Archiv für die Kategorie ‘Branchen’

Sportartikelhersteller

Veröffentlicht: 2. Dezember 2016 in Branchen
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Gestern  (01.12.2016) habe ich mir mal die Sportartikelhersteller etwas näher angeschaut. Ich hätte vielleicht noch Puma hinzu nehmen können. Die sind nach einer groben Übersicht der Zahlen aber bei mir rausgefallen, so dass ich die alteingesessen Marken Adidas und Nike mit dem schnell wachsenden Newcomer Under Armour mal anhand wichtiger Kennzahlen verglichen habe. Die Zahlen habe ich von Morningstar.com übernommen (alles ohne Gewähr).
Ich finde, wenn man die Zahlen tabellarisch gegenüberstellt, dass man einen besseren Überblick bekommt.

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Unter dem Titel „How to select winning retail stocks“ hat DGI gestern einen sehr guten Artikel über Einzelhändler verfasst.

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Heute habe ich mir mal die Bierkonzerne auf FT.com etwas näher angeschaut, weil ich gesehen habe, dass Heineken zurzeit ein KGV von lediglich 11,x aufweist.

Hier die Auswertung (die gelb markierten Felder sind die fundamentalen Highlights in dieser Gruppe):

Bierkonzerne

Anmerkung (vom 12.06.2013):
Obacht bei Heineken. Der geschätzte Gewinn laut Börsen-Zeitung liegt für 2013 bei EUR 3,10. Die EUR 5,12 aus dem Jahre 2012 waren außerordentlich hoch, was das günstige KGV von 11,13 gegenüber den Mitbewerbern relativieren sollte. Noch im Jahr 2011 lag der Gewinn bei lediglich EUR 2,48.

Neu eingestellt am 15.07.2013:
Die fünf größten Bierbrauer der Welt decken die Hälfte des Weltmarktes ab. Ein Artikel aus der FAZ vom 12.07.2013

Agrarwerte

Veröffentlicht: 9. Juli 2013 in Branchen
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Ich hatte mir gestern mal einige Werte im Agrarsektor näher angeschaut, weil K+S AG seit einiger Zeit in den Foren als günstiger Wert genannt wird. Gestern wurde noch Yara bei Seeking Alpha erwähnt. Hier die Übersicht:

Agrarwerte
Tabelle vorwiegend aus dem Zahlenmaterial von FT.com erstellt (ohne Gewähr).

Als zuverlässigen Dividendenwert halte ich die K+S AG nicht. Dafür sind die Gewinne zu schwankend, weswegen ich sie für ein reines Dividendendepot für nicht geeignet halten würde.
Mit einem KGV (TTM) von 9,14 und einer momentanen Dividendenrendite von 5,11 % ist die K+S AG jedoch recht günstig bewertet.
Yara mit einem KGV (TTM) von nur 7,05 und einer Dividendenrendite von5,22 % sieht noch interessanter aus, zumal der ROE und die Sachinvestitionsquote besser sind.  Da Yara ein norwegischer Wert ist, hätte man hier mit dem Umstand zu kämpfen, dass man sich die zu viel gezahlte Quellensteuer bei einer Dividendenausschüttung vom norwegischen Fiskus zurückholden müsste.

Interessant sieht auch Uralkaliy aus. Beste Marginwerte,  niedrigste Sachinvestitionsquote und eine ganz ansehnlichen Dividende von 4,22 %. Allerdings ein russischer Wert. Russische Werte mag ich jedoch nicht besonders, obwohl es bei der Dividende kein Problem geben dürfte, weil die 10 % Quellensteuer voll angerechnet wird. Uralkaliy ist der zweitgrößte Kaliproduzent der Welt.

Auch die Zahlen von Potash sind ganz akzeptabel. Potash ist übrigens der größte Kaliproduzenht der Welt. Als kanadischer Wert hätte man ebenfalls das Problem, dass man sich bei einer Dividendenausschütung die zu viel gezahlte Quellensteuer sich mühsam über Anträge beim kanadischen Fiskus wieder zurückholen muss.

Die ganze Branche sieht recht günstig aus. Ich weiß noch, wie vor ein paar Jahren in den einschlägigen Finanzblätter für Agrarwerte getrommelt wurde. Quasi ein Muss in jedem Portfolio. Durch die weltweit steigende Bevölkerungszahl und der immer geringer werdenden Ackerfläche auf Grund der Tatsache, dass in den aufstrebenden Industrienationen, wie z.B. China, immer mehr Ackerfläche in Wohn- und Produktionsfläche umgewandelt wird, wäre eine extensivere Bewirtschaftung der übrigbleibenden Ackerfläche nötig und dies wiederum macht einen erhöhten Einsatz von Düngemittel (Kali) notwendig.

