Neu im Depot – BHP Billiton PLC

Veröffentlicht: 2. Dezember 2014 in Transaktionen
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Viele Börsianer kaufen gerne in steigende Kurse rein. Ich kaufe lieber, wenn die Kurse fallen. Meist sind jedoch fallende Kurse nicht ganz unbegründet. Sowie zurzeit bei den Rohstoffaktien.

Bei den Ölwerten ist es das Überangebot an Rohöl durch das Fracking und bei den anderen Rohstoffwerten wie BHP Billiton oder Rio Tinto ist es die schwächere Nachfrage an Rohstoffen wie Eisenerz, das die Kurse purzeln lässt.

An uns Investoren liegt es nun zu entscheiden, ob das nur etwas Vorübergehend ist und eine Einstiegschance ist, oder ob man lieber die Finger davon lassen soll.

Das mit der schwächeren Nachfrage nach Rohstoffen wie Eisenerz oder Kupfer zeichnete sich schon vor zwei Jahren ab. Man konnte lesen, dass die chinesische Regierung den Konsum im eigenen Lande fördern will und deshalb nicht mehr so stark in den Bausektor investieren will. Vorbei also die Zeit, wo man Millionenstädte aus dem Nichts empor stampfte.

Trotzdem denke ich, dass man auch zukünftig noch Rohstoffe benötigt. Vielleicht nicht mehr so stark wie früher, aber immer noch genügend. Warum nicht jetzt in einem der weltweit größten Rohstoffwerte investieren, wenn die Preise fallen. Mir schien ein Kurs von unter 20 Euro attraktiv.

BHP Billiton zahlt zwei mal im Jahr eine Dividende. Eine Zwischendividende und eine Schlussdividende. Im Jahr 2014 wurde eine Dividende von insgesamt 1,21 USD (0,59 + 0,62) gezahlt. Obwohl BHP Billiton ein australisch-britischer Konzern ist, wird die Dividende in USD ausgewiesen.

20 Euro entsprechen zurzeit ca. 25 USD. Woraus sich eine Einstiegsrendite von 4,84 % (1,21 USD x 100 : 25 USD) ergeben würde. Hinzu kommt, dass die Geschäftsführung in Aussicht gestellt hat die Dividende mindestens beizubehalten. Bei einer Ausschüttungsquote von um die 25 % 50 % sollte dies machbar sein.

Mein Kauf ging wie folgt am 27.11.2014 durch:

St. 250 x 19,80 EUR + Provision 12,50 + Xetra-Gebühr 0,60 = 4.963,10 EUR

Entschieden habe ich mich für die britische Variante mit der ISIN GB0000566504 bzw. WKN 908101. Wie bereits erwähnt, ist BHP Billiton ein australisch-britischer Konzern. Es gibt also sowohl eine britische Aktie, erkennbar an der Endung PLC als auch eine australische Aktie, erkennbar an der Endung Ltd. = Limited. Beide verbriefen die gleichen Rechte.

Beide sind steuerlich für Deutsche unproblematisch, aber die britische Aktie ist billiger und wird auch in größeren Stückzahlen gehandelt. Die Aktie der BHP Billition PLC kann man in ausreichender Stückzahl und kostengünstig an einer der deutschen Börsen kaufen. Auf Xetra findet der größte Handel statt. Ich kaufe meist dort, wo der größte Handel statt findet. Außerdem ist die Xetra-Gebühr günstiger als die Courtage. Bei Xetra muss man allerdings acht geben, da es  dort sehr oft zu Teilausführungen kommt. Bei meiner Bank kosten Teilausführungen nichts extra. Viele Banken verlangen jedoch für jede Teilausführung eine extra Gebühr. Deswegen Augen auf bei der Auswahl des Börsenplatzes. Bei den anderen Börsenplätzen kann es auch zu Teilausführungen kommen, jedoch versuchen die Makler das schon ein wenig zu bündeln, während bei Xetra dies rein elektronisch geschieht und es bei 100 georderten Aktien theoretisch zu 100 Teilausführungen kommen könnte.

