News: K+S AG

Veröffentlicht: 9. Oktober 2017 in Neuigkeiten
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09.10.2017
K+S will seine beiden Geschäftsfelder Kali und Salz unter dem Motto „One Company“ zusammenlegen. Diese sollen auf die Kundensegmente Agrar und Industrie ausgerichtet werden. Zuvor wurde noch über eine Aufspaltung in zwei Untenehmen nachgedacht.
Im Rahmen der neuen Strategie „Shaping 2030“ wurden neue Ziele bis zum Jahr 2030 ausgegeben. Das EBITDA soll von 519 Mill. Euro (2016) auf 3.000 Mill. Euro (2030) steigen, was einem Anstieg von 13,35 % jährlich entspräche. Die Kapitalrendite (ROCE) soll dabei dann bei mindestens 15 % liegen. 2016 lag diese bei 3 %. Geplant war bisher ein Anstieg auf 1.400 Mill Euro für 2020, was einem Anstieg von 28,16 % pro Jahr bedeutet hätte, was aber als nicht mehr erreichbar erachtet wird. Link bzw. noch genauer hier.

Ich starte an dieser Stelle, weil K+S eines meiner Sorgenkinder ist, mal eine Hochrechnung für das Jahr 2030, falls alles so eintrifft wie geplant. Auch wenn ich mich dabei lächerlich machen sollte. Ich will einfach mal mit den Zahlen etwas spielen.
Dazu habe ich mir mal die Zehnjahresübesicht von K+S aus dem letzten Geschäftsbericht besorgt:

In den Jahren 2007 und 2013 lag der ROCE bei ungefähr 15. EBITDA lag bei 414 Mio. € (2007) bzw. 907 Mio. € (2013), was zu einem Gewinn pro Aktie von 1,06 € (2007) bzw. 2,38 € (2013) führte. 2030 soll das EBITDA bei 3 Mrd. € liegen. Diese Zahlen ins Verhältnis gesetzt komme ich auf einen Gewinn pro Aktie von ca. 7,50 € für 2030. Das Durchschnittliche KGV der letzten 10 Jahre von K+S lag bei ca. 14, so dass der Kurs von K+S im Jahre 2030 bei ungefähr 105 € liegen müsste (KGV 14 x 7,50 €). Der Kurs gibt heute mal wieder nach und liegt aktuell bei 21,80 €. Wenn man also heute zu diesem Kurs einsteigen würde (dies ist keine Kaufempfehlung!) und 2030 einen angenommenen Kurs von 105 € hätte, entspräche dies einer jährlichen Wertsteigerung von 12,85 % bei 13 Jahren (2017-2030) ohne Berücksichtigung der Dividende.

02.05.2017
Die Legacy-Mine ist am 01.05.2017 in Betrieb genommen worden, doch die Startbedingungen sind denkbar schlecht. Überkapazitäten und starker Konkurrenzkampf.  Die Tonne Kali kostet um die 210 USD. Weit weg von den über 800 USD, die einst gezahlt wurden. Zudem sollen die Läger der Konkurrenz näher am Verbraucher sein.
75 % der Produktion sollen aber sowieso über Vancouver nach Übersee gehen. Man produziert jedoch teurer. Potash = 121 USD/t vs. K+S Legacy = 151 USD/t. Link.

19.03.2017
K+S kürzt die Jahresdividende um 73,91 % von 1,15 EUR auf 0,30 EUR. Link zur Unternehmensseite.

25.08.2016
Stühlerücken bei K+S. K+S bekommt 2017 neuen Chef. Finanzvorstand Burkhard Lohr (53) löst 2017 Norbert Steiner (61) als Vorstandsvorsitzenden ab, der dann in Rente geht.

10.03.2016
K+S will die Jahresdividende um 27,77 % von 0,90 EUR auf 1,15 EUR anheben. Das bereinigt Ergebnis belief sich auf 2,83 EUR (Vorjahr: 1,92 EUR). Die Ausschüttungsquote liegt somit bei 40,6 %. Ergebnisse für 2016 sollen deutlich niedriger ausfallen.

05.10.2015
Die Aktienkurse haben es schon angedeutet. Jetzt ist es offiziell. Potash gibt den Kampf um die Übernahme der K+S AG auf und zieht sein Angebot von 41,00 EUR zurück. Die K+S Aktie fällt um 20 % auf 24,75 EUR.

07.09.2015
Potash intensiviert Übernahmekampf um K+S. Potash lässt sich hierbei von Bank of America Merill Lynch und Morgan Stanley beraten- Der Vorstand von K+S dagegen von Goldmann Sachs und Rothschild.
Hedgefonds halten sich bislang raus, weil sie glauben, dass es zu keiner Übernahme kommt, weswegen der Kurs weit unter den von Potash gebotenen 41 Euro pro Aktie liegt.

26.06.2015
Übernahmeangebot: Potash will pro K+S-Aktie mehr als 40 Euro zahlen.
Potash will durch den Kauf Größenvorteile in einem langfristig attraktiven Wachstumsmarkt erreichen.

