Soll ich Geldbestände anhäufen?

Veröffentlicht: 30. September 2016 in Fragen
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Manche empfehlen ja stetig und stur zu investieren. Zum Beispiel in einen Indexfonds oder einen ETF wie den S&P 500.

Schauen wir uns aber mal an wie das Warren Buffett  – einer der Großen der Zunft – handhabt.

Gemäß dem Artikel hat er also Geldbestände von mittlerweile 72 Mrd. angehäuft.

Warum kauft er nicht stetig und stur dazu?

Würde man jetzt z. B. in den S&P 500 investieren würde man stetig und stur zu historisch hohen Bewertungen kaufen.

Dividendeninvestoren hätten es hier schon etwas besser, da sie ja keinen Markt kaufen, sondern einzelne Aktien. Unter 500 Aktien würde sich schon eher noch die ein oder andere kaufenswerte Aktie finden.

Und wie macht es Buffett? Buffett wartet ab. Er steht am Seitenrand und wartet geduldig bis der Markt ihm eine Gelegenheit eröffnet.

Buffett hält immer einen gewissen Betrag X in Cash zur Verfügung. Also keinen gewissen Prozentsatz von seinem Vermögen, sondern eine mehr oder weniger feste Größe von 50 Mrd. USD. Das dieser bereits auf 72 Mrd. USD angewachsen ist, zeigt, dass es momentan schwierig ist attraktive Unternehmen zu finden, wobei er natürlich auf eine Gewisse Größe bei seinen Transaktionen schauen muss. Da haben wir Kleininvestoren Vorteile.

Und genau das würde ich auch vorschlagen. Abwarten bis man denkt, dass man zu einem vernünftigen – besser natürlich günstigen – Preis  kauft. Ist der bei keiner Aktie momentan gegeben einfach das Geld weiter anhäufen.

 

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Kommentare
  1. Hallo ZaVodou,
    ich freue mich, dass es noch andere Blogger gibt, die von der momentan gängigen „Immer-kaufen“ Philosophie abweichen. Ich selbst finde momentan auch vieles zu teuer: http://konservative-aktien.com/was-tun-bei-hoechststaenden-an-den-aktienmaerkten/

    Gruß
    Jonas

    • ZaVodou sagt:

      Dann bin ich ja nicht alleine.
      Ich muss mich eben nur wundern, wenn alle einen auf Buffett machen wollen. Sich massig Bücher über Value-Investing reinziehen und es dann doch anders machen.
      Ich denke sogar, dass ich noch viel zu lasch bei meinen Vorgaben bin. Charlie Munger soll schon seit ettlichen Jahren nichts mehr gekauft haben.
      Das sind die wahren Cracks. Warten bis mal wieder Weltuntergangsstimmung herrscht. Ich habe nur Angst, dass zwischenzeitlich das hier mit meinem Geld passieren könnte. Dann natürlich nicht mit 0,03 %, sondern mit viel höheren Zinssätzen.

      Ahoj
      ZaVodou

  2. H.Schröder sagt:

    Wenn das so einfach wäre….:-)
    Wenn man davon ausgehen kann, dass man irgendwann bessere Kaufkurse bekommt gäbe es ab morgen keine Käufer mehr an der Börse sondern nur Verkäufer. Da aber keiner in die Zukunft schauen kann, hält sich das halt die Wage.
    Der Vorteil von Dividendenaktien ist halt, dass der aktuelle Kurs erst in zweiter Linie interessiert, vielmehr richtet man sein Augenmerk auf einen stetig wachsenden passiven Geldstrom.
    Diesen reinvestiere ich aktuell über Aktiensparpläne.
    Für das eine oder andere Schnäppchen hat man natürlich ein wenig Cash.

    • ZaVodou sagt:

      Das weiss keiner, ob es morgen bessere Kaufkurse gibt. Mir geht es nur darum, dass mann erkennen muss, wann etwas teuer ist und wann nicht. Und wenn etwas teuer ist kauft man es nicht.
      Das ist meine Meinung. Ich habe nie irgendwelche automatisierten Käufe getätigt. Dividende kassieren und dann schauen, ob was günstig zu haben ist. Wenn nicht. Warten.

      Ahoj
      ZaVodou

  3. Hinter Deiner Empfehlung wie Warren Buffet zu agieren, liegen zwei äußerst fragwürdige Annahmen:
    1) Dass es jedem Investor möglich ist, Investment-Möglichkeiten genauso wie Warren Buffet zu bewerten und einzuschätzen (Warren Buffet ist in der Definition vieler, der großartigste Investor aller Zeiten…)
    2) Dass jeder Investor die gleichen Investment-Möglichkeiten wie Warren Buffet hat – also Zugang zu den gleichen Deals hat (Ich denke an seine Investments in Goldman Sachs oder auch der Kraft-Heinz-Deal!)
    Wenn man beide Annahmen als fragwürdig ablehnt, frage ich mich, warum man dennoch wie Warren Buffet agieren soll.

    • ZaVodou sagt:

      Wer sich nicht zutraut Aktien zu bewerten, sollte keine Einzelaktien kaufen.
      Es ist mein Gegenentwurf zum stetigen und sturen Kaufen bzw. Dollar-Cost-Averaging wie das auch genannt wird.

      Ahoj
      ZaVodou

      • H.Schröder sagt:

        Ja gut, die einen kaufen „stur“ in regelmäßigen Abständen immer für den gleichen Betrag Aktien, die anderen „stur“ Aktien indem man einfach die Entwicklung der letzten Jahre auf die nächsten 20 Jahre hochrechnet….:-)

        Bitte den Smiley beachten…..

        • ZaVodou sagt:

          Ja, so hat jeder seine Methode.
          Ich mache lieber ein paar – für andere vielleicht unsinnige – Hochrechnungen und schaue, ob die Wahrscheinlichkeit unter nicht all zu optimistischen Vorgaben überhaupt gegeben ist, eine gewisse Rendite zu erzielen.
          Wenn ich die Rendite nicht erreichen kann sehe ich von einem Kauf ab. Da bin ich stur.

          Ahoj
          ZaVodou

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