Zukauf – IBM

Veröffentlicht: 26. November 2014 in Allgemein

Zukauf am 20.11.2014 an der Börse Frankfurt:
St. 50 zu 127,64 EUR + 18,00 EUR Provision + 3,83 Courtage = 6.403,83

IBMs letzte Quartalsdividende lag bei 1,10 USD. Bei 50 Aktien und einer voraussichtlichen Jahresdividende von 4,40 USD konnte ich Hermann somit um weitere 220 USD (50 x 4,40 USD) bzw. 176,00 EUR (bei einem Wechselkurs von 1 USD = 0,80 EUR) anfüttern.

Insgesamt – bei 150 Aktien – wäre das dann eine zu erwartende Jahresdividende von 660 USD bzw. 528 EUR für das Jahr 2015 und entspräche somit einer vollen Position, da ich das Depot nach Dividendeneinnahmen Gewichte, wobei eine volle Position einer Jahresdividendeneinnahme von ca. 500 EUR entspricht.

Weitere Zukäufe sind deshalb vorerst nicht geplant. Es sei denn der Kurs würde noch mal kräftig fallen.

Zum Zeitpunkt des Kaufes entsprach der Kaufkurs ca. 160 USD. Bei einer zu erwartenden Jahresdividende von 4,40 USD entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,75 % (4,40 USD x 100 : 160 USD).

Bei einer Dividendenrendite von 2,75 % benötigt man eine jährliche Steigerung der Dividende von ca. 6,5 %, um nach 20 Jahren seinen Kaufkurs brutto wieder draußen zu haben. Dies halte ich für machbar.

IBM konnte in den letzten zehn Jahren die Dividende um jährlich 20,2 % steigern. Letztes Jahr wurde die Dividende um 18,9 % angehoben, bei einer Ausschüttungsquote von um die 26 %, so dass genügend Luft vorhanden sein sollte die Dividenden weiter zu steigern, nur allein dadurch, dass man die Ausschüttungsquote erhöht.
Außerdem will IBM weiter eigene Aktien zurückkaufen. Dafür hat man weitere 5 Mrd. USD bereitgestellt, so dass jetzt für insgesamt 6,4 Mrd. USD eigene Aktien zurückgekauft werden können und das bei einem KGV von 10. Das erachte ich als sinnvoll im Gegensatz zu manch anderem Unternehmen, wo Aktienrückkäufe bei weit höheren KGVs von um die 20 stattfinden.

Kommentare
  1. Ich beobachte IBM auch schon länger, konnte mich aber noch nicht zu einem Kauf durchringen, weil ich mir nicht sicher bin, ob sie wirklich die Kurve kriegen beim Umbau ihres Businessmodells. Dauert ja nun schon einige Jahre an und hinkt doch noch gewaltig.

    Heute gab es einen sehr interessanten und kritischen Artikel auf Motley Fool zum Thema Aktienrückkäufe bei IBM (http://www.fool.com/investing/general/2014/12/05/share-buybacks-are-killing-ibm.aspx) mit der Quintessenz, dass IBM sein Geld lieber dafür ausgeben solle, sein Geschäft (wieder) zum Laufen zu bringen. Solange man hier keine Erfolge aufzuweisen habe, seien Aktienrückkäufe die falsche(ste) Strategie.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Michael,
      das wundert mich, dass Du Dich noch nicht zu einem Kauf von IBM-Aktien durchringen konntest. Du scheinst ja auch ein großer Fan von Warren Buffett zu sein. Zumindest gibt es jede Menge Sprüche von Warren Buffett auf Deiner Seite. Auch das Konterfei Buffetts ist dort zu sehen.
      Ich finde es z. B. eine ganz tolle Sache, wenn einer der besten Investoren der Welt mit im Boot sitzt. Und zwar nicht nur mit einem kleinen Anteil, sondern mit einem sehr großen Anteil. IBM gehört zu den 4-6 großen Positionen in seinem Depot mit börsennotierten Werten. Das habe ich in meinem Blog schon öfters erwähnt. Ich finde das deshalb so wichtig, weil Buffett nur bei sehr wenigen Werten ein reines Buy-and-Hold betreibt und einer dieser Werte ist IBM.
      Ich schaue mir deshalb sehr genau an, was er bei IBM macht, weswegen ich darauf hingewiesen habe, dass er im dritten Quartal, als der Kurs noch wesentlich höher Stand, erneut zugekauft hat. Zwar nicht sehr viel, anhand seiner Möglichkeiten gemessen, aber er hat weiter zugekauft, weswegen ich wiederum auf seine Transaktionen im vierten Quartal 2014 gespannt bin, ob er bei IBM, als die Kurse stärker fielen, in größeren Stückzahlen zugegriffen hat. Immerhin steht jedem Verkäufer ja auch ein Käufer entgegen. Also jemanden, der die Sache anders sieht.
      Ich habe auch geschrieben, dass ich es gut finde, dass IBM bei einem KGV von 10 seine Aktien zurück kauft und nicht wie andere Firmeen, die bei wesentlich höheren KGVs ihre Aktien zurück kaufen. IBM kann es sich also leisten sein Geschäft umzubauen und seine Aktionäre bei Stange zu halten, indem es Aktien zurückkauft und die Dividende erhöht. Sollte sich die Gelegenheit einer strategische Übernahme bieten, könnte IBM immer noch mit den Aktienrückkaufprogrammen aussetzen.
      Außerdem habe ich hier mal darauf verwiesen, wie schwer es ist, IBM überhaupt aus den Systemen zu bekommen, selbst, wenn man es wollte. Ich denke das ist der berühmte Burggraben, von dem so oft in Buffetts Investments gesprochen wird.
      Ich weiß nicht, wie konzentriert Du Dein Depot fährst und wie sehr Dich dann eine Fehlentscheidung belasten würde. Ich will so 40-50 Werte in meinem Depot halten. Das bedetet, dass selbst eine Fehleinschätzung bei IBM mich nicht ruinieren würde, weil es genügend andere Firmen in meinem Depot gibt, die ihre Dividende weiter zahlen würden.
      Ehrlich gesagt macht mir die Werthaltigkeit des Euros zurzeit mehr Sorgen als IBM.