Kali ist nicht so sehr selten, aber die Erschließung ist teuer und zweitaufwändig (mehrere Jahre). Insgesamt gibt es nur wenige Länder, die Kali in großen Mengen überhaupt produzieren können. Kanada, USA, Russland, Ukraine, China, Deutschland, Israel sind die größten. Deutschland ist mit Abstand der größte Kaliproduzent in Europa. Große Agraländer wie Indien und Brasilien produzieren gar kein Kali und müssen es einführen.  Auch Chinas Kaliproduktion reicht nicht für das ganze Land aus. Zur Zeit hält sich vor allem Indien mit der Nachfrage zurück, weil es auf günstigere Preise hofft, da sich die Kalipreise innerhalb von wenigen Jahren verfünfacht hatten. Lag der Preis von wenigen Jahren noch bei 200 USD pro Tonne  stieg er bis auf 1.000 USD.

Momentan liegt der Preis bei um die 400 USD. Man kann sich allerdings mit der Nachfrage nur zurückhalten, weil die Läger voll sind.  Dies ist auch der Grund, warum die Preise zurück gehen und die Gewinne der Kaliproduzenten zurück gehen. Mit der Auswirkung fallender Aktienkurse. Das könnte man aber nur so 1-2 Jahre durchhalten, dann wären die Vorräte aufgebraucht.

Dies mal im Schnelldurchlauf zur momentanen Situation der Kaliproduzenten, was ich so gestern mir angelesen habe.

Fazit: Ich halte  die K+S AG zur Zeit für ein ganz interessantes Investment, wenn auch nicht für den puristischen Dividendeninvestor. Die K+S AG wäre mehr eine antizyklische Investition.  Die Argumente, die für ein Investment in Kaliproduzenten sprachen, gelten meiner Meinung nach aber immer noch und sind nicht von der Hand zu weisen. Falls noch eine längere Zeit eine Kaufzurückhaltung bei Kali existieren sollte dürfte sich dies weiter bei den Gewinnen bemerkbar machen und somit auf die Dividende. Die K+S AG hat dieses Jahr 1,40 EUR ausgeschüttet. Sollte es hier zu einer Kürzung auf 1,00 EUR im nächsten Jahr kommen, würde man bei einem Kurs von um die 27,00 EUR immer noch eine Dividendenrendite von 3,70 % haben. Keine schlechte Sache. Bei positiven Aussichten, wenn die Kaliläger mal leer sind.

Als ich mir bei Coca-Cola Amatil die Historie durchgelesen hatte, ist mir aufgefallen, wie viel Abfüller undFranchiseunternehmen man übernommen hatte. Auch an Standorten, die man nicht gerade mit Australien in Verbindung bring. Zig Franchiseunternehmen allein in Österreich. Dann sehr viele Unternehmen in Osteuropa und auch in Korea. Diese sind alle nicht mehr Teil von Coa-Cola Amatil, sondern wurden wieder an andere Coca-Cola Unternehmen verkauft. Das hat bei mir die Frage aufgeworfen, wie viel Coca-Cola Unternehmen werden eigentlich an der Börse gehandelt und wie sind deren Bewertungen. Herausgekommen ist folgende Tabelle:

Coca-Cola-Family
ohne Gewähr. Daten zusammengestellt am 15.02.2013. Quelle: ft.com (Thomson Reuters)

Was auffällt sind die vielen japanischen Coca-Cola Unternehmen. Warum das so ist, weiß ich allerdings auch nicht. Ist für mich auch nicht so wichtig. Wichtiger sind für mich die Zahlen der einzelnen Coca-Cola Unternehmen. Hier fallen vor allem die Mutter The Coca Cola Company und Coca-Cola Amatil auf, deren Zahlen sich von den anderen abheben.
Bei Coca-Cola Amatil kauft man die Märkte Australien (22,5 Millionen Einwohner), Neuseeland (4,5 Millionen Einwohner), Papua-Neuguinea (7 Millionen Einwohner) und vor allem den großen Wachstumsmarkt Indonesien (237,5 Millionen Einwohner). Das wäre also ein Gesamtmarkt von ca. 271,5 Millionen Einwohner. Zum Vergleich EU ca. 500 Millionen Einwohner, Europa ca. 800 Millionen Einwohner und USA ca. 309 Millionen Einwohner. Mit The Coca-Cola Company hätte man jedoch die ganz großen Wachstumsmärkte Indien (1,2 Mrd. Einwohner) und China (1,4 Mrd. Einwohner) noch mit dabei.
Da die Einstiegskriterien bei Coca-Cola Amatil erfüllt sind, habe ich eine zusätzliche Position aufgebaut. The Coca-Cola Company bleibt aber weiter unter Beobachtung.