Warum ist es so wichtig Aktionär zu werden?

Veröffentlicht: 25. Februar 2015 in Fragen
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Man muss sich mal anschauen, wie sich die Besitzverhältnisse immer mehr verschieben. Nicht umsonst heisst es, dass die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden.

Woran liegt das? Die Arbeiter und Angestellten werden durch Maschinen ersetzt.  Der Arbeiter/Angestellte verliert seine Arbeit bzw. diese wird ins Ausland verlagert.

Das Problem ist jetzt gar nicht mal, dass die Arbeit durch eine Maschine erstzt wird. Ist doch gut, wenn der Mensch nicht mehr eine monotone oder schwere Arbeit erledigen muss, sondern eine Maschine. Es ist der Gewinn. Denn der Gewinn kommt jetzt dem Eigentümer der Maschine voll und ganz zu Gute. Vorher hat der Arbeiter/Angestellte immerhin noch einen Teil in Form eines Lohns/Gehalts abbekommen.

Dies wird sich auch in Zukunft so fortsetzen. Der einzige Ausweg für den Arbeiter/Angestellten ist es selbst Eigentümer von Produktivkapital zu werden, wenn auch nur zu einem ganz kleinen Teil.

Wie das? Nun, als Aktionär gehört einem ein winziges Stückchen einer Firma. Ein Stückchen vom Produktivkapital. Man gehört jetzt selbst zur Besitzenden Klasse. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Nachteil, man hat ein gewisses Risiko, z. B.  dass die Firma Pleite geht oder die Geschäfte nicht so toll laufen.

Vorteil: Man ist am Gewinn der Firma beteiligt.

Mit jeder neuen Maschine, mit jedem Fortschritt, der bei der Produktion erzielt wird, ist man von nun an beteiligt und kann ein Stück vom Kuchen abhaben.

Wer sich nicht zutraut in einzelne Aktien zu investieren, der kann immer noch in Aktien in Form von Indexfonds oder ETFs (sind meist sehr viel billiger als aktiv gemanagte Fonds) investieren und ist auch so am wirtschaftlichen Fortschritt beteiligt.

Nachtrag 29.04.2015
Wenn Ihr Euch aber entscheidet Aktien zu kaufen, dann fühlt Euch auch so wie der Eigentümer einer Firma, denn nichts anderes seid Ihr jetzt. (Mit)eigentümer! Verkauft nicht gleich, wenn die Aktie mal fällt oder Ihr x % Gewinn gemacht habt.  Eine Frau Klatten verkauft auch nicht gleich ihren ganzen Bestand an BMW-Aktien, weil es mal besonders gut oder schlecht läuft. Schaut, wie sich Eure Firma entwickelt. Gerade, wenn die Firma so läuft wie Ihr es geplant habt, es zu steigenden Gewinnen und Dividendenausschüttungen kommt, gibt es eigentlich gar keinen Grund die Aktie zu verkaufen. 
Das könnt Ihr immer noch, wenn Ihr das Geld für eine größere Anschaffung z. B. für den Kauf einer Immobilie benötigt oder ein noch besseres Investment findet. Aber denkt dran, bei jedem Verkauf müsst Ihr die entstandenen Gewinne versteuern. Um so viel muss das neue Investment erst mal besser sein.

Lest die Geschäftsberichte. Interessiert Euch ein wenig für Wirtschaft und Eure Investments werden im Laufe der Zeit immer besser werden. Kümmert Euch selbst um Euer Geld, Eure Investments. Niemand hat mehr Interesse daran als Ihr selbst. Die Banken und Anlageberater schauen doch meist nur, wo sie am meisten Provision kassieren können. Darauf werden die Mitarbeiter geschult. Meist raten sie von Aktien ab oder schlagen vor die im Depot befindlichen Aktien zu verkaufen und einer ihrer Fonds zu kaufen. Mit dem Argument, dass das sicherer ist, weil man dann viel breiter aufgestellt ist. In Wirklichkeit verdienen sie mehr an Euch und der Chef des Anlageberaters ist zufrieden, weil er die Zielvorgabe soundso viel Fonds zu verkaufen erfüllt hat. Doch die Provisionen, Gebühren, Managementgebühren, die Ihr zahlt schmälern nur Eure Rendite. Deshalb versucht so wenig wie möglich zu handeln und haltet an Euren Firmen fest, vor allem, wenn Eure Erwartungen erfüllt werden.
Identifiziert Euch mit Euren Firmen, vor allem, wenn Ihr selbst deren Produkte oder Dienstleistungen kauft und freut Euch, wenn sie Euch in Eurem täglichen Leben begegnen, Ihr sie im Fernsehen seht oder auch in (weit entfernten) Ländern vorfindet in denen Ihr Urlaub macht.