12.03.2015
K+S hebt die Jahresdividende an. Von 0,25 EUR auf 0,90 EUR bzw. um 260 %. Recht beachtlich, aber man muss berücksichtigen, dass die Dividende mal bei 1,30 EUR lag. Mal sehen, wie sich das auswirkt, wenn die neue Mine in Kanada im nächsten Jahr in Produktion geht und man dann noch günstiger produziert.

13.03.2014
K+S kürzt die Dividende drastisch von 1,40 EUR auf 0,25 EUR.
Dies entspricht einer Reduzierung von ca. 82 % gegenüber dem Vorjahr. Laut Bericht werden 11 % des Gewinns als Dividende ausgeschüttet, somit lag der Gewinn bei ca. 2,27 EUR. Normalerweise sollen bei K+S ca. 40-50 % des Gewinns ausgeschüttet werden, weshalb ich mit einer Dividende so um die 1,00 EUR  rechnete.
Das die Dividende gekürzt werden würde war klar. Das dies aber so drastisch werden würde, war nicht so klar und zeigt wieder einmal, dass deutsche Unternehmen im Gegensatz zu US-amerikanischen Unternehmen nicht viel Wert auf Dividendenkontinuität legen, obwohl man K+S natürlich besondere Umstände für die Kürzung zugestehen muss.
Somit beträgt meine Einstandsrendite bei einem Kaufkurs von 27,00 EUR nur noch 0,92 %. Ärgerlich, aber ich hatte damals beim Kauf  der Aktien gleich geschrieben, dass ich K+S eher als Turn-around-Spekulation sehe, als einen reinen Dividenden(wachstums)wert. Nur wäre es mir natürlich lieber gewesen, wenn mir das Warten auf bessere Kurse mit einer Dividendenrendite von 3-4 % versüsst worden wäre.

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Kommentare
  1. Mittlerweile sind wir wieder bei 21,75€ angelangt. Wer hätte das noch vor ein paar Monaten gedacht. Ich leider nicht. Ich werde trotzdem K+s erstmals in meinem Aktiendepot behalten, da ich vom Unternehmen sehr überzeugt bin. Vielleicht spielt die nächsten Monate noch der Winter etwas mit, damit es etwas besser in der Streusalzsparte läuft.

    • ZaVodou sagt:

      Verkaufen wäre ja auch blöd, wenn vor nicht all zu langer Zeit ein Mitbewerber noch bereit war das Doppelte zu zahlen.
      Momentan herrscht wieder mal Unsicherheit an den Börsen. Da kauft man eher zu.
      Das gilt auch für K+S. Auch Potash sieht interessant aus. Aufgrund der Quellensteuerproblematik aber für mich weniger interessant.

  2. investoar sagt:

    Als ich gestern die Nachricht las, dass der Kurs von K+S um 25 % durch die Decke gegangen sei, habe ich mir im ersten Moment überlegt, wie schön es wäre, hätte ich bei der K+S-Aktie zugegriffen, als diese angeschlagen war. Es ist wie bei Kraft oder Heinz.

    Aber ist es nicht eigentlich sinnvoller, in das übernehmende Unternehmen zu investieren, als sich über einen kurzfristigen Kursanstieg des übernommenen Unternehmens zu freuen?
    Hat nicht dieses Unternehmen in Zukunft nicht viel mehr von diesem Deal, wird dadurch profitabler und erhält eine viel bessere Position am Markt?

    Ist es also nicht besser in Potash zu investieren? Und in Berkshire Hathaway, die erst Heinz übernommen haben und dieses Unternehmen jetzt mit Kraft vereinen? Eigentlich sollten diese Unternehmen doch langfristig die Gewinner solcher Transaktionen sein. Und die Kurssprünge sind lediglich eine Entschädigung im Hier und Jetzt, weil man zukünftig nicht mehr dabei sein wird.

    • ZaVodou sagt:

      Erst mal zahlt das übernehmende Unternehmen einen netten Aufschlag. Das dürfte sich trotz Abgeltungssteuer rechnen. Das Geld könntest Du dann ja in das übernehmende Unternehmen investieren.

      • investoar sagt:

        Aber wir Dividendeninvestoren kaufen Unternehmen nicht in der Hoffnung, dass diese möglichst bald übernommen werden, sondern weil wir davon ausgehen, dass wir noch sehr lange eine möglichst stetig steigende Dividende erhalten werden.

        Wenn ich nun K+S oder Kraft hielte, hast du sicherlich recht. Wobei ich mir bei Kraft die Frage stelle, ob ich einfach bei Heinz-Kraft bleiben soll, oder ob ich die entstanden Kursgewinne Herrn Buffett gebe, auch wenn die Dividende dort erstmal gänzlich wegfällt. Meine Gedanken zu Berkshire veröffentliche ich noch unter deinem entsprechenden Artikel.

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