Blöd, wenn einem dann die Bank für jede Einzelausführung Gebühren berechnet, da man dies ja nicht beeinflussen kann.

1,21 USD entsprechen ca. 0,97 EUR, so dass meine Einstiegsrendite bei ca. 4,90 % (0,97 EUR x 100 : 19,80 EUR) liegt.

Das tolle an so einer hohen Einstiegsrendite ist, dass ich nur einer ganz geringen Dividendensteigerung benötige, um mein Ziel zu erreichen, nach 20 Jahren meinen Einsatz (brutto) durch Dividenden wieder draußen zu haben.

Wie man anhand der nachfolgenden Grafik sieht, liegt die jährlich benötigte Dividendensteigerung bei 0,5-1 %. Das halte ich für machbar.

Tafel - Wachstum klein

Durch den Kauf konnte ich Hermann mit 242,50 EUR (St. 250 x 0,97 EUR ) anfüttern, was ungefähr einer halben Position entspricht, da ich mein Depot anhand der Dividendeneinkünfte ausrichte, wobei eine volle Position einer jährlichen Dividendeneinnahme von 500 EUR entspricht.

Wer noch ein bisschen mehr über BHP Billiton erfahren möchte, sollte sich diesen und diesen bzw. diesen Blogeintrag mal durchlesen.

Kommentare
  1. Kosto sagt:

    Hallo ZaVodou,

    erst einmal großes Lob und vielen Dank für Deinen wirklich sehr interessanten und optisch schön gestalteten Blog.

    Ich habe BHP Billiton PLC schon sehr lange im Depot; sie wurde noch vor Einführung der Abgeltungssteuer gekauft, ist also noch ein steuerfreier Altfall.

    Wie Du sicherlich weißt, wurde am 06.05.2015 entschieden, dass ein Teil (South32) sozusagen die Randaktivitäten (wie Silber, Blei, Aluminium, Nickel, Mangan) von BHP Billiton abgespalten werden soll.
    Man soll für je eine BHP Billition Aktie eine South32 Aktie erhalten.
    Dividendenmäßig soll sich bei BHP Billiton nichts ändern – South32 soll ebenso Dividende bezahlen.

    Wie ich gelesen habe, ist der letzte Tag, wo die BHP Billition noch komplett gehandelt wird, der 15.05.2015. D.h. für mich, dass der 18.05.2015 der Ex-Tag ist und der Kurs um den Wert von South32 herabgesetzt werden müsste.

    Wie Du sicherlich ebenso weißt, laufen ausländische Spin-Offs hier in Deutschland alles andere als vorbildlich – im Gegensatz zu z.B. Siemens / Osram. Siemens (steuerfrei) habe ich auch noch aus früheren Zeiten im Depot; bei Osram wurde keine Steuer bei der Einbuchung berechnet und alles blieb auch beim Verkauf steuerfrei. Bei Aktionären, die Siemens nach Einführung der Abgeltungssteuer erworben haben, fiel meines Wissens auch keine Steuer beim Osram Spin-Off an, es wurden lediglich die Einstandspreise beider Unternehmen korrigiert.
    Hier noch ein älterer Link zum Thema:
    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Osram-Spin-off-Steuern-auf-Spin-offs-Kniffliges-fuer-Faehrtenleser-2671653

    Bei BHP Billiton habe ich etwas von „Demerger Dividend“ gelesen, so dass der WM-Datenservice den Banken wahrscheinlich empfiehlt, den kompletten Spin-Off zu versteuern.

    Siehst Du es auch so?

    Hast Du irgendwo gelesen, um wie viel Prozent BHP Billition am Ex-Tag herabgesetzt werden soll.

    Wenn ich wüsste, wie hoch der Abschlag für South32 ist, dann könnte man ja die zu erwartende Steuer ausrechnen, damit man weiß, was auf einem zukommt.

    Bzw. hast Du schon mal zu einem anderen Fall gelesen, dass Anleger diese Steuer bei ausl. Spin-Offs über den Einkommensteuerausgleich zurückerhalten haben?

