Wie viel seines Einkommens man mindestens fürs Alter zurücklegen sollte

Veröffentlicht: 9. Mai 2016 in Shoutbox
Schlagwörter:,

40 Prozent der Deutschen spart überhaupt nicht. Oft liegt es nicht am fehlenden Geld. Die Nichtsparer verteilen sich über alle Bildungs- und Einkommensklassen! (Hätte ich nicht gedacht. Ich dachte, dass es tatsächlich am Geld läge).

Im Alter kommt man mit  ca. 70-80 % vom jetzigen Nettoeinkommen aus

Mit einer Sparquote von 4 % vom Bruttoverdienst, könnte man im Alter schon die größten Lücken stopfen.
Das Altersvorsorgeinstitut DIA rät allerdings zu einer Sparquote von mindestens 8 % vom Bruttoverdienst.

Quelle

Advertisements
Kommentare
  1. Fliegerone sagt:

    Hallo ZaVodou,
    da sprichst Du ein sehr großes Problem an.
    Wer für’s Alter sparen will, wird nicht nur von den Vertreibern der Riester- und Rürupverträge oder anderen Staatsverträgen geschröpft, auch der Staat hält dann in Form von Steuern zum igsten-mal die Hand auf, bis dahin wurde das Geld bereits mehrfach versteuert und dann am Ende nochmal.
    Im Moment werden die Selbstvorsorger nicht gefördert, wie Du sagtest, in Zukunft werden die Selbstvorsorger vermutlich mehr gemolken, als es Ihnen lieb ist, denn bei den Leuten liegt ne Menge Geld, das der Staat sich holen kann und ausserdem könnte es sein, dass die Versorgten Leute nicht mehr so anpassungsfähig sind……
    Viele Grüße
    Raymund

  2. deutschlandssterne sagt:

    Um eine ausreichende Altersvorsorge zu betreiben, sollte man stets 10% seines Bruttoeinkommens sparen. Ob es sich um gute oder schlechte Zeiten handelt, darf keine Rolle spielen. 10% vom Budget eines Studenten in Höhe von 1500 EUR ist 150,00, 10% vom Brutto eines Chefarztes von 7.000,00 EUR ist 700,00 EUR. Aber wenn er es als Student nicht lernt wird er es als Chefarzt später nicht tun.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo DS,
      eine Sparquote von mindestens 8 % vom Buttoeinkommen wird empfohlen, um die Rentenlücke zu schließen. Mehr ist natürlich immer besser. Aber selbst bei den 8 % werden sich wohl Viele schwer tun.

      • deutschlandssterne sagt:

        Ich gebe Ihnen recht, daß sich viele sehr schwer tun werden, für manche werden es sogar schmerzhafte Entbehrungen sein. Doch was ist die Alternative. Im Alter gibt es keinen Anspruch auf „Hartz IV“ sondern lediglich auf Grundsicherung. Bis auf einen kleinen Notgroschen verliert man alles, Haus und Hof. Die Wahrheit ist oft eine Enttäuschung. Aber eine Enttäuschung ist auch immer das Ende einer Täuschung!

  3. Fliegerone sagt:

    Hallo ZaVodou,
    ich kann mich Deinen Äußerungen nur anschließen.

    Diese Überlegungen haben mich auch um 1989 dazu gebracht, meine Situation auf dieser Welt zu überdenken. Ohne eigene Ahnung habe ich den Bankangestellten vertraut und in Fonds investiert. Drei Jahre später bin ich dahinter gekommen, warum immer nur eine kleine Prozentzahl Gewinn bei mir ankam. Also Fonds gekündigt und alles in Aktien gesteckt, seit dem halte ich eine Aktienquote von 95 Prozent.

    Wie ich schon geschrieben habe, habe ich immer den monatlichen Rest in Aktien investiert, das konnte mal nur ein Hunderter sein oder auch 1000 Euro vom Weihnachtsgeld.
    Heute kann ich mir allein von den ausgezahlten Dividenden einige Hundert Aktien jährlich kaufen und füge immer noch zusätzlich das monatlich nicht benötigte Geld hinzu.

    Allerdings lebe ich auch hier und jetzt mein Leben und verkneife mir Nichts.
    Ich denke, das für meinen Erfolg
    a) die Ausdauer / das Durchhaltevermögen
    b) keine Gier
    d) nicht über seine Verhältnisse zu leben (keine Schulden zu machen),
    c) seine Geldausgaben vorher zu überdenken (mehrere Urlaube im Jahr, neue Autos?)
    d) sich mit Aktie zu beschäftigen
    und andere Überlegungen ausschlaggebend war.

