Musterdepot

Ich wollte erst kein Depot eröffnen, weil ich den Leser lediglich anregen wollte, sich selbst Gedanken zu machen, damit er dann seine eigene Auwahl treffen sollte, aber ich schaue selbst nur allzu gern bei anderen Bloggern, was die so im Depot haben, weswegen ich mich entschlossen habe, doch zumindest ein Musterdepot zu führen.
Da ich mein eigenes Depot noch ein wenig umbauen möchte und auch noch einige freie Mittel habe, werde ich für die Leser ein Musterdepot starten an dem sie sich orientieren können.
Es sollen nur Anregungen sein. Jeder sollte vor jedem Kauf aber selbst recherchieren und auch seine persönliche Steuersituation berücksichtigen. Die steuerliche Situation werde ich bei der Depotzusammenstellung verständlicherweise nicht berücksichtigen. Auch möchte ich noch mal hervorheben, dass sich mein Blog vor allem an deutsche Leser wendet und es für den nicht deutschen Leser unvorteilhaft sein könnte, die ein oder andere Aktie zu kaufen. Auch hier sei noch mal auf die steuerlichen Aspekte hingewiesen.
In diesem Zusammenhang weise ich auch noch mal auf den Punkt „Rechtliche Hinweise“ hin.

Ich werde im Laufe der Zeit ein Depot mit Dividendenaktien zusammenstellen, welches aus eigenen Käufen abgeleitet ist.
Das Depot soll eine Bruttodividende von 12.500 Euro pro Jahr erzielen.
Bei einem Single beträgt der jährliche Krankenkassenbeitrag als „freiwillig gestzlich Krankenversicherter“ ca. 2.150 Euro (17,2 % von 12.500 Euro). Diesen Beitrag kann man bei seiner Einkommenssteuererklärung geltend machen. Zieht man 2.150 Euro von 12.500 Euro ab erhält man 10.350 Euro. Dies wäre das zu versteuernde Einkommen. Andere Abzüge, die man evtl. geltend machen könnte, lasse ich mal außen vor. So dass laut Grundtabelle (keine Kirchensteuer) ein Betrag von 387,00 Euro an Steuern plus 5,5 % Soli von 21,29 Euro zu zahlen wäre. Das wären insgesamt also ca.  408 Euro. 12.500 Euro abzüglich 408,00 Euro Gesamtsteuern wären dann 12.092 Euro netto pro Jahr bzw. ca. 1.000 Euro monatlich. Die zu viel gezahlten Steuern (durch die Bank einbehaltene und an das Finanzamt abgeführte Abgeltungssteuer) muss man sich im darauffolgenden Jahr durch die Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt wieder zurückfordern.
Ich gehe von einer durchschnittlichen Dividendenrendite von ca. 3,5 % aus. Daraus ergibt sich ein Kapitalstock von ca. 350.000 Euro bis 360.000 Euro, um diese 12.500 Euro Dividende zu erzielen (12.500 Euro * 100 / 3,5 = 357.142,85 Euro).
Nur, um mal klar zu machen, welche Summe man im Laufe seines Lebens ansparen muss, um „lediglich“ 1.000 Euro pro Monat an Dividendeneinnahmen zu erhalten. Wobei den wenigsten wohl 1.000 Euro pro Monat zum Leben reichen würden. Nun, man kann diese 1.000 Euro aber auch als eine Art Zusatzrente sehen. Für diejenigen, die lediglich eine Zusatzrente ansparen möchten. Denen langen vielleicht ja auch eventuell nur 500 Euro, so dass die Ansparsumme sich lediglich auf 175.000 Euro belaufen würde.

Jedoch sollte man die Inflation berücksichtigen. Denn 1.000 Euro heute haben in 10, 20, 30 Jahren viel weniger Kaufkraft als heute. Hierfür gibt es im Netz diverse Inflationsrechner, so dass man eigentlich noch viel mehr als die 350.000 Euro ansparen muss.

Ich habe das Depot (nachträglich) im Dezember 2012 gestartet. Noch hat sich nicht all zu viel getan, so dass man ab jetzt (Januar 2013) live dabei ist, da ich die Transaktionen zeitnah veröffentliche. Gekauft wird meist in halben Positionen zu 250er Blöcken. Bedeutet, eine Kaufposition ergibt ca. 250 Euro Bruttodividende.
Maximal soll eine Aktie so ca. 500 Euro Dividende abwerfen, so dass das Depot zum Schluss aus ca. 25-50 Einzelwerten bestehen wird. Wahrscheinlich um die 40 Einzelwerte.

Link zum Musterdepot + Transaktionen

Kommentare
  1. Hallo Dividendeninvestor! Schöner Blog. Infos zu Dividenden und fundamentalen Daten auch auf https://www.finanzoo.de/wiki/dividendenrendite.html

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Stefan,
      ich bin zwar kein Werbeportal, aber ich lass mal die Werbung für Dein FScore-Modell durchgehen, da ich für Bewertungssysteme generell recht offen bin. Ist mal ein anderer Ansatz. Die Leser müssen selbst wissen, ob sie Verwendung dafür haben.Ich denke jedoch, dass die Wenigsten dafür bezahlen wollen, besonders, wenn dann Sätze wie „Selbstverständlich ist der FScore nie als einzige Grundlage für Entscheidungen gedacht und ersetzt nicht die weitere eingehende Analyse einer Aktie“ fallen. Menschen wollen meist fertige Lösungen, wenn sie für etwas bezahlen sollen.
      Interessant wäre ein Musterdepot mit z. B. den ersten zehn Aktien gewesen, die nach dieser Methode rausgefiltert werden.

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