    Gerade weil es ein steuerlicher Altfall ist, wäre ein Verkauf und späterer Rückkauf auch nicht gut, wobei selbst dies von mir in Betracht gezogen wird.

    Was machst Du?

    Ich würde mich über Feedback zu meinem Kommentar sehr freuen.
    Vielen Dank im Voraus!

    Gruß
    Kosto

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Kosto,
      Danke erst mal für Dein Lob.
      Ich kenne das steuerliche Problem mit den ausländischen Spin-offs. Ich habe das vor dem Kauf von BHP Billiton mit mir schon ausgemacht, dass ich den Steuerabzug über mich ergehen lassen werde. Das Gesetz soll ja geändert werden, weil man die Ungerechtigkeit erkannt hat. Vielleicht lege ich Widerspruch bei meiner nächsten Steuererklärung ein, denn die Gesetzesänderung kann noch dauern. Bund und Länder können sich da irgendwie nicht einigen wie die Steuermindereinnahmen verteilt werden sollen, wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
      Ich habe gerade mal ein wenig recherchiert. Die Marktkapitalisierung beträgt ca. 131 Mrd. USD. Reuters spricht von einer 13 Mrd. USD Abspaltung. Das wären dann so ca. 10 %.
      Vielleicht weiss es einer der Leser aber auch besser.

      Ahoj
      ZaVodou

      • Kosto sagt:

        Hallo ZaVodou,

        danke für die schnelle Rückmeldung.

        Von so einer Einschätzung der Marktkapitalisierung von South32 habe ich auch schon gelesen, teilweise auch abweichende.

        Ich habe am Freitag noch die IR-Abteilung angeschrieben, dass sie sich mal dazu äußern (ich fand keine offizielle Aussage) wie viel die Reduktion im Kurs ausmachen soll.
        Falls ich noch rechtzeitig vor dem Ex-Tag Info bekomme, kann ich mich gerne noch hier melden.

        Gerade bei steuerfreien Altfällen ist es besonders ärgerlich, weil die Veränderung von Einstandskursen (die nach dem Spin-Off durchgeführt werden) keinerlei Vorteile für einen eventuellen späteren Verkauf des Aktionärs bringen.

        Der Spin-Off ist ja im Umfang zum Glück nicht so groß; vielleicht lasse ich die ganze Sache auch über mich ergehen, würde dann aber auf alle Fälle versuchen, über die Steuererklärung das Geld zurückzuerhalten. Wäre die Position bei mir nicht steuerfrei, würde ich eher verkaufen und danach zurückkaufen (Gewinne könnte ich mit einem Verlustvortag verrechnen).

        Es wären Erfahrungswerte von anderen Lesern wirklich gut, ob sie es relativ stressfrei beim Finanzamt erreicht haben, ihr Geld zurückzuerhalten (am Ende ist es aber wohl immer ein(e) individuelle(r) Sache / Kampf und es kommt wohl sehr auf die Argumentation und dem Verständnis des Gegenübers bei der momentanen gesetzlichen Situation an).

        Ich weiß noch nicht mal, ob South32 wie bei Osram steuerfrei bleiben würde, wenn (und davon gehe fast fest davon aus) der Spin-Off als Sachdividende versteuert wird.
        Hast Du dazu eine Einschätzung (vielleicht von ähnlich gelagerten Fällen her), ob der Spin-Off die Steuerfreiheit „erbt“?

        Es besteht noch für Aktionäre mit weniger als 10000 Aktien die Möglichkeit (http://www.bhpbilliton.com/home/investors/news/Pages/Articles/Demerger-Dividend.aspx), dass BHP Billition die Anteile verkauft – aber steuerlich würde sich da wohl auch nichts ändern…

        Was machst Du dann mit South32?

        Ein Verkauf wäre, denke ich, bei den jetzigen Rohstoffpreisen langfristig gesehen alles andere als vorteilhaft. Gerade weil die Gewinnsituation bei South momentan eher mau ist, sollte der Kurs bei einer (langfristigen) Erholung der Rohstoffpreise ihrer abgebauten Rohstoffe entsprechend stark steigen – so meine Einschätzung.