    Die Angabe einer Prozentzahl finde ich nicht ausschlaggebend, weil jeder im Monat unterschiedliche Bedürfnisse und Verpflichtungen hat, daher kann man nicht immer den
    gleichen Prozentanteil anlegen. Man muß halt in Monaten, wenn besonders viel Geld zur Verfügung steht, auch wirklich einen großen Teil dieser Gelder anlegen. Man muß einfach lernen, überhaupt Geld abzuzweigen und anzulegen und nicht, wenn mehr Geld zur Verfügung steht, die Ausgaben zu erhöhen.

    Aber wenn Du gern eine Zahl hören würdest. Ich hatte mir damals selbst die untere Grenze von 10-20 Prozent meines monatlichen Geldeingangs gesetzt, die ich immer mindestens anlegen wollte und diese Grenze habe ich immer mehr als erreicht. Im Schnitt werde ich wohl eine Untergrenze von 20 Prozent haben.
    Heute bin ich sehr froh darüber, denn nur so kann man sich auf lange Sicht unabhängig von anderen Geldquellen machen und das ist wirklich ein sehr angenehmes Gefühl.

    Aber vor der Überlegung der regelmäßigen Anlage kommt das Problem des eigenen inneren Schweinehundes.
    Wenn Jemand regelmäßig neue Autos fahren will (womöglich noch auf Pump) ist Vorsorge nicht möglich, wenn lange Aida-Urlaube zweimal im Jahr der Geldanlage vorgezogen werden, weil so etwas ja „nötig“ ist, ist Vorsorge nicht möglich und wenn man mehr ausgibt als reinkommt ist einfach garnichts möglich.
    Das sind die Probleme, über die die Leute sich erstmal Gedanken machen sollten, denn wer sein Geld verschleudert kann nicht vorsorgen. Statt zwei/drei Urlaube nur einen zu machen oder kein Auto auf Pump zu kaufen ist offensichtlich für viele Menschen undenkbar.
    Daher freut sich dieser Staat, denn mündige Bürger wachsen nur vereinzelt nach.

    Dir viele Grüße
    Raymund

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Raymund,

      Deine 10-20 % vom Geldeingang, also vom Nettoeinkommen, dürfte dann der Empfehlung 8 % vom Bruttoeinkommen recht nahe kommen.

      Ich denke, dass jeder auch eine gewisse Eigenverantwortung hat. Wer nicht spart, muss eben später Abstriche machen und sich evtl. mit Grundsicherung begnügen.

      Ich habe die Abstriche – so wie Du – eben schon vorher gemacht und ernte nun die Früchte. Delayed Gratification, wie der Ami sagt.

      Schade finde ich nur, dass der Staat, diejenigen, die fürs Alter sparen wollen, die Eigenverantwortung übernehmen, nicht genügend unterstützt.
      Nach 15 Jahre Riester zu merken, dass ein Großteil des angelegten Geldes gar nicht bei dem Anleger ankommt, sondern in den Taschen der Vertreiber von Riesterprodukten verschwindet mit den Worten abzutun: Ja, da müsste man mal was machen“, finde ich schäbig und nenne es Steuerverschwendung.

  4. Fliegerone sagt:

    Hallo,
    da hier wohl keine Antwort von Lesern kommt schreib ich Dir einen Kommentar, auch wenn er vielleicht von den üblichen Vorstellungen abweicht.

    Erstens brauche ich nicht 70-80 Proz. vom lezten Nettoeinkommen zum Leben, sondern mehr wie heute im Berufsleben, denn ich habe mehr Zeit und will nicht den ganzen Tag in der Wohnung sitzen, sondern raus und was erleben…………………

    Ich habe noch nie in meinem Leben über eine Sparquote nachgedacht und finde es auch überflüssig, denn ich lebe mein Leben ganz normal und lege allerdings alles, was am Monatsende übrig ist in Aktien an. (Ich bin kein Großverdiener!)

    Das große Problem am Vermögensaufbau an der Börse liegt doch daran, dass die Menschen keine Ausdauer haben, denn man sollte in Jahrzehnten denken, keine Selbstbeherrschung gute Aktien zu suchen, sondern greifen überwiegend zu Risikopapieren oder wissen nicht, welches Unternehmen sie gerade gekauft haben, da sie z. B. an Hand von Werbund kaufen.

    Das nur mal als Denkanstoß, worauf man sich konzentrieren sollte oder als kleine Hilfestellung, um sein Handeln mal selbst in Frage zu stellen.

