Archiv für die Kategorie ‘Glossar’

Chowder-Regel

Veröffentlicht: 8. Juli 2016 in Glossar
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Die Chowder-Regel wurde von dem Seeking Alpha Dividendeninvestor Chowder entwickelt und verlangt von den Firmen eine Dividendenrendite von 4 % und eine Dividendenwachstumsrate von 8 %.

Goodwill

Veröffentlicht: 12. August 2015 in Glossar
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„Goodwill reflects the difference between the price the company paid and the book value of the assets.“

Goodwill (zu Deutsch: Firmenwert) ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert einer übernommenen Firma

Goodwill = Kaufpreis – Eigenkapital

Der Goodwill muss gemäß GAAP (amerikanische Rechnungslegung) abgeschrieben werden. Die Abschreibung erfolgt meist über 40 Jahre. Die Abschreibung auf den Goodwill nennt sich „Amortization“:

Buffetst Sichtweise auf den Goodwill (Firmenwert):

Meine eigene Sichtweise hat sich drastisch gegenüber vor 35 Jahren geändert, als man mich lehrte (Anm. = Sichtweise von Benjamin Graham), materielle Vermögensgegenstände zu bevorzugen und Unternehmen zu meiden, deren Wert größtenteils vom wirtschaftlichen Goodwill abhängt. Dieses Vorurteil führte dazu, dass ich erhebliche Geschäftsfehler machte, viele dadurch, dass ich nicht kaufte …

Zitat aus den „Essays von Warren Buffett“, Seite 227

Warum reite ich so auf den Goodwillabschreibungen herum?
Ganz einfach. Viele wollen so investieren wie Buffett. Ich habe aber noch nie in einer Analyse gelesen, dass da jemand auf die Goodwillabschreibungen von Firmen eingegangen wird. Buffett meint aber, dass Goodwillabschreibungen meist unberechigt sind, weil etwas abgeschrieben wird, was tatsächlich vorhanden ist. Tatsächlich könnte der immaterielle Wert einer Firma sogar steigen. Buchhalterisch muss aber immer abgeschrieben werden.
Wenn man die Abschreibungen auf den Firmenwert also unberücksichtigt lässt, könnten darin versteckte Gewinne liegen.

Amortization

Veröffentlicht: 12. August 2015 in Glossar
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Amortization is the depreciation of intangible assets.

Amortization ist die Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (intangible Assets) bzw. den Goodwill (Firmenwert).

Upstream, midstream, downstream

Veröffentlicht: 11. August 2015 in Glossar
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In der Ölbranche unterscheidet man nach zwischen upstream, midstream und downstream.

Upstream = Fördern von Öl
Midstream = Transport von Öl z. B. via Rohrleitungen (Pipelines)
Downstream = Verabeitung von Öl z. B. Raffinieren, also das chemische Aufbereiten von Erdöl in Benzin

Beim Capital employed, oder investierten bzw. eingesetzten Kapital, ist die Definition schon schwieriger. Jeder rechnet da ein bißchen anders. Einige nehmen einfach nur das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital. Dann hast Du aber das Problem, daß das Eigenkapital im Verhältnis zu den Schulden sehr niedrig sein kann. Deshalb rechnen andere die langfristigen Schulden noch mit dazu. Wieder andere sagen, daß sie von vornherein Unternehmen mit hohen Schulden meiden. Letztendlich ist ein genauer Wert nicht so wichtig. Die Frage, die Du beantworten mußt, ist, welche Vermögensgegenstände (Maschinen, Grundstücke, Vorräte, Forderungen etc.) benötigt das Unternehmen wirklich, um sein Geschäft betreiben zu können. Dann hast Du eine Vorstellung davon, welches Kapital man investieren müßte, um ein ähnliches Geschäft aufzubauen. Das ist das eingesetzte Kapital.
Quelle Beitrag 20: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/348115-1-500/bewertung-des-cash-flow

Working Capital (Betriebskapital)

Veröffentlicht: 9. August 2015 in Glossar
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Working Capital, zu deutsch Betriebskapital, Nettoumlaufvermögen oder Liquiditätsüberschuß, ist die Differenz mit der das Umlaufvermögen (z.B. Vorräte, Forderungen aus Lieferung und Leistung, Finanzanlagen, liquide Mittel, etc.) die kurzfristigen Verbindlichkeiten (z.B. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Bankkredite, kurzfristig fällige Rückstellungen) übersteigt. Je größer der Betrag, desto leichter kann das Unternehmen seine Rechnungen bezahlen, Wachstum finanzieren und sich bietende Möglichkeiten ausnutzen. Es ist eine Art Polster, die das Unternehmen davon bewahrt sich (kurzfristig) Verschulden zu müssen.
Im amerikanischen Rechnungswesen wird dann oft die working capital ratio ermittelt. Dazu dividiert man das Umlaufvermögen durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Diese Ratio kann man mit anderen Wettbewerbern vergleichen. Ein Verhältnis von 2 (doppelt soviel Umlaufvermögen, wie kurzfr. Verbindlichkeiten) wird als gesund angesehen. Aber das hängt stark vom Unternehmen ab. Stark wachsende Unternehmen brauchen meistens eine höhere, kaum wachsende Unternehmen eine niedrigere Ratio.
Quelle: Beitrag 20: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/348115-1-500/bewertung-des-cash-flow

Owner Earnings

Veröffentlicht: 9. August 2015 in Glossar, Warren Buffett
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Viele bekannte Value-Investoren verwenden einen Free Cashflow, den Warren Buffett auch als „Owners Earnings“ bezeichnet. Buffett definiert die Owners Earnings als das Cash, das der Eigenkapitalgeber dem Unternehmen wegnehmen könnte, ohne es in seiner Ertragskraft zu schädigen. Als einfache Formel schlägt er vor, die Owners Earnings aus dem Jahresüberschuss plus Abschreibungen minus ertragsherhaltendem Capex minus Veränderungen des Working Capitals zu berechnen.

__Jahresüberschuss_______________(Net Income after Tax)
+ Abschreibungen________________(Depreciation, Deplation, Amortization)
– Ersatzinvestitionen______________(Capital Expenditures oder kurz Capex)
– Änderung im Betriebskapital_______(Change Working Capital)
= (vereinfachte) Eigentümergewinne_(Owner Earnings simplyfied)

Quelle:http://simple-value-investing.de/blog/goodwill-panikmache-unternehmerisches-buchhalterisches-denken

…net income after taxes_______(Jahresüberschuß)
+ depreciation_______________(Abschreibung auf Sachanlagen)
+ depletion_________________(Abschreibung wegen Substanzveringerung)
+ amortization_______________(Abschreibung auf Goodwill)
+ other non cash charges______(z.B. Gelder, die in die Rückstellungen geflossen sind)
– Zugang aus Rückstellungen
+/- extraordinary items_________(minus außerordentliche Gewinne/plus außerordentliche Verluste)
– avarage capital expentiture____(durchschnittlich benötigte Ersatzinvestitionen)
– additional working capital that might be needed (zusätzliche benötigtes Kapital z.B. Aufbau von Forderungen)
– capital gains________________(Gewinne aus Verkäufen über Buchwert)
+ capital losses_______________(Verluste aus Verkäufen unter Buchwert)
= owner earnings

Quelle Beitrag Nr. 11: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/348115-1-500/bewertung-des-cash-flow

Es gibt viele Anleger, die Buffett verehren und zitieren, aber wer geht schon so ins Detail?