        Verkauft man nicht, hat man aber einen „Brösel“ im Depot (was mich persönlich auch wieder stört) – oder man stockt auf…

        Leider bin ich noch sehr unstimmig, was ich tun werde.

        Gruß
        Kosto

        • ZaVodou sagt:

          Hallo Kosto,
          ich werde mich später noch mal melden, da ich gleich weg muss. Ich veröffentliche das aber schon mal, vielleicht gibt es ja noch den ein oder anderen Leser, der etwas dazu beitragen möchte.

          Ahoj
          ZaVodou

        • ZaVodou sagt:

          Hallo Kosto,
          ich wollte mich ja noch mal melden.
          Ich habe keinen praktischen Erfahrungswert darüber, wie ein Spin-Off bei steuerlichen Altfällen behandelt wird. Ich befürchte, dass es beim Spin-Off keine Rolle spielen wird, wann Du Deine BHP Billiton Aktie gekauft hast. Der abgespaltene Teil wird steuerlich sehr wahrscheinlich wie eine Dividende behandelt werden.
          Auch wirst Du anhand Deiner Steuererklärung nichts zurückbekommen. Dazu müsste ja erst das Gesetz geändert werden. Wichtig ist nur, dass Du rechtzeitig Einspruch einlegst. Und zwar innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheids. Sonst nutzt Dir auch keine nachträgliche Änderung des Gesetzes etwas, weil ohne rechtzeitigen Einspruch Dein Anspruch auf eine spätere Regulierung erlischt.

          Da es sich bei mir um eine relativ kleine Position handelt werde ich wahrscheinlich nichts weiter unternehmen.
          Falls Du eine Antwort von der IR-Abteilung bezüglich der Größenordnung der Abspaltung erhälst, kannst Du das ja kurz zusammengefasst hier posten.
          Ich habe das hier noch im Netz gefunden, so dass die Abspaltung sogar eher noch weniger als 10 % des Firmenwertes betragen dürfte.

          Ahoj
          ZaVodou

          • Kosto sagt:

            Hallo ZaVodou,

            danke für Deine Rückmeldung.

            Zum Glück ist meine Position auch nicht sonderlich groß, aber ein Schaden eines niedrigen dreistelligen EUR-Betrages wäre es trotzdem auf alle Fälle.

            Die IR-Abteilung verwies mich auf die kürzlichen Geschäftsergebnisse, wonach nach EBIT South32 ca. 10 % und nach Assets ca. 14 % ausmacht. Aber erst bei der Erstnotiz wissen wir dann wirklich wie South32 vom Markt gepreist wird und in welchem Umfang BHP Billiton dann ggf. fällt.

            Also, das Amtshilferichtlinien-Umsetzungsgesetz wurde (Quelle: Link meines ersten Kommentars zu BHP Billiton) verabschiedet und soll durch die Fußstapfen-Theorie eine Verbesserung schaffen und auch ausländische gegenüber inländische Spin-Offs nicht mehr benachteiligen.
            In der Praxis hakt es allerdings, wie dort geschrieben wurde – inwieweit mittlerweile etwas verbessert wurde, ist mir auch nicht bekannt.

            Am Ende des Textes steht noch, dass dies für Anleger Ärger bedeutet und zusätzliche Arbeit, da sie die eigentlich vom Gesetzgeber gewollte steuerliche Gleichbehandlung individuell über ihre Steuererklärung durchsetzen müssen und deshalb sehe ich schon Chancen bei der Steuererklärung etwas zurückzubekommen.

            Möchtest Du dann South32 aufstocken, wenn Du sie eingebucht bekommst (sonst hat man ja nur einen kleinen „Brösel“ im Depot)?

            Gruß
            Kosto

            • ZaVodou sagt:

              Hallo Kosto,

              hoffentlich hat sich da was bei den Finanzämtern getan, so dass man zuviel gezahlte Steuern mittels Steuererklärung zurück erhält. Ich hab noch mal nach dem Artikel geschaut, den ich im Hinterkopf hatte. Es war dieser hier.

