Archiv für die Kategorie ‘Lesenswerte Artikel’

Ich schaue immer noch gerne beim DividendGrowthInvestor (DGI) vorbei. Ich bin ein treuer Leser dieses Blogs. Das Blog vom DGI war so mithin der erste Blog, den ich über Dividendenwachstumsaktien gelesen habe. Dieser Blog hat mich auch zu meinem Blog inspiriert, da ich so was gerne auf Deutsch machen wollte.

Viele Blogs sind mittlerweile verschwunden, aber DGI schreibt noch eifrig weiter. Ich kann dieses Bolg nach wie vor jedem der sich mit Dividendinvesting beschäftig ans Herz legen.

Heute hat er die Liste der Dividenden-Aristokraten des Jahres 2017 vorgestellt.

Unter der Rubrik relevante Artikel am Ende der Seite in ich auf einen alten Eintrag aus dem Jahre 2009 mit dem Titel Where are the original Dividend Aristocrats now? gestoßen. Hier hat der DGI untersucht, was aus den ersten Dividenden-Aristokraten nach 20 Jahren geworden ist. Die erste Liste wurde 1989 zum ersten mal erstellt und beinhaltete 26 Dividenden-Aristokraten.

Hier noch mal eine kurze Zumsammenfassung der Kandidaten:

  1. American Home Products (AHP) übernommen worden
  2. AMP Inc. (AMP) übernommen worden
  3. Baxter Int. (BAX) YOC 8,9 %
  4. Colgate-Palmolive (CL) YOC 27,7 %
  5. Central & South West Corp. (CSR) von Am. El. Power (AEP) übernommen worden
  6. Dover (DOV) YOC 11,6 %
  7. Emerson Electric (EMR) YOC 17,7 %
  8. FPL Group (FLP) gestrichen 1995 Dividende gekürzt
  9. Genuine Parts (GPC) YOC 12 %
  10. Household International (HI) übernommen worden
  11. Internationa Flavours and Fragrances (IFF) gestrichen 2000 Dividende gekürzt
  12. Johnson&Johnson (JNJ) YOC 26,4 %
  13. Kellogg (K) YOC 8,9 %
  14. Coca-Cola (KO) YOC 17 %
  15. Longs Drug Stores Corp. Inc. (LDG) von CVS übernommenn worden
  16. Lowe’s Companies (LOW) YOC 39 %
  17. Masco Corp. (MAS) gestrichen
  18. 3M (MMM) YOC 10,3 %
  19. NSI Comp. (NSI) gestrichen
  20. Procter&Gamble (PG) YOC 20 %
  21. Parker-Hannifin (PH) YOC 1989 die Dividende nicht erhöht YOC 17 %
  22. Rubbermaid (RUB) übernommen worden
  23. Torchmark (TMK) gestrichen
  24. Texas Utilities Comp. (TXU) gestrichen
  25. Winn-Dixie Stores Inc. (WIN) gestrichen 1999 Chapter 11 übernommen worden
  26. Warner Lambert (WLA) übernommen worden

12 von von 26 Kandidaten haben es geschafft zu überleben. Parker-Hannifin zähle ich mal mit dazu, weil nur ein Jahr ohne Dividendenerhöhung.

Die Sieger: 1. LOW YOC 39 % – 2. CL YOC 27,7 % – 3. JNJ YOC 26,4 %

Alle „Überlebenden“ dürften jedenfalls einen näheren Blick Wert sein.

Abschließend noch einen Link, den ich hierzu im Internet gefunden habe.
Link: List of Dividend Aristocrats 1989-2015

Die Macher vom DividendenAdel Werner Heusinger und Christian Röhl haben eine ganz interessante Dividendenstudie für das Jahr 2017 für deutsche Aktien herausgebracht.

Als relativ konservativer Anleger fand ich Seite 22 interessant. Hier werden die zuverlässigsten Dividendenzahler aufgezeigt.

Laut Studien schätzen Experten den Anteil an Elektroautos im Jahr 2035 auf 5 – 30 %, je nach Studie.
Langfristig sei das bisherige Geschäft der Ölkonzerne  aber gefährdet.

Link

7 gute Tipps von Leo Sun auf Motley Fool Deutschland.

Wieso 7? Sind doch 8 Tipps!

Man merkt, dass der ursprüngliche Artikel aus den USA stammt, da Tipp Nr. 7 leider nicht auf Deutschland übertragbar ist, da es solche automatischen Dividendenreinvestierungspläne kurz DRIPs bei uns nicht gibt.

Einige große Firmen, wie die Deutsche Telekom, bieten allerdings an, dass man sich die Dividende in Form von Aktienanteilen gutschreiben lassen kann, was dem gleich käme.

Steuerlich wird man allerdings seitens der deutschen Gesetzgebung stark benachteiligt.

