Biotechs unterbewertet

Veröffentlicht: 4. Oktober 2016 in Lesenswerte Artikel, Shoutbox
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Tim McAleenan Jr. (The Conservative Income Investor) hält Biotechs momentan für unterbewertet. Er empfiehlt in diesem Fall keine Einzelaktien, sondern einen Indexfonds und zwar den iShares Nasdaq Biotechnology Index (IBB), der zurzeit ein KGV von 13 ausweist.
Allerdings mit einem Ausgabeaufschlag von 3 % und einer Verwaltungsgebühr von 0,48 % nicht gerade günstig. Zudem ausschüttend, was ihn nicht gerade steuereinfach machen dürfte.

Mir gefällt hier als Einzelaktie Amgen ganz gut. Hat allerdings ein KGV (ttm) von 17,11.

Meinungen?

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Kommentare
  1. Sven sagt:

    Gilead Sciences KGV von 7; 52W Tief: 70,83 USD; aktueller Kurs: 73,94 USD. Zahlt zwar noch nicht lange Dividenden, aber der Anstieg von 2015 zu 2016 von 9,3%, bei einer Ausschüttungsquote von ca 15% scheint aus meiner Sicht gerade eine gute Kaufgelegenheit zu sein.

    • ZaVodou sagt:

      Wie du schon bemerkt hast fehlt Gilead die Dividendenhistorie, weswegen ich Gilead für ein konservativ ausgerichtetes Dividendendepot weniger geeignet halte.
      Gilead ist optisch mit KGV von 7 wirklich sehr günstig. Allerdings hat man zwei Rivalen im Hepatitis-C-Markt dazubekommen gegen einen führt man zudem Prozesse wegen Patente. Außerdem hat man mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen zu kämpfen. Mir gefallen die Aktienrückkäufe gerade bei diesem KGV sehr gut.
      Philip Fisher meint Patente wären nicht so der Bringer für Langfristanleger, weil die irgendwann mal auslaufen.

      Kennst du dich im Hepatits-C-Markt aus? Ist Gileads Medikament besser als das der Rivalen?
      Wie werden sich die sinkenden Preise durch die Rivalen auswirken? Wird man seitens der Regierung gegen die hohen Preise vorgehen? Kann man trotzdem noch genügend Gewinne erzielen oder werden sie noch mehr einbrechen? Kannst du das einigermaßen abschätzen?

      Fazit: Mehr was für den risikoreichen Anleger.

      • Sven sagt:

        Der Gewinn könnte um 80% einbrechen und trotzdem läge die Ausschüttungsquote noch unter 75%, das ist ein guter Puffer. Deine Fragen kann ich dir nicht beantworten.

  2. Micha sagt:

    Guter Tip ist BB Biotech. Eine Beteiligungsgesellschaft an Biotech Unternehmen, ohne eigenes Geschäft – ein fast-ETF sozusagen. Anders als beim ETF sitzt dort ein Team, das die Investments gründlich prüft und gezielt auswählt. Ob man das gut findet, sei dahin gestellt, denn das kostet natürlich letztlich genauso wie bei einem Fonds (einfache Antwort: gut ists dann, wenn die Performance über dem IBB liegt). Die Firma schüttet eine üppige Dividende aus.

    • ZaVodou sagt:

      Danke Micha. Könnte eine Möglichkeit sein. Wurden ja jahrelang unter ihrem NAV gehandelt.
      Bei BB Biotech muss man allerdings acht geben. Noch haben die einen Verlustvortrag. Ist der mal weg, muss man schweizer Quellensteuer bezahlen. Mit dem Umstand des zurückforderns.

      Ahoj

      • SwissDGI sagt:

        Hallo ZaVodou

        ich habe seit einiger Zeit BB Biotech in meinem Depot. Der Vorteil der Aktienform aus meiner Sicht: Die können auch an kleineren Startups und nicht gelisteten Unternehmen beteiligen und haben eine jahrzehntelange Erfahrung.

        Eine kleine Korrektur: Die verrechnungssteuerfreie Auszahlung ist kein Verlustvortrag sondern Ausschüttung von Kapital (Agios früherer Emissionen). Dieser ist bei BB mittlerweile ausgeschöpft, in diesem Jahr gab es eine Teilausschüttung als „Capital Gain“, aber auch schon wieder eine reguläre Div mit 35% eidgenössischer Verrechnungssteuer. Als in der Schweiz lebender Investor ist mir das mit der VSt relativ egal. die steuerfreie Kapitalrückzahlung könnte in DE aber auch steuerliche Folgen haben (da kenne ich mich nicht so aus), da es eigentlich die „cost base“ reduziert und ggfs. beim Verkauf der Abgeltungssteuer unterliegt…

        Weitere Alternativen: Roche Genussschein, Pfizer,

        LG

        PS: Schöner Blog, ich schaue schon seit einiger Zeit immer mal wieder rein.

        • ZaVodou sagt:

          Eine kleine Korrektur: Die verrechnungssteuerfreie Auszahlung ist kein Verlustvortrag sondern Ausschüttung von Kapital (Agios früherer Emissionen). Dieser ist bei BB mittlerweile ausgeschöpft, in diesem Jahr gab es eine Teilausschüttung als „Capital Gain“, aber auch schon wieder eine reguläre Div mit 35% eidgenössischer Verrechnungssteuer

          Hallo Swiss DGI,

          danke für die Richtigstellung. Bisher war die Handhabung jedenfalls steuertechnisch für Deutsche unproblematisch. Kein Abzug. Jetzt trifft aber wohl genau das ein, was schlecht ist (35 % Quellensteuerabzug) und warum ich mir bisher keine schweizer Titel ins Depot gelegt habe, weil ich mir den Aufwand der Rückerstattung ersparen will.

          Ahoj

  3. Timo sagt:

    Das ist ein ETF, der hat keinen Ausgabeaufschlag , allerdings an deutschen Börsen einen Spread von ca. 1,5% gegenüber von ca. 0,05% in USA. Mit 183 Aktien in dieser hochvolatilen Sparte m. M. nach nicht überteuert. Der grosse Nachteil für den deutschen Anleger: der ETF ist intransparent und damit steuerlich sehr nachteilig.

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