Was ist die Quintessenz aus Deiner Zeit als Aktienanleger?

Veröffentlicht: 7. Januar 2017 in Fragen
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Du legst schon seit über 20 Jahren Dein Geld in Aktien an. Was ist die Quintessenz, also das Wichtigste bzw. das Wesentlichste, dass Du den Lesern nach dieser Zeit mitteilen kannst.

Viele Anleger betreiben keine richtige Aktienanlage. Sie versuchen das schnelle Geld zu machen. Sie kaufen Pennystocks , Aktien von irgendwelchen vielversprechenden Minengesellschaften oder sind auf der Suche nach der nächsten Microsoft, Google oder Apple. Oder sie traden hin und her.

Das investierte Geld ist so meist schnell weg oder hat sich zumindest drastisch reduziert. Wer ein wenig Zeit mitbringt braucht dies alles gar nicht tun.

Das Beste ist sein Geld ganz einfach in solide Dividenden(wachstums)aktien anzulegen, die man zu einigermaßen vernünftigen Kursen kauft, um diese möglichst lange zu halten. Am besten für immer.

Eine Kaufgelegenheit ergibt sich meist, wenn es gerade irgendwelche Probleme bei einer Firma gibt und der Kurs deshalb sich im Sinkflug befindet, man aber davon ausgehen kann, dass die Firma diese Probleme wieder in den Griff bekommt.

Eine andere gute Möglichkeit ergibt sich oft, wenn der gesamt Aktienmarkt am einbrechen ist. Dann fallen meist auch die Kurse von ganz soliden Unternehmen. Das ist meist die beste Möglichkeit. Kostet aber eine Menge Mut, weil man sich gegen den Trend stellen muss und man nicht weiss, wann dieser Abwärtstrend zu Ende ist.

Meist fallen nach dem Kauf die Kurse noch weiter und man ärgert sich, weil man zu früh gekauft hat. Dafür besteht jedoch kein Anlaß. Wenn man etwas günstig gekauft hat, sollte man sich freuen. Wichtig ist in so einer Phase, dass man sich nicht von weiter fallenden Kursen verunsichern lässt und nicht verkauft.

Ich bin kein Freund des stetigen Zukaufens. Man sollte nur kaufen, wenn der Kurs einigermaßen vernünftig ist. Wenn man der Meinung ist, dass die Kurse zu hoch sind, dann sollte man einfach solange aussetzen, bis sich eine Möglichkeit ergibt. Diese kommt bestimmt.

Bei Einzelaktien ist das eher der Fall, als wenn man auf ganze Märkte wie den S&P 500 setzt. Ein Grund mehr dafür, dass ich auf Einzelaktien statt auf ETFs setze.

Man sollte eine Aktie nicht unbedingt kaufen, weil sie  günstig ist, sondern sollte auch immer die Qualität mitberücksichtigen. Ein Umstand, der bei mir immer mehr Gewicht einnimmt und mich immer kritischer werden lässt. Und plötzlich merkt man, dass die Auswahl an Aktien gar nicht mehr so groß ist, die man wirklich dauerhaft in seinem Depot haben möchte.

Wenn man das einige Jahre durchzieht – so zehn Jahre – wird sich der Erfolg ganz automatisch einstellen.

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Kommentare
  1. Alexander sagt:

    Genau die gleichen Erfahrungen habe ich auch gemacht. Ich bin einzig ein Freund des regelmäßigen Nachkaufens, einfach weil ich nicht so viel Geduld habe fünf Jahre auf eine gute Gelegenheit zu warten.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Alexander,

      ja, da unterscheiden wir uns wohl.
      Du kaufst öfter in kleineren Mengen. Ich dafür weniger oft in etwas größeren Mengen.
      Ich versuche es so wie beim täglichen Einkauf zu machen. Kaufen, was im Angebot ist. Besonders dann, wenn es meine Lieblingsprodukte sind. Fünf Jahre muss ich da nicht warten.
      Das machen nur die super Geduldigen. Die warten auf die ganz großen Schnapper. Sozusagen auf die Rausverkäufe. Das fällt mir aber bei so niedrigen Zinsen wie momentan auch zu schwer.

      Ahoj
      ZaVodou

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