Kommentare
  1. […] Maschinen ersetzt. Der Arbeiter/Angestellte verliert seine Arbeit bzw. wird ins Ausland verlagert. Es gibt mehr Immobilienbesitzer als Aktienbesitzer. Artikelserie: Kunde, Mitarbeiter oder […]

  2. In Deutschland beklagen die Sozialverbände, Linke und Gewerkschafter immer lauter die immer stärker auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Sie suggerieren mit dieser Neiddebatte, dass die Reichen die Armen immer stärker auspressen würden und versuchen diese vermeintliche Ungerechtigkeit anzuprangern – um selbst daraus Kapital zu schlagen. Allerdings erkennt man spätestens auf den zweiten Blick ganz schnell, dass die Reichen nicht immer schneller reicher werden, weil sie es immer hemmungsloser den Armen abpressen, also Raubtierkapitalismus vom Feinsten praktizieren, sondern weil die Reichen ihr Geld in Sachwerte, wie Immobilien und Aktien investieren und sich hier einerseits hohe Wertsteigerungen erzielen ließen und andererseits hohe Erträge aus Dividenden, die dann reinvestiert werden. Und die Armen? Was sage ich, alle nicht-reichen Deutschen? Die setzen auf Lebensversicherungen und Sparanlagen, wo ihr Geld keine Erträge bringt und unter dem Strich sogar weniger wert wird. Und DAS ist der Grund, weshalb die Reichen immer reicher werden, weil sie nicht so dumm (und risikoscheu) sind wie die Normalbürger. Schaut euch doch die ganzen Family-Offices an, schaut in die liste der reichsten Deutschen, wo die Drogerie-Müllers, die Aldi-Albrechts, die Lidl-Schwarzs, die BMW-Quandts und die Porsche-VW-Piechs zu finden sind. Deren Geld steckt in Unternehmen und das seit Jahrzehnten. Daher stammt ihr Reichtum, nicht aus ihrer Hände Arbeit und dem Sparbuch. Und solange die Deutschen nicht verstehen, dass sie ihr Geld in Unternehmen investieren müssen, um am Boom unserer Volkswirtschaft und dem wirklichen Wohlstand unseres Landes teilhaben zu können, so lange werden nur einige Wenige immer reicher. Und alle anderen schauen zu – und heißen die Neiddebatte an und schreien nach Umverteilung. Dabei hat es (fast) jeder selbst in der Hand! Schon mit kleinen monatlichen Sparraten in Aktien-ETFs kann jeder ein Vermögen aufbauen. Wenn auch nicht über Nacht. Und je früher man beginnt, desto vermögender wird man mit der Zeit. Denn die Zeit ist der wesentliche Faktor in der Reichengleichung…

  3. Da muss ich dir ganz klar Recht geben. Gerade in den letzten Monaten und auch Jahren merkt man immer mehr, wie sehr sich doch alles nur noch um die Aktionäre dreht. Bestes Beispiel sind die Rohstoff-Giganten und Öl-Konzerne. Nur nichs auf die Dividende kommen lassen. Manchmal beschleicht mich ehrlich gesagt auch ein schlechtes Gefühlt, aber schnell wird mir klar, wenn ich dem Gefühl nachgebe, bin ich schneller auf der Seite des Mitarbeiters gefangen. Zu dem Thema habe ich auch bereits ein paar Artikel verfasst.
    http://www.reich-mit-plan.de/2014/02/zusammenfassung-der-artikelserie-kunde-mitarbeiter-oder-aktionar/

    Aber man kann das noch so oft den Nicht-Anlegern sagen, sie wollen es einfach nicht hören.
    Gruß
    Alex

    • ZaVodou sagt:

      Jeder muss das letzten Endes für sich entscheiden, wie er sein Geld am besten anlegt. Ich versuche nur Hilfestellungen zu geben und dies logisch zu begründen.
      Es muss auch ein gewisses Interesse da sein. Wer keine Interesse daran hat, wie er sein sauer verdientes Geld am besten anlegt, darf sich hinterher aber auch nicht beklagen.
      Ich habe mir jedenfalls immer Gedanken gemacht. Anfangs gab es kein Intenet und die Literatur in den öffentlichen Bibliotheken war sehr begrenzt. Ich habe mir noch sehr viel Literatur kaufen müssen.
      Glückwunsch übrigens, dass Du schon mit 37 die finanzielle Unabhängigkeit erreicht hast.

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