Neu im Depot – Union Pacific Corp.

Veröffentlicht: 8. Juni 2015 in Transaktionen
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Kauf 04.06.2015 St. 100 zu je 90,00 EUR + 18,00 EUR (Provision) + 5,40 EUR (Courtage) = 9.023,40 EUR

Wieder (nach Kauf von Omega Healthcare) ein reiner US-Play Und auch wieder eine Empfehlung von Jason (DividendMantra), der hier schnon mehrmals kurz hintereinander zugeschlagen hat. Am 06.05.2015+13.05.2015 für 106,43 USD bzw. 102,29 USD und am 01.06.2015 für 100,82 USD. Hier seine Analyse von Union Pacific auf DailyTradeAlert vom 03.05.2015, wo er den fairen Wert bei 120 USD sieht. Er verwendet hierfür einen Dividendendiskontierungsrechner wobei er die jährliche Dividendensteigerung mit 8 % ansetzt und mit 10 % diskontiert. Ich stehe diesen Diskontierungsrechner etwas kritisch gegenüber, da schon kleine Abweichungen zu völlig anderen Ergebnissen führt. Es macht einen großen Unterschied, ob ich mit 10 % oder nur mit 9 % abdiskontiere oder ob ich die Steigerungsrate nur bei 6 % ansiedle. Probiert das mal aus hier ist ein Einstufiger Dividenden-Diskontierungs-Kalkulator.

Wie dem auch sei, die Analysten von Morningstar und S&P Capital IQ sehen jedenfalls – gemäß Analyse von Jason – den fairen Wert ebenfalls bei um die 120 USD.

Der DividendGrowthInvestor hat hier kürzlich ebenfalls UNP analysiert und hält UNP zurzeit für attraktiv bewertet. Er hat selbst eine kleine Position eröffnet. Bei Kursen unter 90 USD wäre er aber noch mehr an UNP interessiert.

Eigentlich wollte ich nicht in Eisenbahnen invesieren, weil diese sehr hohe Sachinvestitionsquoten haben.  Im Falle von UNP lagen die 2014 bei um die 60 %. Coca-Cola hat z. B. lediglich eine Sachinvestitionsquote von so 20-25 %. Trotzdem hat Warren Buffett hier ja investiert und mit Burlington Northern Santa Fe gleich die ganze Firma aufgekauft. Also irgendetwas muss da wohl an Eisenbahngesellschaften interessant sein. Weshalb ich mir die Zahlen angesehen habe.

Die Wachstumszahlen (Quelle:Morningstar) sehen in der Tat sehr gut aus.
UNP-Wachstum

Pro Aktie sehen diese sogar noch etwas besser aus:
UNP-Wachstum-proAktie

Jetzt konnte ich Buffett schon besser verstehen, was er an Eisenbahnen so mag. Ist doch der Transport mit der Eisenbahn von Gütern z. B. 3-4 mal günstiger als mit dem LKW:

Bei den Eisenbahngesellschaften in den USA handelt sich um ein Oligopol. Das sich mehr oder weniger vier große Eisenbahngesellschaften teilen. Warren Buffetts Burlington Northern Sante Fe (BNSF), United Pacific (UNP), Norfolk Sothern (NSC) und CSX, wobei BNSF und UNP sich den westlichen Teil der USA teilen und NSC und CSX den östlichen Teil.

Kann man sich hier mal ganz gut anschauen.

Interessant ist die Strecke die nach Mexiko führt und UNP gehört. Mexiko gilt als Werkbank der USA, so dass zukünftig mit einem steigenden Güterverkehr von und nach Mexiko gerechnet wird.

Wie bewertet man das jetzt? Vor allem bei Wachstumsraten von 20-25 % für Dividenden, FCF und Gewinn und einer Ausschüttungsquote von ca. 30 % in den letzten zehn Jahre.

Solche Steigerungsraten sind auf Dauer nicht durchzuhalten. Das sollte jedem klar sein.
Die voraussichtliche Jahresdividende beträgt 2,20 USD bei einer Quartalsdividende von 0,55 USD.
Bei einer angenommenen Dividendensteigerung von 8 % für die nächsten 20 Jahre müsste ich bei einem Kaufkurs von 100 USD mein Ziel erreichen meinen Einstandkurs wieder draußen zu haben.
Das halte ich angesichts einer relativ niedrigen Ausschüttungsquote von 33 % für machbar.
Div20-UNP

100 USD entsprechen ungefähr 90 EUR. Zu diesem Kurs ging dann auch meine Order am 04.06.2015 durch.

Durch den Kauf von St. 100 dürfte eine Jahreseinstandsdividende von ca. 220 USD (100 x 2,20 USD) entstehen, was ca 200 Euro entspricht.

Zusammen mit dem Kauf von Omega Healthcare, wo ich eine Jahresdividende von 300 Euro erwarte, komme ich wieder auf meine angestrebte halbe Position von 250 Euro, die ich zu einer vollen Position (bei fallenden Kursen) ausbauen könnte.

Kommentare
  1. Union Pacific und Norfolk Southern habe ich auch schon länger auf der Watchlist und es juckt mir in den Fingern, nachdem die Kurse – auf Eurobasis – um gute 20 Prozent zurückgekommen sind. Allerdings haben die US-Eisenbahnen ja operativ auch einige Probleme wegen des dramatischen Einbruchs in der US-Frackingindustrie und dem deutlich geringeren Transport von Kohle. Buffetts BNSF konnte zuletzt wieder sehr gute Zahlen vorlegen zur Berkshire-HV, allerdings waren die vorherigen Zahlen ja auch alles andere als erfreulich. Die relativ hohen Investitionen in Schienen, Loks und Waggons müssen jedenfalls dauerhaft gestemmt werden und Preiserhöhungen dürften aufgrund der Probleme in der Öl- und Gaswirtschaft eher nicht durchzusetzen sein. Hier wirkt sich – und das nicht unerheblich – lediglich der gesunkene Preis für Öl/Diesel aus, denn die Loks der Unternehmen verbrauchen ja Unmengen davon.

    Ich zögere daher noch, in die US-Eisenbahnen zu investieren, auch wenn die Bewertungen langsam wieder in attraktive Regionen kommen und die erwarteten Dividendenrenditen inzwischen ja deutlich über 2 Prozent liegen.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Michael,
      ja, da haben wir alle mit zu kämpfen. Soll ich jetzt schon kaufen oder doch noch lieber warten, weil die Kurse gerade so schön am purzeln sind.
      Ich versuche deshalb möglichst schon vorher einen Kaufpreis zu bestimmen. Wenn dieser erreicht ist, sollte man sich auch einen Ruck geben. Vielleicht erst mal mit einer halben Position. Dann ist man schon mal mit einem Fuß im Geschäft. Diejenigen, die monatlich anlegen haben es da einfacher.
      Jason hat kürzlich einen Beitrag dazu geschrieben. Vielleicht hilft er Dir.

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