              Aufstocken werde ich nicht, da das Segment Rohstoffaktien – Ölaktien ausgenommen – generell eher eine kleine Rolle in meinem Depot spielen soll, weil ich woanders mehr Wachstum sehe.

              Die relativ kleine Position in South32 würde mich nicht weiter stören.

              Ahoj
              ZaVodou

  2. Mathias sagt:

    BHP hab ich schon seit längerem auf meiner Watchlist, aber ich denk auch das es noch weiter runter geht. Was übrigens nicht stimmt ist die Ausschüttungsquote, da schreibst du 25 %, das entspricht bei einer Dividendenrendite von rund 5 % einem KGV von 5, das kann ja nicht sein, die Quote liegt in etwa doppelt so hoch! Ansonsten würde ich sofort einsteigen.
    Du darfst nicht vergessen das die Aktie in Dollar gerade ca. 51 kostet und das entspricht ca. der hälfte deines Kaufs in €. Ergo ist eine ADR zwei plc z.B.

    PS: Super Timing bei Fuchs, die sind mal super nach oben gelaufen!
    Gruß Mathias

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Mathias,
      vielen Dank für den Hinweis. Du hast recht. Die Ausschüttungsquote liegt bei 50 %. Da bin ich in der Zeile verrutscht. Tut mir Leid. Ich werde es sofort berichtigen. Aber auch bei 50 % Ausschüttungsquote dürfte noch genügend „Luft“ da sein eine mindest gleich hohe Dividende in Zukunft zu zahlen.
      5 % Dividendenrendite erscheint mir ttraktiv. Bei welcher Dividendenrendite willst Du denn einsteigen?

      Kurz zu Fuchs (geht ja hier um BHP Billiton): Das Timing war in Wirklichkeit ja nicht ganz so gut, weil wenige Tage nach dem Kauf der Kurs noch mal kräftig nach gab, aber man kann das mit den steigenden Kursen auch anders sehen. Es gibt immer weniger Einstiegsmöglichkeiteiten, weswegen ich fallende Kurse nicht so tragisch sehe. Fallende Gewinne oderDividendenkürzungen schon eher.

      • Mathias sagt:

        Hallo ZoVodou,

        bei so einem Zykliker will ich noch ein bisschen warten, einen Gewinneinbruch um die 20 % kann ich mir gut vorstellen, zudem sehe ich das Thema China sehr kritisch. Da stehen für die nächsten 20 Jahre leere Wohnblöcke die kein Mensch braucht, zudem glaub ich an ein abkühlen der Weltwirtschaft im nächsten Jahr. Wissen kann ich das natürlich nicht, aber auf so eine Gelegenheit warte ich! Ob die Dividendenrendite dann bei 7 % oder mehr liegt mal schauen!
        Schönen Abend noch!

        • ZaVodou sagt:

          Dann hoffe ich für Dich, dass das eintritt- Könnte hier auch gut sein. Ich erhoffe mir dieses Szenario vor allem bei den Ölwerten. Auch hier bin ich bei Exxon schon mal mit einem Teilbetrag eingestiegen. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass es oft anders kommt als es den Anschein hat, weil etwas kommt, womit keiner gerechnet hat, aber vielleicht bist Du einfach nur geduldiger als ich, was ja sehr gut ist. Charlie Munger hat z.B. seit drei Jahren nichts mehr gekauft, habe ich irgendwo mal gelesen.
          Wie parkst Du derweil Dein Geld?

          Ahoj
          ZaVodou

          • Mathias sagt:

            Hoffentlich bin ich dann so geduldig, aber mal schauen vielleicht ist es gar nicht so schlecht erst mal mit einem Teilbetrag reinzugehen.
            Zu deiner Frage, ich hab bei weitem nicht die finanziellen Mittel die dir zur Verfügung stehen und hab Positionsgrößen zwischen 1000 und 2500 € da spielst du im Gegensatz zu mir schon in einer anderen Liga. Von parken kann bei mir kaum die Rede sein, es rechnet sich für mich schon wenn ich auf meinem Verrechnungskonto von Onvista 2000 € liegen lasse, dann hab ich im nächsten Monat zwei sogenannte „Freebuys“, dann kostet der Kauf nur noch 80 Cent.
            Da ich normalerweise 10 – 12 € zahlen muss gibt das einen guten Zins und ich kann auch in kleiner Tranchen wie 500 oder 1000 € kaufen.
            PS: Ansonsten hab ich eine Unilever schon seit längerem und letzte Woche meine Position von IBM nochmal aufgestockt. Da bin ich ja gespannt welche Dividendensteigerung noch erfolgt.

