Soll ich in Kryptowährungen einsteigen?

Veröffentlicht: 5. Januar 2018 in Allgemein
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Das ist die Frage, die wohl viele Leute zurzeit bewegt. Kryptowährungen sind in aller Munde. Sogar meine Mutter hat das Thema angeschnitten und selbst im Urlaub wurde ich damit konfrontiert.

In einem Restaurant kam ich mit einem Österreicher ins Gespräch, der sein Geld an der Börse gemacht hat und nun – ich schätzte ihn auf Mitte 40 – seit einigen Jahren auf Koh Samui lebe. Er meinte, er sei nun gut in Bitcoins investiert, das wäre das nächste große Ding und das der Kurs nur steigen könne, da die Anzahl der Bitcoins begrenzt sei.

Grund genug mich ein wenig mit dem Thema zu beschäftigen. Ich habe deshalb zig Artikel und Youtube-Videos mir angeschaut, um mir eine Meinung zu bilden.

Heute habe ich mal geschaut, was ein großer Denker wie Warren Buffett vom Bitcoin und Kryptowährungen im allgemeinen hält und fand diesen Artikel. Das deckte sich mit meinen Überlegungen.

Also ich halte mich von Währungsspekulationen und  Kryptowährungen nach wie vor fern und setze weiter lieber auf Aktien. Den Produkten und Dienstleistungen kann es egal sein, ob sie mit Dollar, Euro oder vielleicht doch Bitcoins bezahlt werden.

Ergänzung vom 11.01.2018:
In diesem Artikel prophezeit Buffett, dass die Kryptowährungen ein böses Ende nehmen werden. Er wisse nur nicht wann und wie das passieren wird.
Interessant ist aber, was er noch sagt, nämlich dass die Senkung der Körpershaftssteuer von 35 % auf 21 % noch nicht völlig eingepreist ist und US-Aktien trotz hoher Bewertung weiter steigen werden.

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Kommentare
  1. Alexander sagt:

    Hallo ZaVodou,

    Du hast einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Endlich jemand der auch etwas skeptisch gegen über die Euphorie des Bitcoins ist. In meinen Artikel „Platzt jetzt die Bitcoin Blase?“ (http://valueinvestingchronicle.com/kryptowaehrung/platzt-jetzt-die-bitcoin-blase/) vergleiche ich die akutelle Situation des Bitcoins mit drei großen Spekulationsblasen in der Finanzgeschichte. Ich habe durch aus einige Übereinstimmungen finden können. Beim Vergleich ist mir aufgefallen, dass das Sprichwort „Geschichte wiederholt sich“ zutreffen könnte. Leider nehmen einige Akteure nicht Rücksicht auf die Vergangenheit und lernen sie zu verstehen und zu nutzen.

    Ich bin leidenschaftlicher Value Investor und FInanzblogger und möchte Menschen, die Thematik des Value Investing näher bringen. Wie Warren Buffett und Charlie Munger schon sagten „Price is what you oay. Value is what you get!“. Dementsprechend hat ein Bitcoin keinen inneren Wert. Das berichtete W. Buffett bereits in deinen oben genannten Artikel. Bitcoin hat seinen Ursprung als Zahlungsmittel und dabei sollte es bleiben. Leider ist die Gier nach schnellen Reichtum immer noch so sehr präsens, wie zu den Zeiten der Tulpenmanie.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Website und vielen Dank, dass ich einen Kommentar hinterlassen durfte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alexander

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Alexander,
      danke für deinen Kommentar. Einige scheinen sich ja auch des Risikos bewusst zu sein und sehen ihren Einsatz als Spielgeld.
      Bei mir ist es hauptsächlich das fehlende Verständnis. Und was man nicht versteht, darin sollte man nicht investieren.
      Ich habe heute noch mal nachgelesen, wie überhaupt ein Bitcoin entsteht. Bin aber nicht schlauer geworden. Ich habe gelesen, dass 2009 50 Bitcoins in Umlauf gebracht wurden. Die sind also aus dem Nicht entstanden. Genau das, was den heutigen Papiergeldwährungen vorgeworfen wird, nur das ihre Anzahl begrenzt sein soll. Dafür entstehen aber immer mehr Kryptowährungen. Und wohl jeder kann eine erschaffen.
      Ich habe mir mal folgendes Szenario vorgestellt. Ich bin Eigentümer sehr seltener Muscheln, die Muscheln sind in ihrer Stückzahl begrenzt und können auch nicht mehr vermehrt werden. Die Muschelart ist ausgestorben. Eine Fälschung ist nahezu unmöglich.
      Einen Teil der Muscheln bringe ich als Geldersatz in Umlauf und verkaufe sie gegen Euro/USD usw. Die Menschen akzeptieren die Muscheln als Tauschmittel. Manche zahlen nun aber irre hohe Preise für die Muscheln, weil sie sie schön finden. Immer mehr Menschen wollen nun diese Muscheln, weil sie mitbekommen haben, dass man damit sehr reich werden kann.
      Die Muscheln verlieren ihren eigentlichen Sinn als Tauschmittel und werden zum Spekulationsobjekt. Die Preise steigen, weil ihre Anzahl begrenzt ist und die Nachfrage immer höher wird. Jetzt bringe ich wieder ein paar Muscheln in Umlauf. Naürlich zu nun viel höheren Preisen. Der größte Pofiteur ist doch dabei derjenige, der die Muscheln in Umlauf bringt. Auch wenn deren Anzahl begrenzt ist.

