Was Investment-Experten jetzt Anlegern raten

Veröffentlicht: 23. Juni 2014 in Lesenswerte Artikel
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Heute Morgen gab es beim Wall Street Journal einen Artikel mit o.g. Überschrift zu lesen. Die Anlageempfehlungen möchte ich nicht kommentieren. Mir geht es mehr darum, wie Profis die Lage sehen, obwohl diese natürlich auch  oft falsch liegen, aber irgendeine Position muss man ja trotzdem selbst beziehen. Mir haben die Aussagen von Bill Gross – einem Anleiheexperten – ganz gut gefallen, weil ich die Lage ähnlich sehe.

Hier mal die meiner Meinung nach wichtigsten Aussagen:

Wir rechnen nicht damit, dass die Party mit einem Knall – dem Platzen einer Blase – zu Ende geht. Eher wird der Aufwärtstrend einfach verschwinden. Wir sprechen von einem ‚Neuen Neutralzustand‘ – ein langsames aber stabiles weltweites Wachstum und stetig niedrige Zinsen.

Damit das System funktioniert und die Party mit einem Winseln anstatt mit einem Knall zu Ende gehen kann, müssen die Zinsen auf diesen Tiefstständen bleiben.

Das bedeutet, dass die aktuellen Preise und KGVs in Ordnung sind.

 

Wie lange wird dieser Zustand dauern und wer ist der Gelackmeierte?

Es wird lange dauern, diese Themen zu verarbeiten. Zentralbanker tun es, indem sie Sparer übers Ohr hauen, indem sie die Zinsen nahe null halten.

Welche Renditen sind zu erwarten?

Im Neuen Neutralzustand sollten Menschen damit rechnen, dass Aktien mit etwa 5 Prozent pro Jahr rentieren, Anleihen mit 3 oder 4 Prozent.

Manche setzen ja auf eine hohe Liquidität und warten auf den großen Crash. Früher war das nicht so schlimm, weil es auf der Zinsseite noch recht ordentliche Erträge gab. Dies ist jetzt aber nicht mehr der Fall. Der Gelackmeierte ist nämlich der Sparer, also derjenige, der in niedrig verzinste Anleihen anlegt bzw. derjenige, der Festgeld hortet. Gerade, wenn das Spiel ewig so weiter geht,  sind die Geldhorter doof dran. Ist halt was für Geduldige und ich habe ja schon geschrieben, dass Geduld so mithin das Schwierigste ist, was es für einen Anleger gibt. Ich habe sie deshalb nicht, weil die Zinsen noch nie so niedrig waren und die EZB alles daran setzt, dass das Geld bzw. der Euro immer weniger wert wird.

Bleibt also festzuhalten: Die Zinsen werden auf Sicht von mehreren Jahren  wohl weiter so niedrig bleiben, deshalb lohnt Sparen nicht und Aktien werden weiter besser rentieren als Anleihen.

Ich bleibe deshalb weiter bei meinerVorgehensweise  – buy on dips – und werde bei Kusschwäche Dividendenaktien, von der Art wie ich sie hier vorgestellt habe kaufen und nur einen kleineren Teil meiner Liquidität für einen eventuellen Crash aufsparen.  Die Tips der Experten überlasse ich allerdings gerne den anderen.

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Kommentare
  1. Ich mache es ähnlich. Ich sammle Geld und bei roten Börsen und schlechter Stimmung kaufe ich weiter zu.

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