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Im Video vom 09.02.2018 analysiert Fast Graphs Amazon. Einem Wert mit dessen Bewertung ich mir schwer tue. Chuck Carnevale zeigt in diesem Video auf, dass man Amazon nicht mit den gewöhnlichen Bewertungsmethoden (Gewinn, FCF) bewerten soll oder darf, sondern hier eher mit dem Operativen Cash Flow (OCF) bzw. EBITDA arbeiten sollte. Ein Umstand auf den schon Thorsten Tiedt in einem Blogbeitrag hingewiesen hat. Gemessen daran ist Amazon nicht überbewertet, sondern „fully valued“, also eher fair bewertet.

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In seinem heutigen Artikel bzw. Video untersucht Chuck Carnevale die drei größten Drogerieketten der USA: CVS (CVS), Waalgreens (WBA) und Rite Aid (RAD), wobei CVS und Walgreens für ihn attraktiv bewertet sind während Rite Aid eher ein spekulativer kauf ist.

Ich habe mal von CVS und Walgreens Screenshots gemacht, damit man sich die Zahlen genauer anschauen und besser vergleichen kann. Rite Aid halte ich für weniger interessant.

zweites Schaubild für CVS aus einem anderen Video mit Daten bis 2020:
CVS-2

Die Daten sind vom 18.01.2016. Ich stelle mal die wichtigsten gegenüber. Bei den Gewinnen handelt es sich um die bereinigten (adjusted) Gewinne:

CVS (Price 79,35 USD):          P/E 13,4 – Normal P/E 17,4 – CAGR 11,3 %
Walgreens (Price 76,00 USD): P/E 14,2 – Normal P/E 24,2  – CAGR 12,4 %

CVS ist zurzeit also etwas billiger als Walgreens. Dafür kann Walgreens mit einem etwas besseren Wachstum glänzen.

Warum sind diese beiden Werte momentan relativ günstig gegenüber dem Gesamtmarkt zu haben? Immerhin liegt das P/E des S&P 500 zurzeit bei 26.

Nun, Amazon hat angedroht in diesen Geschäftsfeldern künftig mitmischen zu wollen, was zur Verunsicherung und Abverkäufen geführt ab.
Ein Kauf von CVS und/oder Walgreens wäre also eine Wette darauf, dass sich CVS bzw. Walgreens gegenüber Amazon behaupten können, wenn es denn so weit ist. Noch war es ja nur eine Überlegung seitens von Amazon.

Was das Video von Chuck Carnevale am Beispiel von Walgreens auch zeigt, ist, was passiert, wenn man zu viel für eine Aktie bezahlt.
Obwohl die bereinigten 2000er Gewinne von 0,74 USD auf 2,93 USD im Jahre 2012 gestiegen sind, was einem CAGR von über 12 % entspricht, erwirtschaftete man einen jährlichen Verlust von 2,3 % auf sein eingestztes Kapital, weil man ein zu hohes KGV – in dem Fall von Walgreens ein KGV von 60 – für das Wachstum bezahlt hat.

Gut, ein KGV von 60 ist wirklich schon extrem, aber das Beispiel zeigt, dass man selbst bei jährlichen Wachstumsraten von 12 % kein zu hohes KGV zahlen sollte.

 

 

Zum Artikel (in Englisch)

Die besprochenen Aktien:

 

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Die besprochenen Aktien:

 

Nachfolgend die meiner Meinung nach wichtigsten Passagen aus Koljas Video über Charlie Munger:

Anstatt auf Unterbewertungen zu schauen war Charlie auf qualitativ hochwertige Unternehmen aus. Qualität vor Preis!

Die Märkte sind meist effizient. Doch die kleinen Ineffizienzen bieten enorme Chancen für Valueinvestoren.

Wir (Chalie Munger und Warren Buffett) warten so lange bis eine große Chance kommt. Und dann investieren wir ziemlich viel Geld in diese Chance.

Man sortiert Unternehmen in drei Körbe: draußen, zu hart und drinnen.

Es werden nur die Unternehmen größer analysiert, die in den Korb drinnen landen.

Die Einnahmen der Unternehmen müssen stabil und langfristig sein wozu er sich die Historie des Unternehmens ansieht.

Der wichtigst Teil des Valueinvesting ist immer noch Aktien unter dem intrinsischen Wert zu kaufen.

