Die verlässlichsten Dividendenaktien

Veröffentlicht: 12. Februar 2014 in Lesenswerte Artikel
Schlagwörter:, , , , ,

Heute war mal wieder ein Beitrag im Handelsblatt über Dividendenaktien zu lesen. Für Verwirrung sorgt dann mal wieder die DZ-Bank. Sie nimmt Begrifflichkeiten wie Aristokraten auf,  ohne die Kriterien hierfür zu übernehmen.

Ein Dividendenaristokrat ist nämlich eine Aktie, die mindestens 25 Jahre lang jährlich ihre Dividende gesteigert hat.
Die DZ-Bank macht daraus Aktien, die midenstens 10 Jahre lang eine jährlich steigende Dividende gezahlt haben. Das wären im amerikanischen Sprachgebrauch aber höchstens Conternders (nach David Fish) oder Achievers. Siehe Link. Oder meinen Beitrag.

Das zeigt aber auch wie schwierig es ist, in Deutschland oder Europa solche Aktien zu finden.

Interessant auch wieder mal die Kommentare, die zeigen, dass vielen Anlegern „normale“ Dividendenrenditen einfach zu wenig sind, obwohl ihnen anhand von Fuchs Petrolub aufgezeigt wurde, welche Dimensionen eine Einstandsrendite von wenigen Prozent annehmen kann, nämlich – wie im Falle Fuch Petrolub – eine von 24 %. Die Amis nennen das übrigens YOC = Yield on Cost.

Kommentare
  1. investoar sagt:

    Das zeigt leider erneut, dass die Deutschen im Schnitt nicht besonders aktienaffin sind.
    In meinem Bekanntenkreis habe ich zwei Personen mit denen ich mich über Aktien unterhalten kann, wo dann auch mal darüber gesprochen wird welches Unternehmen hinter der Aktie steckt.
    Die anderen, die wissen, dass ich Aktien besitze und mich damit beschäftige wollen allerdings nur Tipps und hätten am liebsten, dass ich noch eine Garantie übernehme, dass sie auch ganz sicher kein Geld verlieren können. Diesen Leuten rechne ich dann vor, was sie aktuell auf Ihrem sicheren Tagesgeldkonto bekommen und wie die Inflation dagegengestellt, sämtliche Zinserträge auffrisst und sogar noch einen Verlust hinterlässt.
    Dann zeige ich ihnen mein Excel-Sheet, wie es stattdessen laufen könnte. Aber bekehren oder Interesse wecken konnte ich leider noch bei niemandem.

    Zu dem eigentlichen Thema dieses Beitrages:
    Bisher habe ich leider auch nur wenige europäische Dividendenaristokraten gesehen. Was zu einem großen Teil vermutlich an oben beschriebener Problematik liegt (schnelles Geld ist geiler, als langweilige Dividenden)

    Auf der anderen Seite ist es schön, dass in Amerika und Kanada besonders viel Aufmerksamkeit darauf gelegt wird. Die Unternehmen eine entsprechende Dividendenpolitik verfolgen, es viele private und kommerzielle Balgs, Webseiten und Magazine gibt.
    Und man hier wirklich genug Informationen und zu vielen Unternehmen jemanden finden kann, der gerade über dieses Unternehmen berichtet.
    Diese Entwicklung wäre für den europäischen Raum selbstverständlich ebenfalls wünschenswert (aber sind hier nicht eigentlich die Konzerne gefragt, die sich lieber ein Vorbild an ihren amerikanischen Konkurrenten nehmen sollten? Vorausgesetzt sie können solide Dividenden ausschütten).

    Deswegen an dieser Stelle auch nochmals ein großes Dankeschön an ZaVodou, dass du dieses Weblog mit Inhalten pflegst und hoffentlich auch noch eine lange Zeit weiterführen wirst.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Investoar,
      danke erst mal für das Lob.
      Das mit der Beratung von Freunden, Bekannten und Familienangehörigen in Sachen Aktienanlage ist so ’ne Sache.Wenn alles gut läuft ist man ein prima Kerl, wenn aber mal Verluste auftreten – und das kann bei einer Aktienanlage immer passieren – wie man gerade an der Performance von meinem Musterdepot sieht, dann ist man schnell der Buhmann und man verliert noch seine Freunde.
      Dann zu erklären, dass man Geduld aufbringen muss und sich das Blatt wieder wenden wird, ist den meisten schwer zu vermitteln, weswegen ich von mir aus niemanden von der Anlage in Aktien überzeugen würde, da müsste man schon auf mich zukommen, dann würde ich auch gerne beratend zu Seite stehen. Das Verlangen etwas an der finanziellen Situation zu ändern muss erst mal von der anderen Person kommen, sonst kann man selbst nur verlieren.
      Es ist wie mit dem Blog hier. Wer hieher findet hat selbst angefangen über Geldanlage nachzudenken. Es gibt aber auch Tausende, die lieber etwas anderes in ihrer Freizeit machen. Das sei ihnen gegönnt, aber sie sollen sich nicht beschweren, wenn es finanziell bei ihnen nicht so läuft. Der Änderungswille muss aus einem selbst herauskommen.
      Warum es in den USA mehr geeignete Dividendenwachstumskandidaten gibt liegt meiner Meinung nach daran, dass viele Pensions- und Rentenfonds in Aktien anlegen und auf kontinuierliche Dividendenzahlungen angewiesen sind. In Deutschland wird traditionell eher von den Pension- und Rentenfonds in Rentenpapiere angelegt. Das Vorgehensweise wird auch von der Regierung gefördert, weil die ihre Anleihen dann besser los werden. Vor einigen Jahren hat man da auch noch mal nachgebessert, was es den Pensionskassen, Versicherer unattraktiver gemacht hat in Aktien anzulegen.
      Da hoffe ich aber wieder auf ein Umdenken. Die niedrigen Anleihezinsen werden dafür sorgen, dass sich da gesetzlich wieder was ändern wird. Wenn das dann der Fall ist, geht es am Aktienmarkt noch mal so richtig ab und die Unternehmen werden gezwungen sein, eine dividendenfreundlichere Politik zu betreiben.

      Gruß
      ZaVodou

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s