Wenn man sich seine Dividende nicht auszahlen lässt, sondern in der Firma belässt, nichts anderes ist das ja, wenn man sich die Dividende in Aktien ausbezahlen lässt,  wird man mit ZaSt und Soli (+ evtl. Kirchensteuer) belastet.

Mit anderen Worten: Es ist steuerlich egal, ob man sich die Dividende bar auszahlen lässt oder in der Firma belässt.

Wenn die Firma erst gar keine Dividende ausschütten würde, würden diejenigen steuerlich aber wesentlich besser fahren, die ihre Dividende in Form von neuen Aktienanteilen der Firma wieder reinvestieren, da sie keine ZaSt u. Soli zahlen müssten. So werden sie jedoch bestraft und ein Vermögensaufbau zusätzlich erschwert.

Statt dafür belohnt zu werden, dass man für das Alter vorsorgt, wird man steuerlich benachteiligt, wenn man sein Geld in der Firma belässt.
Früher war es z. B. in den Niederlande sogar üblich, dass wenn ein Niederländer seine Dividende, die er von einer niederländischen Firma erhalten hatte und reinvestierte, dafür belohnt wurde, indem er zu einen besseren Kurs kaufen konnte, weil die niederländische Regierung wollte, dass sich das Volk an niederländischen Firmen beteiligte. Schön, wenn dieser Gedanke auf EU-Ebene wieder auftauchen würde.

Besser wäre hier also erst mal eine Gesetzesänderung dahingehend, dass Dividenden, die in Form von neuen Aktien der selben Firma wieder reinvestiert werden, nicht besteuert werden.

 

Dividende für alle

Veröffentlicht: 23. Januar 2017 in Lesenswerte Artikel
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Schöner Artikel von Dennis Kremer in der FAZ.

Er weist u. a. auf die zurzeit stattfindende Branchenrotation hin, die die Kurse von Konsumaktien wie z. B. Nestlé, Coca-Cola, PepsiCo, Unilever usw. haben fallen lassen.

Für manche wieder eine Katastrophe, weil ihr Depotwert dadurch gesunken ist. Ich sehe das jedenfalls mal wieder komplett anders. Ich fand diese Aktien etwas 10-20 % zu teuer. Sie nähern sich also langsam wieder ihren fairen Wert zu, so dass man jetzt eher wieder kaufen kann.

Gut auch der Hinweis auf den Div-Dax. Hier wird nämlich nur nach der Dividendenrendite geschaut, und er wird jährlich neu zusammengesetzt.
Die Nachhaltigkeit der Dividende bleibt also außen vor und durch die jährliche Rotation entstehen Kosten.
Dividendeninvestoren sollte jedoch die Nachhaltigkeit (Dividendenhistorie) wichtig sein und die Kosten sollen niedrig gehalten werden, indem man weitestgehend das Kaufen-und-Halten-Prinzip verfolgt, weswegen man  schon im Vorhinein recht sorgfältig seine Kandidaten fürs Depot auswählen sollte.

Die beiden genannten Fonds DWS Top Dividende und M&G Global Dividend Fund haben ein TER von 1,45 % bzw. 1,91 %. Da muss jeder selbst wissen, ob er bereit ist dies zu zahlen.

Mein Kosten liegen einmalig beim Kauf so um die 0,25 %. Danach bewegen sie sich durch das Kaufen-und-Halten gegen Null.

Wer sich also sein Depot selbst zusammenstellt spart mit der Zeit jede Menge Kosten und weiß, was im Depot drin ist.

In einem heute erschienen Artikel der FAZ beschreibt der Autor Dennis Kremer, warum es vielleicht nicht schlecht wäre, sich Aktien von ETF-Anbietern ins Depot zu legen.

Buffett bzw. Berkshire Hathaway hatte sich Ende 2014 komplett von seinen Anteilen an Exxon Mobil getrennt. Das war umso erstaunlicher, da Exxon Mobil eine ziemliche Größe im Portfolio von Berkshire-Hathaway ausmachte und man davon ausgehen musste, dass Exxon Mobil zu den Kerninvestments gehört, die man nicht verkaufen würde. Übrigens ein ähnliches Szenario wie zurzeit bei Wal-Mart.

Buffett hatte hier mal wieder den richtigen Riecher, denn seitdem ging es bei den Öl-Aktien recht turbulent zu. Neue Tiefstkurse beim Öl zogen die Öl-Aktien mit nach unten. Mittlerweile hat sich die Lage ein wenig beruhigt und die Preise für Öl-Aktien haben sich wieder gefangen.
Erneuerbare Energien gewinnen immer mehr an Bedeutung und das Elektroauto ist auch in aller Munde, so dass sich so mancher Dividendeninvestor, der Öl-Aktien der großen Firmen wie Exxon Mobil, Chevron, Royal Dutch Shell, BP, Conoco Philips, Total usw. besitzt, sich gefragt hat, ob er nicht verkaufen soll, weil die Dividende zukünftig nicht mehr so sicher erscheint.

Hier eine Sicht der Dinge von Tim McAleenan Jr.