Neu im Depot – Kellogg

Veröffentlicht: 19. Oktober 2014 in Transaktionen
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Die Kursschwäche an den Börsen letzte Woche bescherte mir einen weiteren Zugang in mein Depot – Kellogg.
Viele Investoren kaufen nach der Durchschnittspreis-Methode (Cost-Averaging). Ich dagegen lege vor dem Kauf einen maximalen Höchstpreis fest, den ich für eine bestimmte Aktie bereit bin zu zahlen. Dazu müssen einige Eingangskriterien erfüllt sein und dann versuche ich recht konservativ abzuschätzen wie hoch die Dividenden in den nächsten Jahren ausfallen könnten, so dass ich spätestens nach 20 Jahren meinen Kaufpreis brutto wieder draußen habe. In dem Fall von Kellogg war das ein maximaler Preis von ca. 60 USD, den ich bereit war zu zahlen.
Vor wenigen Wochen fiel der Kurs schon mal unter die 60-Dollar Grenze, aber wie das so ist, bei fallenden Kursen wird man immer geiziger, denn jeder tiefere Kurs beschert einem letztendlich eine höhere Rendite. Schließlich war der eingegebene Limit zu niedrig. Die Kurse der Aktie drehtee wieder und ich hatte das Nachsehen. Ärgerlich, wenn man dann die Kurse weiter steigen sieht und der Euro immer weiter an Wert verliert.
Bei der jetzigen Korrektur errechnete ich mit OANDA einen maximalen Kaufpreis von 47,30 EUR für die 60 USD und orderte an der Börse Frankfurt mit einem Limit von 47,30 EUR. Ich kaufe fast ausschließlich an der Börse mit den höchsten Umsätzen und immer mit Limit, so dass ich nicht völlig über den Tisch gezogen werden kann.

Am 14.10.2014 war es dann so weit:
Kauf St. 200 zu 47,298 EUR + Provision 18,00 EUR + Courtage 5,68 EUR = 9.483,28 EUR

Begründung: Kellogg erfüllt viele meiner Kaufkriterien. Steigende Dividende seit mehr als zehn Jahren bei steigenden Gewinnen und FCF, bei einer Ausschüttungsquote < 50 % (36,4 %). Net-Margin > 10 % (12,22 %), ROA/ROE,ROIC > 10 %, wobei vor allem der ROE bei über 60 % liegt (ich finde schon Werte über 20 % klasse). Auch die Anzahl der Aktien hat sich in diesen zehn Jahren verringert.
Cornflakes verkaufen sich zwar nicht mehr ganz so gut wie früher, aber dürften auch in Zukunft auf vielen Frühstückstischen zu finden sein. Mit dem Projekt „K“ hat man ein Programm zur Kostenreduzierung ins Leben gerufen, so dass die Gewinne wieder höher steigen können. Außerdem gefällt mir die Übernahme des Stapelchipsherstellers Pringles ganz gut. Die Übernahme im Jahre 2012 haben sich jedenfalls positiv auf die Zahlen von 2013 ausgewirkt.
Mir gefällt vor allem die Internationalität von Kellogg und Pringles. Kellogg ist ja ein US-amerikanische Firma, trotzdem findet man Cornflakes von Kellogg und Stapelchips von Pringles in fast jedem Supermarktregal in Deutschland.
Ich verbringe meinen Urlaub oft in Thailand. Einem Land, weit ab von Europa mit einer völlig anderen Kultur und Essgewohnheiten. Trotzdem findet man auch dort diese Produkte.
Interessant finde ich, wie die Hersteller die jeweilige geschmacklichen Vorlieben der einzelnen Länder aufgreiften, um den Absatz zu steigern. So bringt Pringles  z.B. in Thailand Stapelchips mit den Geschmacksrichtungen Seegras, gegrillte Garnelen, Krabbe oder gar Heidelbeere&Haselnuss und Zitrone&Sesam auf den Markt.

Schön jedenfalls zu sehen, dass die Produkte weiltweit vertrieben werden können. Das macht so ein Investment währungsunabhängiger.

Kelloggs letzte Quartalsdividende lag bei 0,49 USD. Hochgerechnet auf das Jahr entspricht dies einer Jahresdividende von 1,96 USD.
Bei einem Einstandspreis von 60 USD entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,26 %.

Kellogg konnte die Dividende in den letzten 10 Jahren um ca. 6 % steigern. Um den Kaufpreis in 20 Jahren brutto wieder draußen zu haben, benötigt man jedoch lediglich eine jährliche Steigerungsrate von nicht ganz 5 %. Ich denke, dass Kellogg dies erreichen kann.

Tafel - Wachstum grossIch erläutere an dieser Stelle noch mal obige Tabelle, da ich nicht genau weiß, ob sie überhaupt verstanden wird. In der obersten Zeile habe ich die Jahreszahlen abgetragen (1-20). 100 (in der obersten Zeile) ist der Kaufpreis.
Nun als Beispiel:  Einstandsrendite 3,00 % (dies ist der Fall, wenn bei einem Einstandkurs von 100 EUR die Jahresdividende 3,00 EUR beträgt). Jährliche Steigerungsrate 5,5 %. Wie ist die Tabelle jetzt zu lesen? Im ersten Jahr hat man dann bei einem Einstandskurs von 100 Euro eine Dividende von 3,00 Euro. Im zweiten Jahr wird die Dividende um 5,5 % gesteigert. Das ergibt dann eine Dividende von 3,17 EUR. Kummuliert mit dem ersten Jahr ergibt das eine Dividende aus diesen zwei Jahren von insgesamt 6,17 EUR (3,00 + 3,17 = 6,17). Schreibt man das fort, sieht man, dass man irgendwann zwischen dem 19ten (96,31 EUR)  und dem 20ten Jahr (104,60 EUR) seinen ehemaligen Kaufpreis von 100 EUR wieder draußen hat. Ob man für den Kaufpreis jetzt 100 EUR oder – wie in diesem Fall – 47,30 EUR einsetzt, ist egal. In beiden Fällen würde man sehen, dass man bei einer Einstandsrendite von 3, 00 % und einer jährlichen Steigerungsrate von 5,5 %  irgendwann zwischen dem 19ten und 20ten Jahr seinen Kaufpreis brutto wieder draußen hat. Schätzt man mit einer jährlichen Steigerung von z.B. 8 %, würde man jetzt lediglich eine Einstandsrendite von 2,275 % benötigen. Man sieht jedenfalls, dass bei einer so hohen jährlichen Steigerungsrate von 8 % plötzlich auch Unternehmen mit einer niedrigen Dividendenrendite interessant werden.

 

Die hochgerechnete Jahresdividende beträgt 1,96 USD bzw. ca. 1,421 EUR. 1,96 USD x 0,725 = 1,421 EUR. Ich verwende einen konservativen Umrechnungskurs von 0,725. Durch den Kauf von 200 Anteilen konnte ich Hermann mit einer zu erwartenden Jahresdividende von 284,20 EUR (200 x 1,421 EUR) bzw. ca. einer halben Position anfüttern, da ich mein Depot nicht nach Kurswerte, sondern nach Ertragswerte diversifiziere, wobei eine volle Position einer Jahresdividende von 500 EUR entsprechen würde.

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