Das Erfolgsrezept zum reich werden

Veröffentlicht: 25. August 2015 in Shoutbox
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The prescription for getting rich has always been: find great long-term assets at a fair or better price, and then actually buy them when that moment arrives. Link

Übersetzung: Das Rezept zum reich werden war schon immer: Finde großartige Langfristvermögen zu einem fairen oder (noch) besseren Preis und kaufe sie sobald dieser Moment da ist.

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Kommentare
  1. Alexander sagt:

    Dann bin ich ja beruhigt 😉
    Ich habe mir im Laufe der Jahre auch bestimmte Kriterien zurecht gelegt und bin damit zufrieden. Manchmal fragt man sich eben einfach, ob es etwas gibt, dass man nicht weiß oder nicht beachtet. Aber etwas gesunder Menschenverstand uns finanzielles Basiswissen, dann kann man schon gar nicht mehr so viel falsch machen.

  2. Alexander sagt:

    Da fangen bei mir die Probleme an. Was ist fair oder sogar günstig?
    Vielleicht muss das jeder für sich selber rausfinden.

    • ZaVodou sagt:

      Alexander,
      das ist die Crux beim Aktienkauf. Was ist ein fairer Preis? Man kann diesen auch eher nur schätzen.
      Jason von Dividend Mantra macht das anhand eines Divdend-Discounted-Models (DDM). Valuentum, auf die ich auch ab und an verlinke verwendent ein Discounted-Cash-Flow-Model (DCF). Ich hab meine eigene Methode entwickelt, weil ich nicht gerne im Unendlichen rechne.
      Andere wiederum wollen nicht mehr als das Durchschnitts-KGV der letzten 10 Jahre zahlen.
      Und, ja, es stimmt. Jeder muss für sich schauen, was er für gut erachtet.
      Ich habe jedenfalls nicht nur eine List mit möglichen Kaufkandidaten, sondern auch die Preise, die ich maximal für jede Aktie zahlen möchte.
      Wenn ich aber so manche Kommentare auf Blogs oder in Foren lese, habe ich das Gefühl, dass Viele sich über die Preisfindung weniger Gedanken machen und eher aus dem Bauch heraus kaufen und auf ein mal ins schwimmen kommen, wenn die Kurse stark fallen. Dann bekommen sie eher Panik, anstatt sich zu freuen, dass sie weniger für ihre Aktien zahlen müssen.

      • dividendenhamster sagt:

        Ich denke, dass es immer zwei Risiken gibt. Einmal das Unternehmens-Risiko in das Unternehmen, in welches ich investiere. Andererseits das Markt-Risiko selbst, was in einer Krisenzeit sogar das übergeordnete Risiko werden kann.

        Selbst, wenn ich denke den „fairen Preis“ eines Unternehmens ermittelt zu haben, kann das Markt-Risiko (Crash-, Finanz-, Währungs-Krisen…) den sogenannten „fairen Unternehmens-Marktpreis“ nochmal drücken. Hier kommt es dann aber auch auf das Moneymanagement an…

        Wenn nicht alles so komplex wäre, gebe es noch mehr Millionäre an der Börse. Die meisten Millionäre entstehen allerdings nicht an der Börse sondern in der Wirtschaft mit entsprechenden Geschäftsmodellen…

        • ZaVodou sagt:

          Hier kommt es dann aber auch auf das Moneymanagement an…

          Verstehe ich nicht. Was meinst Du damit?

        • Alexander sagt:

          Das Marktrisiko ist relativ. Möchte ich länger an einem Unternehmen beteiligt sein und bin nicht gezwungen zu verkaufen, brauche ich kein Moneymanagement. Solange das Unternehmen läuft, dann ist der Kurs egal.
          Möchte ich durch Kursgewinne partizipieren oder ein Unternehmen besitzen und langfristig am Geschäftserfolg teilhaben? Hier sind immer die feinen Unterschiede.

          Besitze ich ein Unternehmen, welches nicht an der Börse notiert ist, dann gibt es auch keine Kurse. Da zählt rein das Geschäftsergebnis. Ich muss mir nur überlegen, ob das Geschäftsmodell noch funktioniert. Siehe unsere Energieversorger. Die habe ich schon länger verkauft. Eine Coca-Cola oder meine Ölwerte werde ich nicht verkaufen, nur weil der Markt allgemein runtergeht oder Öl vorübergehend zur Schwäche neigt.

          • ZaVodou sagt:

            Das Marktrisiko ist relativ. Möchte ich länger an einem Unternehmen beteiligt sein und bin nicht gezwungen zu verkaufen, brauche ich kein Moneymanagement. Solange das Unternehmen läuft, dann ist der Kurs egal.

            Ich wollte jetzt nicht Dividendhamsters Ausführung vorgreifen, aber genau so sehe ich das nämlich auch.

            • 1) Wenn ich ein Unternehmen kaufe, habe ich ein Unternehmens-Risiko gekauft. Geschäftsmodell, Wettbewerb, Branchenentwicklung, Innovationen…, spielen dabei eine Rolle.