Dazu wird die Kapitalrendite (engl. Return on Capital, kurz ROC bzw. Return on invested Capital, kurz ROIC ) berechnet, welche essenziell ist, um herauszufinden, ob ein Unternehmen, wenn es wächst auch einen Mehrwert für die Aktionäre generiert oder einfach nur den Umsatz steigert und Geld frisst.
ROC =Jahresüberschuss/Gesamtkapital.

Die Kapitalrendite muss jedoch branchenspezifisch behandelt werden. Coca-Cola hat z. B. eine Kapitalrendite von 8 % währen Robert Halth – ein Personaldienstleister – eine Kapitalrendite von 21 % aufweist. Also nur die Kapitalrenditen innerhalb der selben Branche vergleichen!

Grundsätzlich macht Munger zur Bewertung eines Unternehmen eine DCF-Analyse.

Wachstum wird anhand der Historie des Unternehmens bestimmt.

Für den Cash-Flow zieht Munger die Owner Earnings heran.

Ower Earnings = Jahresüberschuss + Abschreibungen – Capex – sonstiges Betriebskapital

Abzinsungsrate = Zinssatz auf 10-jährige AA-Staatsanleihen

Sicherheitsmarge = ca. 20 % niedriger als intrinsischer Wert

Unter o. g. Titel gab es gestern bei Report Mainz im ARD diese Reportage zu sehen.

Link

Am Beispiel Schweden wurde gezeigt, wie das bargeldlose Bezahlen in Deutschland zukünftig ablaufen könnte.

Die technischen Möglichkeiten sind vorhanden und werden immer vielfältiger.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Bargeld müsse gezählt, bewacht und transportiert werden und das sei teuer!“ heißt es in einem Originalzitat aus der Reportage.
„Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist für das Bezirksamt einfach kostengünstiger“ so ein anderes Originalzitat von Ronald Schäfer, dem Leiter Bürgerämter Berlin Mitte, einer Behörde, die schon jetzt nur elektronische Zahlungen akzeptiert.

Der ehemalige bayrische Finanzminister Erwin Huber meint: „Es wird, wie im Laufe der Geschichte, das Salz und das Gold durch das Papiergeld abgelöst worden ist, wird das elektronische Geld sehr viel deutlicher im Vormarsch sein. Und ich möchte nur, dass Deutschland auch mit in dieser Entwicklung mit vorne dabei ist!“.

Die Richtung scheint klar. Immer weiter weg vom Bargeld in Richtung elektronisches Geld.

Wie positioniert man sich aber als Investor am besten, wenn man das kommen sieht?

Ich fand die Zahlen von Wincor Nixdorf mal ganz interessant. Bargeldautomaten waren auch überall zu sehen. Der Bargeldautomat ersetzt den teuren Kassierer und ist rund um die Uhr einsetzbar. Rentieren sich also für die Banken. Die Bargeldautomaten müssen repariert oder durch neue ersetzt werden. Also wohl kein all zu schlechtes Geschäftsmodell.
Mittlerweile wurde Wincor Nixdorf ja von Diebold aufgekauft. Bliebe die Frage offen, ob nicht Diebold einen Kauf wert wäre.

Wenn man aber immer mehr vom Bargeld in Richtung eletronisches Geld geht, sehe ich hier jedoch kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell, übrigens genauso wie bei Firmen, die mit Werttransporten zu tun haben.

Das zukunftsfähigere Geschäftsmodell sollte jedenfalls eher bei Zahlungsabwickler wie Visa und Mastercard liegen, wenn immer mehr vom Bargeld zum bargeldlosen Zahlen übergegangen wird.

 

Frühruhestand: So geht’s

Veröffentlicht: 26. Oktober 2016 in Videos
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n seinem Video beschreibt Tim Schäfer, wie er es geschafft hat die FU (Finanziell Unabhängigkeit) zu erreichen.

Tim Schäfer ist Wirtschafsjournalist und war früher Analyst bei Egbert Prior, dem Herausgeber eines Börsenbriefs. Leute, die schon zu Neue-Markt-Zeiten dabei sind, werden Egbert Prior (Ei, wer ist denn da im Hintergrund im Büro zu sehen?) sicherlich durch seine Auftritte bei der 3-Sat-Börse kennen.

Tim Schäfer betreibt außerdem einen eigenen Blog.