inflationsrate von 0,7 %.
      Das mit der 4 % Steigerung nennt Buffett, den Du hier angeführt hast, eine Anleihe mit steigenden Kupon. Nichts anderes ist das, was ich hier praktiziere. Nur mit dem Unterschied, dass Buffett gegen eine Ausschüttung ist, da er meint, dass die Gewinne besser in der Firmen aufgehoben sind. Es hat sich aber gezeigt, dass Firmen, die eine Dividende zahlen oftmals besser abschneiden als Firmen, die keine Dividende zahlen.
      Peter Lynch hat dazu eine Theorie entwickelt. Es ist die sogenannte Harndrang-Theorie. Denn wenn Firmen in Geld schwimmen – und das tun sie irgendwann, wenn sie gut verdienen und keine Dividende zahlen müssen- neigt das Management gerne dazu das Geld herauszupissen. Also teure Übernahmen zu stemmen.
      Aktionäre, die es aber gewohnt sind eine Dividende und die noch möglichst ansteigend zu erhalten, werden es ihrem Management jedoch sehr übel nehmen, wenn da nichts mehr oder weniger an Dividende fließt, weswegen sie meist etwas vorischtiger mit ihren Entscheidungen sind.
      Ob Du Sparverträge mit 3,5 % demnächst noch bei Deiner Bank abschließen kannst ist fraglich und ob die Dir einen Stufensparplan anbieten, der diese 3,5 % um 4 % steigen lässt ist noch fraglicher.
      Weiter schreibst Du: „Summa sumarum erscheinen mir derzeit andere Strategien (nach Kommer, Gebert, Buffett) ein niedrigeres Risiko und eine höhere Rendite zu versprechen
      Nichts dagegen, wenn Du Dir ein paar ETFs kaufst. Habe ich ja auch hier geschrieben, dass ich das den Lesern empfehle, die sich nicht so sehr mit der Börse beschäftigen wollen. Trotzdem muss man sich auch hier einlesen und es gibt auch hier noch genügend zu beachten. Ich merke das immer, wenn Fragen zur Besteuerung von ausländischen theasuarierenden Fonds oder steuereinfachen Fonds aufkommen. Mir gefallen die jährlich anfallenden Gebühren nicht. Bei einem ETF mit einem TER von 0,5 bedeutet das nämlich, dass bei einer Anlage von 100.000 EUR eine Gebühr von 500 EUR fällig ist. Und das jedes Jahr. Man zahlt so 12,50 EUR an Gebühr für einen Aktienkauf von ca. 2.000 EUR. Bei 500 EUR Gebühr, die man in meinem Beispiel für einen ETF zahlt wären das also 40 Aktienkäufe.Damit wäre man schon recht gut diversifiziert und bräuchte fortan keine Gebühren mehr zu zahlen oder ein 0,5 %, den der ETF schon an Performance mehr bringen muss. Und wenn Du Kommer gelesen hast, weisst Du warum es vielen Fondmanager schwer fällt einen Index zu schlagen. Wegen den Gebühren. Nur das es hier jetzt gegen den ETF läuft. Im Wertpapier-Forum gibt es dazu einen ganz netten Thread, wo sich auch jemand ein paar Gedanken gemacht hat und zur Einsicht gekommen ist von ETFs auf Einzelinvestments umzuschwenken. Übrigens mit erstaunlich schnellem Einsichten, was die Zusammenstellung der Einzelinvestments betrifft Und das alles für jemanden, der behauptet keine Zeit für seine Investment zu haben.
      Noch ein Gedanke dazu: Das ein ETF immer Gebühren verursachen wird liegt auf der Hand, da sich ein Index immer mal wieder neu zusammen setzt, muss das durch entsprechende Käufe und Verkäufe nachvollzogen werden.

      Nun zur Rendite. Ich möchte 3,5 % Dividendenrendite mit minimum 4 % Steigerung. Das ist nur auf die Dividende bezogen. Ich gehe davon aus, dass solch ein Unternehmen dann auch eine Kurssteigerung erfahren dürfte, da die Dividendensteigerungen aus Steigerung der Gewinne bzw. des FCF einhergehen sollen. Das käme also „on the Top“ bei der Gesamtrenditeberechnung noch drauf.

      Wünsch Dir auf alle Fälle trotzdem viel Erfolg bei Deinen Entscheidungen (ETFs). (Ernst gemeint).
      Immerhin beschäftigst Du Dich mit Geldanlage sonst hättest Du nicht hierher gefunden und damit hast Du schon mal einen riesigen Vorteil gegenüber millionen anderen.

      Gruß
      ZaVodou

      P.S.
      Ich sehe gerade, dass es ein Beitrag auf einen älteren Eintrag bezüglich meiner Performance war.
      Dazu sage ich: Lass uns das mal in fünf bis zehn Jahren anschauen. Wobei es mir in erster Linie ja nur um eine Steigerung meiner Dividendeneinkünfte geht, also unabhängig der Performance zu irgendeinem Index. Aber ich bin der Meinung, dass ich letzten Endes auch die Indices(Dax, S&P 500, Stoxx und wie sie alle heißen mögen) schlagen werde, weswegen ich ja eine Gesamtperformanceauswertung fahre.

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