Warren Buffetts Transaktionen im 3. Quartal 2014

Veröffentlicht: 16. November 2014 in Warren Buffett
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Endlich ist es wieder so weit und man kann ein Blick in die Transaktionen des Meisters werfen. Jason (Dividend Mantra) hat das hier für uns wieder gemacht und super kommentiert. Super auch die Graphen dazu, die uns zeigen, in welcher Range Warren Buffett bzw. dessen Leutnants, wie Jason die eventuellen Nachfolger von Warren Buffett und Charlie Munger bezeichnet, gekauft bzw. verkauft hat.

Nachfolgend noch meine „zwei Cents“ zu den Transaktionen:

Man sieht, dass Buffett bzw. dessen Nachfolger nicht unbedingt ein Buy-and-Hold betreiben. Da wird doch jede Menge gekauft und verkauft, weswegen es wichtig ist sich die Schwergewichte im Depot anzuschauen. Das sind die Firmen, die er wirklich langfristig halten will und die uns Kleinanleger vor allem interessieren sollten.  Dort sieht man dann auch keine Verkäufe, sondern hin und wieder mal Zukäufe. Und hier ist es dann interessant, zu welchen Kursen er dazu kauft.

Jason ist es auch schon aufgefallen, dass man  relativ viel in der Unterhaltungsbranche (DirecTV, Liberty Global, Viacom) investiert. Nun, im amerikanischen Unterhaltungsmarkt kenne ich mich nicht aus, weshalb es mir schwer fällt dort zu investieren. Kabelnetzbetreiber finde ich persönlich auch nicht so toll. Liegt vielleicht auch daran, dass ich den U.S.-Markt nicht kenne. Ich sage mir: Weswegen für so was bezahlen? Gibt  es nicht schon genug Programme?

Trotzdem finde ich die Idee in Unterhaltung zu investieren nicht schlecht. Schon bei den Römern hieß es: „Brot und Spiele“. Die Spiele sind heutzutage eben Fernsehen. Ich glaube ich hab mal gelesen, dass der Deutsche ca. vier Stunden pro Tag vorm Fernsehen verbringt, weswegen aus deutscher/europäischer Sicht – kann ich eher abschätzen – vielleicht Pro7/Sat1 oder eine RTL Group einer genaueren Prüfung wert wären. Muss ich demnächst wohl mal machen.

In der Tat interessant sieht es bei IBM aus, da es einer der ganz großen börsennotierten Positionen im Portfolio von Berkshire Hathaway ist. Genauer gesagt handelt es sich hier im die drittgrößte Position. Hier wurde in der Range von 180-192,50 USD zugekauft. Der Kurs steht nun bei ca.  165 USD. Ich wollte eigentlich bei/unter 160 USD noch mal zukaufen.

Für Berkshire Hathaway hat man weiter Mastercard und Visa zugekauft. Ich selbst hatte mich ja für Visa entschieden, richtig billig war Visa ja nicht, aber selbst Tim, der mich von diesem Kauf überzeugt hat,  hält Visa mittlerweile für recht ambitioniert bewertet. Bei Mastercard dürfte es nicht viel anders aussehen. Hier sollte man also auf einen kräftigen Rücksetzer warten und nicht mehr auf den fahrenden Zug aufspringen.

Wal-Mart ist eine der größeren Positionen. Genauer gesagt die fünftgrößte Position. Gehört aber nicht zu den Großen Vier, wie ich sie immer nenne. Trotzdem mit über vier Prozent nicht ganz unerheblich. Nun, ich tue mich mit Retailern generell schwer, zumal ich als Deutscher, der noch nie in den USA war, den U.S.-Markt schlecht einschätzen kann.   Bei Target habe ich mir schon schwer getan, weshalb ich nur eine viertel Position gekauft habe, aber hier habe ich wenigstens noch Chancen gesehen, weil der Kurs durch Schwierigkeiten bei der Expansion nach Kanada und einem Datenklau stark zurückgegangen war.

Interessant vor allem auch die Transaktionen bei den Ölwerten. Bei Suncor kauft er zu, obowhl die wohl unter den niedrigen Ölpreisen am stärksten zu leiden haben werden und Conoco Phillips verkauft er. Vielleicht will er sich auch einfach nur auf Exxon konzentrieren. Gerade bei den Ölfirmen erwarte ich in den kommenden Monaten gute Einstiegschancen und da werfe ich auch ein Auge auf Conoco Phillips. Die Dividende ist einfach zu verlockend.

Die niedrigen Ölpreise dürften die Gewinne nach unten ziehen, was zu niedrigeren Kursen führen dürfte.  Ob der niedrige Ölpreis politisch gewollt ist, um Russland zu schaden, kann ich nicht sagen, wahrscheinlich ist es einfach die Folge des Frackings.

Unabhängigkeit vom internationalem Ölmarkt. Das war von den USA gewollt. Das die Auswirkungen jetzt mit den Ereignissen in der Ukraine zusammenfallen vielleicht eher ein Zufall. Die niedrigen Ölpreise werden mMn nicht von Dauer sein.

 

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