  2. Gerhard sagt:

    Es weiss keiner und ich denke die 2000 € sollte es wirklich weg sein, dann ist es eben so.ich war dabei beim crash 2001 hätte ich nicht verkauft hätte ich jetzt sehr viel geld.hatte damals eine basf und bayer für 8 € gekauft..einige firmen die ich hatte gibts nicht mehr..so ca die hälfte meines depots ist verschwunden..aber die andere hälfte wäre jetzt ein ziemliches vermögen wert.wie auch immer..bei bitcoins und altcoins denk ich jetzt nicht viel nach und lasse sie liegen bis es sich ordentlich aus zahlt.vielleicht werden ja aus meinen 2000 € in 5 jahren ein ordentliches grundstück 😄

    • ZaVodou sagt:

      Mal seh’n, ob es noch 5 Jahre so weiter geht. Eigentlich sollte ja eine Währung/Geld dazu dienen, um Waren oder Dienstleistungen zu bezahlen, wenn die Kurse aber so schwanken ist ein wichtiger Faktor – nämlich Wertstabilität – gar nicht gegeben. Hier sieht man das spekulative Element, aber vielleicht klappt’s ja.
      Fragt sich nur, wo das ganze Geld, dass in Kryptowährungen getauscht wird hin geht. Wahrscheinlich in Aktien und Immobilien.

  3. Gerhard sagt:

    Ich war der selben meinung was bitcoins betrifft.allerdings weiss es keiner was daraus wird.geht aber der bitcoin wirklich durch die decke,dann würde dich eine investition von 2000 € sehr vermögend machen und verschwindet er,dann überlebst du diesen verlust.ich sehe es so,dass die chance aus wenig geld derart grosse summen zu machen nur alle 50 jahre kommt.wird der bitcoin auf 1million kommen dann sind 0,2 bitcoin sehr viel wert.wer weiss..ich bin dabei.auch etherium und litecoin habe ich.litcoin bin ich mitlerweile 400 prozent im plus.ich würde es mir echt überlegen.einfach 2000 € riskieren und schauen was in 5 jahren daraus geworden ist.nachdenken bringt da nichts..rein und möglicherweise einen riesen berg an geld kassieren

    • ZaVodou sagt:

      Ich denke, dass Problem wird sein, den Absprung rechtzeitig zu schaffen. Bei der Dot.com-Blase haben auch einige sehr gut verdient, falls sie rechtzeitig verkauft haben.
      Jeder wollte mit ein paar Tausen DM dabei sein und kräftig abkassieren. Die Fondsgesellschaften erhielten schubkarrenweise Geld und wussten gar nicht mehr, wo sie das Geld überall investieren sollten. Die Kurse schossen in aberwitzige Höhen.
      Irgendwie scheint sich Geschichte immer wieder zu wiederholen. Nur in etwas abgewandelter Form.
      In Thailand bieten die Händler T-Shirts mit dem Spruch „Same same but different“ zum kaufen an. Ich glaube der Spruch passt hier ganz gut.

  4. Mit etwas Spielgeld kann man ruhig mal reinschnuppern und zocken. Dann hat man diesen urmenschlichen Drang nicht mehr im Aktiendepot 😉 …

    Ich finde die Technologie hinter Bitcoin sehr interessant und denke, dass die Blockchain in den nächsten Jahren einige Bereiche revolutionieren wird. Man kann jetzt in die Kryptowährungen gehen und bereits daran partizipieren oder warten bis die Dickschiffe mitmischen. IBM scheint dort ein sehr guter Bet zu sein.

    CU Ingo.

  5. Marco sagt:

    Zu diesem Schluss bin ich auch gekommen. Ich kaufe lieber Unternehmensanteile, die von Blockchain profitieren können/werden(?). z. B. IBM oder Allianz

    Gruß,
    Marco

  6. Alexander sagt:

    Mich erinnert das alles an den Neuen Markt. Damals wurde mit allem, das .com im Namen hatte gezockt, heute sind es Cryptowährungen. Da liegen gut 20 Jahre dazwischen, also wieder mal Zeit, eine Sau durchs Dorf zu jagen.

    Die Technik wird sich vermutlich durchsetzen, aber dann wohl eher von den Staaten gesteuert. Eben vergleich mit Bargeld. Ich halte es wie du. In Unternehmen investieren, die einen realen Gegenwert haben, egal mit was bezahlt wird. Sollte man sich merken.

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