    Du kennst das Problem vermutlich selbst, wenn Du mit anderen Menschen über Aktien redest…..
    entweder haben sie keine Ahnung und winken ab
    oder sie machen schlaue Sprüche, die nie der Realität entsprechen
    oder sie wettern über diese „Mistpapiere“, weil sie Geld verzockt haben.
    Alle sind sich aber nicht bewußt, das die alleinige Schuld beim Versagen immer beim ANLEGER liegt, ihnen selbst. Aber danach über die blöden Aktien zu meckern ist ja bekanntlich leichter.

    Ich höre des Öfteren von gebildeten und studierten Menschen Sachen, die man nur als „dummes Gerede“ bezeichnen kann, weil sie keinen blassen Schimmer haben, was sie da eigentlich machen.
    Frei nach dem Motto: Machne ja alle, woanders bekommt man ja nichts mehr.
    Wenn man allerdings schon Aktien kauft, dann sollte man sich zumindest ein klein wenig Wissen aneignen, um zu wissen was mit dem eigenen Geld gerade passiert.

    Vermutlich werde ich irgendwann einfach den Mund halten, wenn das Thema Aktien auf den Tisch kommt, denn ich kann die Personen, die entsprechende Gesprächspartner wären, an einer Hand abzählen und das finde ich sehr traurig.

    Viele verzocken ihr Geld, drehen der Börse irgendwann den Rücken zu und haben weniger wie vorher.

    Dir viele Grüße und weiterhin gutes Gelingen
    Raymund

    • ZaVodou sagt:

      Danke für Deinen Kommentar, Raymund.
      Mir ging es hauptsächlich darum, den Lesern zu zeigen, wie viel ihres Einkommens sie mindestens sparen müssen, um ihre Rentenlücke zu schließen.
      Meiner Meinung nach reicht es nicht aus nur zu sagen, dass man etwas von seinem Einkommen fürs Alter zurück legen muss, sondern man muss auch sagen, wie viel das ungefähr soll sein.
      Die kürzeste Info ist eine Zahl. 8 % vom Bruttoverdienst lautet die Empfehlung.
      Ich schätze nämlich, dass Einige denken, dass es mit 50 oder 100 Euro getan wäre.

      Mehr ist natürlich besser und wenn Du denkst, dass Du im Alter sogar mehr brauchst, weil Du mehr Freizeit hast, musst Du halt mehr oder länger sparen.
      Das muss jeder für sich entscheiden. Man sollte aber immer daran denken, dass das Leben endlich ist.

      Aktien halte ich für die beste Anlageklasse. Die Historie zeigt, dass diese Anlageklasse die höchsten Renditen brachte. Richtig ist, dass man Ausdauer benötigt und sich bei Fehlschlägen nicht entmutigen lassen soll. Auf was man bei der Aktienauswahl achten soll, das man breiter streuen soll und nicht zu jeden Preis kaufen soll usw. kann man in meinem Blog alles nachlesen, so dass auch der ein oder andere Fehlschlag bei der Aktienauswahl nicht so schlimm ist.
      Wer sich nicht zutraut ein Portfolio aus Einzelaktien zusamennzustellen, soll in Indexpapiere/ETFs anlegen.
      Auch eine Geldanlage in einer selbstbewohnten Immobilie halte ich für o.k. Die Aufwendungen für Miete betragen meist so 25-30 % vom Nettoeinkommen. Wenn man es also schafft, seine Immobilie bis zur Rente abzubezahlen, hätte man auch die Rentenlücke in etwa geschlossen. Das ist wohl das, was viele Deutsche anstreben, weil ihnen Aktien zu riskant sind.
      Schön wäre es, wenn der Staat einem dabei unterstützen würde. Mit Riester tut er dies jedoch meiner Meinung nach nicht.

      Ich denke, dass jeder allerdings auch eine gewisse Eigenverantwortung hat und würde mich allein schon deshalb nicht auf den Staat verlassen, weshalb ich es auch nicht nachvollziehen kann, dass die Leute so geil drauf sind mehr Geld in die Rentenkasse einzuzahlen, dann kann der Staat ja schon wieder bestimmen wie viel und vor allem wann er das Geld in Form von Rente wieder fließen lässt. Das will ich doch möglichst selbst bestimmen ohne von einem Dritten abhängig zu sein, weil dieser mir in Form von Abzügen für früheren Renteneintritt wieder über mich bestimmen kann.
      Außerdem ist das eingezahlte Geld in die Rentenkasse nach dem Tod weg. Wenn man es selbst verwaltet, dann haben auch die Erben noch etwas davon.

      Ahoj
      ZaVodou

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s