              2) Kaufe ich in einem Marktumfeld eines Bullenmarktes, und es schliesst sich bspw. eine Finanzkrise an, kann ich zwar zum Zeitpunkt kurz vor der Finanzkrise Unternehmen finden, die aus meiner Sicht „fair bewertet“ sind, allerdings wird mich das übergeordnete Marktrisiko zu dieser Zeit selbst dann in die Tiefe reissen, wenn ich aus meiner Sicht „fair bewertete“ Unternehmen gefunden hatte…

              3) Moneymanagement hat mit vielen Dingen zu tun. Stop-, oder Ausstiegs-Strategien, Gewichtung der Werte im Depot, relative Stärke oder Schwäche von Aktien im Depot sowie Investitionsgrad, also letztlich dem Verhältnis von Cash zum Depot bzw. meinen Vermögenswerten insgesamt…

              Was will ich damit sagen? Angefangen über eine Börsenstrategie, die zur Persönlichkeit passen muss, Unternehmens- und Marktrisiko, Moneymanagement spielen halt mehrere (Einfluss-) Faktoren eine Rolle, die den Erfolg des Investors/Traders ausmachen.

              Es ist darum aus meiner Sicht nicht nur damit getan, sich mit dem Punkt des „fair bewerteten Unternehmens“ zu einer bestimmten Zeit zu beschäftigen…

          • Auch das kann ich nachvollziehen. So lange man im Depot streut und letztlich „nur“ einen längerfristigen Dividendenstrom aktivieren will, nimmt das „Marktrisiko“ über lange Anlagezeiträume ab. Immer unter der Annahme, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens positiv erhalten bleibt. Es zukünftig somit steigende Gewinne und steigende Dividenden gibt.

            • Alexander sagt:

              Ganz klar, wenn ich mich an einem Unternehmen beteilige, habe ich das Unternehmensrisiko.
              Geht der Laden den Bach runter, kann die Börse boomen wie sie will. Aus.

              Aber wie du selber schreibst Investor/Trader. Ein Trader legt wert auf Kursgewinne. Ob kurz- oder langfristig. Meine Ausstiegsstrategie ist, wenn das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Solange Coca-Cola Getränke verkauft und verdient, steige ich nicht aus. Sollte der Wert auf 1 $ sinken, dann kaufe ich die komplette Firma und kassier weiterhin meine Gewinnbeteiligung in Form von Dividenden.

              Eigentlich schreiben wir über unterschiedliche Investmentstrategien.

              Letztendlich ist aber ein Ausstieg, wenn das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, auch eine Form von Moneymanagement (siehe E.ON).

              • Das Thema ist schon ganz interessant und komplex. Selbst, wenn Dividenden-Investoren zunächst nicht als Trader agieren und auch nicht an Kursgewinnen interessiert sind, kann es während des langen Anlagezeitraums trotzdem dazu kommen, dass sie zum Trader mutieren.

                Warum? Ganz einfach, weil nicht viele MENTAL so stark sein werden an ihren Positionen festzuhalten, weil sich Lebensumstände ändern können oder Notsituationen auftreten, die nicht vorbestimmbar sind. In diesem Augenblick werden sie sogar gezwungen, ihre Positionen aufzulösen und dann sind sie ungewollt zum „Trader“ geworden.

                Ich bin mir sicher, dass viele die noch nie einen Crash an der Börse mitgemacht haben in Panik verkaufen werden. Dass viele in Panikzeiten vielleicht auch gar keinen Cashflow mehr haben, um nachkaufen zu können.

                Das ist das einzige worauf ich hinweisen wollte, dass es aus meiner Sicht nicht damit abgetan ist dem obigen Satz

                Zitat: „Übersetzung: Das Rezept zum reich werden war schon immer: Finde großartige Langfristvermögen zu einem fairen oder (noch) besseren Preis und kaufe sie sobald dieser Moment da ist.“

                zu folgen.

                In diesem Zusammenhang fand ich das Buch von Rainer Zittelmann „Reich werden und bleiben“ http://tinyurl.com/nmt6g2f sehr interessant (man verzeihe mir hier die Verlinkung zu meinem Artikel ansonsten gerne löschen)… Den Hauptfehler den wir nämlich als Börsianer (mich eingeschlossen) oft machen, dass die Welt an der Börse reich wird.

                Die meisten Millionäre sind aber durch ihre geschäftlichen Aktivitäten, ihre Ideen und dem Nutzen & Mehrwert den sie einer breiten Masse bieten, zu Millionären geworden.

                Alleine die (Erst-) Investitionen von ZaVodou oder anderen Dividenden-Investoren erfolgen ja aus einem Cashflow der jenseits der Börse kommt, sind also keine Re-Investitionen. Auch Menschen wie Zuckerberg, Bill Gates, Steve Jobs, Elon Musk etc. sind ja nicht durch Erst-Investitionen an der Börse reich geworden…

                • ZaVodou sagt:

                  Dividendenhamster,
                  man hat die Möglichkeit sich selbstständig zu machen oder sich an aussichtsreichen Geschäften zu beteiligen.
                  Ich habe mir Ersteres nicht zugetraut und habe mich deshalb zu Letzterem entschlossen.
                  Es ist nicht das einzige Rezept zum reich werden, aber Eines und zwar ein sehr gutes Rezept und auch so einfach. Da bin ich anderer Meinung als Du.
                  Ich denke eher, dass viele Leute die Sache viel komplizierter machen als sie in Wirklichkeit ist und Risiken eingehen, die sie gar nicht eingehen müssten und dann Aktien von jungen hoffnungsvollen Firmen, „unentdeckten Perlen“ etc. oder aber zu jedem Preis kaufen.
                  Wer die Nerven verliert und seine Aktien verkauft, weil die Kurse drastisch nachgeben, anstatt sich wie Bolle zu freuen, hat die ganze Sache eh nicht verstanden.

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