      Ahoj,
      ZaVodou

      • Ja, ich versuche die Grundprinzipien Warren Buffetts zu beherzigen, da ich ein großer Fan von ihm und seinem Anlagestil bin. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich automatisch alle seine Engagements gutheißen oder gar nachvollziehen muss. Ich habe auch keine Tesco gekauft, die buffett nach Jahren des Verlusts kürzlich abgestoßen hat mit der eigenen Einschätzung, es sei ein Riesenfehler von ihm gewesen.

        Und an ders als Buffett muss ich nicht 60 Mrd. US-Dollar Cash unetrbringen (leider nicht), daher kann ich in viel mehr Werte investieren, als es ihm möglich ist. Er ist quasi gezwungen, sich auf die „Elefanten“, die Multimilliarden-Dollar-Unternehmen zu konzentrieren.

        Du hast Recht, dass Buffetts IBM-Position enorm ist. Inzwischen ist es die Drittgrößte und macht per 30.09.2014 12,4% seines Depots aus (bezogen auf die börsennotierten Beteiligungen). Im dritten Quartal hat er weitere 304.000 Aktien zugekauft, so dass er nun fast 13,4 Mio. Anteile hält. Er bzw. Berkshire, scheint von IBM überzeugt zu sein. Und genau das ist auch der Grund, weshalb ich IBM regelmäßig verfolge. Und dennoch…

        …bisher kann mich das Unternehmen nicht wirklich überzeugen. Bereits mehrfach hat sich „Big Blue“ neu erfunden und daher besteht die Hoffnung, dass sie es diesmal auch wieder schaffen. Aber der Umbau geht nun schon seit Jahren. Und IBM entwickelt sich hin in einen Bereich, der schnellebig ist und wo sich eine Vielzahl von potenten Konkurrenten tummeln und in den auch viele aggressive Nischenplayer vordringen (wollen). Die langfristigen Kundenbeziehungen sind hier ein Bonus, den IBM in die Waagschale werfen kann, aber wenn das Neugeschäft nicht nachkommt, bekommt IBM hier dennoch irgendwann massive Probleme. Auch eine Microsooft musste im Businessbereich erleben, dass sich Firmenkunden anderen Anbietern zuwandten – nicht zuletzt deshalb forciert Nadella ja eine viel offenere Strategie als Gates oder Ballmer vor ihm.

        Das Argument mit dem niedrigen KGV zieht bei IBM nicht wirklich. Du argumentierst, IBM würde schlau handeln, weil es bei einem KGV von 10 seine Aktien zurückkaufe und nicht bei einem deutlich höheren KGV. Naja, das KGV ist doch nur so niedrig, weil sich der Aktienkurs seit Jahren nicht vom Fleck rührt. Und das in der größten Börsenhausse der Geschichte. Hätte der IBM-Aktienkurs „nur“ durchschnittlich performt, als wie der DOW oder der S&P, dann läge das KGV jetzt näher an 20 als an 10. Aber es gibt nur zwei große Käufer: IBM und Buffett.

        Ich sage damit nicht, dass es falsch ist, jetzt IBM zu kaufen. Vielleicht entpuppt es sich als genau das Richtige. Aber ich sehe eben im Unternehmen keine Fortschritte. Und deshalb kann ich nachvollziehen, dass der Aktienkurs nicht von der Stelle kommt. Trotz der Milliardenkäufe. Wenn sich ie Fakten ändern, ändere ich meine Meinung (nach John Maynard Keynes).😉

      • Ach so, zur Depotstruktur. Ich investierere eher konzentriert, habe selten mehr als 10 Werte im Depot. Aktuell sind es 9, wobei 3 deutlich stärker gewichtet sind als der Rest.

        • ZaVodou sagt:

          O.K. , dann solltest Du vielleicht tatsächlich warten bis Du einen Wert gefunden hast, bei dem Du Dir sicherer bist. Die Empfehlungen auf Deiner Seite zeigen ja, dass Du sehr häufig richtig liegst.
          Ich habe ein etwas breiter gestreutes Depot, das wahrscheinlich nicht so stark steigen dürfte wie Deines, dafür aber die ein oder andere Niete verkraften kann und mit jeder Dividendenzahlung verringert sich mein Risiko.

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