            • ZaVodou sagt:

              O.K., danke. sind natürlich andere Voraussetzungen. Ich dachte, Du wärest einer von denjigen, die mit viel Cash an der Seitenlinie ausharren und auf den ganz großen Ausverkauf warten.

  3. Ich teile Deine Auffassung, dass Minengesellschaften bzw. Rohstoffexplorer langsam in den Bereich kommen, wo sich antizyklische Investments für langfristig orientierte Investoren auszahlen sollten. Bei BHP Billiton wollen ja erhebliche Bereiche abgespalten/verkauft werden, was angesichts niedriger Rohstoffpreise eher keine große Wertschöpfung ergeben wird. Hier handelt BHP eher zyklisch, leider. Und was mich imemr nich zurückzucken lässt, die die starke Fokussierung auf Kohle und vor allem Schiefer-Öl. Hier ist BHP in den USA zu einem der größten Investoren geworden und der aktuelle Ölpreisverfall sowie die meines Erachtens sehr optimistischen Prognosen in diesem Bereich machen mir etwas Sorgen. Die Quellen geben weniger her als gedacht und die gut und leicht zu erschließenden Fördergebiete sind bald abgegrast und es werden die weniger rentierlichen in Angriff genommen (werden müssen). Höhere Kosten bei sinkenden Verkaufspreisen sind seit jeher nicht geschäftsfördernd.

    Wie siehst Du diese beiden Aspekte?

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Michael,
      ich denke, dass das Management die geeigneten Maßnahmen ergreifen und eventuelle Fehlentscheidungen korrigieren wird. Ob der Einstieg ins Schieferöl gut war weiß ich nicht, aber aufgrund der Größe wird man evtl. Fehlentscheidungen verschmerzen können.
      Wenn Du meinst, dass sich das alles noch weiter negativ auswirkt, dann warte noch mit einem Kauf oder gehe nur mit einem Teilbetrag rein.
      Mit Rohstoffaktien wird man sowoieso nicht so hohe Kursgewinne einfahren, aber eine relativ sichere Dividende, zumindst wurde das vom Vorstand so avisiert, und bei einer Ausschüttungsquote von ca. 25 % 50 % dürfte das machbar sein, auch wenn das Geschäft weiter zurück geht. Ich sehe das Geld zumindest besser angelegt als auf dem Tagesgeldkonto und bin noch etwas breiter aufgestellt.

      Ahoj,
      ZaVodou

      • Na klar, sein Geld in Dividendenaktien zu investieren ist allemal besser, als es auf dem Tagesgeldkonto entwerten zu lassen. Die Krux ist eben nur, dass mir eine Dividendenrendite von 5% p.a. nicht hilft, wenn ich die Aktien des Unternehmens zu teuer eingekauft habe und der kurs um 30% abstürzt. Sicher, beim antizyklischen Investieren ist die Gefahr größer, als beim Trendfolgekauf, aber man kann ja auch warten, bis sich ein Boden ausbildet und das Gröbste vorrüber ist. Denn ob ich 30% mit runterfahre oder vom Boden aus betrachtet die ersten 30% Erholung „verpasse“, bleibt sich unterm Strich gleich. Man schläft nur besser – und hat später investiert, so dass man das Geld nch woanders für sich arbeiten lassen kann.

        Aber bevor ich hier zu theoretisch werde, wollte ich nur wissen, wie Du diese beiden Aspekte betrachtest. Denn die lassen mich eben noch zurückschrecken vor BHP.

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