Rückblick auf 2013

Veröffentlicht: 31. Dezember 2013 in Allgemein
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Ich habe gerade mal die Jahresperformance für 2013 inklusive der Netto-Depoterträge, also abzüglich KESt + Soli, mathematisch vielleicht auch nicht ganz so korrekt ermittelt.

Macht man ja gerne zum Jahresende, auch wenn für einen Dividendeninvestor eher entscheidend sein sollten, ob die Dividenden gestiegen oder zumindest nicht gekürzt wurden.
Wie dem auch sei, heraus kamen – 1,05 %. Alles andere als befriedigend, wenn Indizes wie z.B. der DAX mit + 25,48 % performten.
Was lief falsch? Die größten Verluste produzierte Coca-Cola Amatil, die ich Anfang Januar sogar zu einer vollen Position (500 EUR Bruttodividende) aufstockte. Ein Preiskrieg mit PepsiCo, Ärger beim Vertrieb durch die großen Supermärkte und Absatzschwäche bei den Dosenfrüchten durch den starken Australdollar sorgten das erste mal seit sieben Jahren für einen Gewinnrückgang. Das quittierte die Börse mit fallenden Kursen. Trotzdem bin ich für die Region, insbesondere dem bevölkerungsreichen Indonesien, positiv gestimmt. Außerdem vertreibt man wieder Bier in Australien, nachdem man vor zwei Jahren das Biergeschäft an SABMiller verkauft hatte. Jetzt wird Bier des amerikanischen Bierproduzenten Molson Coors vertrieben, wovon man sich wieder steigende Gewinne erhofft.
An dem Investment in CCA halte ich weiterhin fest. Ein Nachkauf ist erst mal nicht vorgesehen, da ich eine Position nicht zu groß werden lassen will.
Der zweitgrößte Verlierer waren die Aktien der K+S AG. Hier hatte ich gleich gechrieben, dass es sich um kein Investment für ein Dividendenwachstumsdepot handelt, sondern dass ich hier eher eine günstige Einstiegschance sehe. Leider geschah der Kauf vor der Bekanntgabe, dass Uralkali seine Partnerschaft mit Belaruskali aufkündigt. Aber auch hier sehe ich die Dinge gelassen. Die Kurssteigerungen der letzten Wochen sehen schon mal ganz gut aus. Ansonsten bin ich mit meinen Käufen zufrieden, da sie weitere steigende Dividenden versprechen. Dies ist umso wichtiger, da seit diesem Jahr keine Einnahmen aus einem Job erfolgen und ich von dem leben muss, was mein Depot abwirft.

2014 werde ich bei Rücksetzern weitere Käufe tätigen und nach aussichtsreichen Kandidaten für mein Dividendendepot Ausschau halten.

Welche Aktien ich gekauft habe werde ich hier dann wieder zeitnah posten.

Stay tuned!

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Kommentare
  1. investoar sagt:

    Hallo ZaVodou,
    sprichst du hier von deinem Musterdepot?
    Wenn ja, würde ich sagen, dass es kaum verwunderlich ist, dass performance-mäßig eher weniger bis kaum positive Ergebnisse zu sehen sind.
    Mein Dividendendepot wurde Anfang 2013 (dein Musterdepot bereits im Dezember 2012) gestartet und die Performance ist ähnlich. Und würde es darum gehen, wäre meine Motivation in Einzelwerte zu investieren bereits längst wieder versiegt. Aber die Tatsache, dass ich monatlich doch spürbar zusätzliches Geld auf mein Konto überwiesen bekomme und einige meiner Werte im vergangenen Jahr bereits ihre Ausschüttungen angehoben haben, bestärkt mich die richtige Strategie zu fahren.
    Bei der Auswahl der Werte und auch beim Einstiegszeitpunkt (was ja ausschlaggebend für die Performance ist) werde ich durch zukünftige Erfahrungen hoffentlich noch ein paar bessere Chancen erwischen.
    Und um nochmal auf die Performance zurück zu kommen. Ich bin mir nicht sicher, ob man nach ein oder zwei Jahren die Performance – von in der Regel ja doch relativ defensiven Dividendentiteln – ausreichend beurteilen kann.
    Ich rechne zwar meine (Netto-)Rendite (also Kursentwicklung zzgl. kumulierte Dividenden abzgl. sämtlicher angefallener Kosten/Steuern) auch regelmäßig nach, doch bin mir ziemlich sicher, dass deutliche Ergebnisse erst in fünf oder mehr Jahren ersichtlich sein werden.

    Grüße und ein erfolgreiches neues Jahr!
    investoar

    • ZaVodou sagt:

      Danke Investoar,
      ja, ich rede von der Performance meines Musterdepots, welches ich hier führe. Es ist die Fortführung meines bereits vorhandenenen Depots seit 2013 bzw. Dez. 2012.
      Das man eine Performance erst nach mehreren Jahren so richtig bewerten kann, sehe ich auch so. Besonders, wenn mal Jahre dabei sind, wo die Kurse kräftig fallen. Da zeigen sich oft die Stärken eines konservativ ausgerichteten Depots. Trotzdem war es enttäuschend, da andere Dividendeninvestoren wesentlich besser abgeschnitten haben. Das lag aber daran, dass ich schon Anfang 2013 viele der in Frage kommenden Dividendenaktien für nicht mehr so billig gehalten habe und nur verhalten zugekauft habe und dabei dann noch zwei „Fehlgriffe“ tat, während andere Dividenden-Investoren Geld, das sie erhielten, gleich wieder in Dividendgrowthaktien investierten und damit richtig lagen, weil die Märkte weiter stiegen.
      Man darf aber auch bei Fehlgriffen nicht in Panik verfallen, sondern an seinen Investments festhalten, dies möchte ich hier ja aufzeigen.
      Verkaufen sollte man nur, wenn sich grundsätzlich etwas bei einem Investment geändert hat und man von diesem Wert nicht mehr überzeugt ist.
      Bei Coca Cola Amatil bin ich grundsätzlich von den starken wachstumsaussichten in dieser Region überzeugt und ich bin auch davon überzeugt, dass das Management die Schieflage in den Griff bekommt. Auch sehe ich nach wie vor eine Diversifikation in Sachen Währung in diesem Investment. Der Euro steht momentan wieder ganz gut da. Das kann sich aber schnell wieder ändern.
      Bei K+S will ich erst mal sehen, ob man wirklich so starke Abschläge beim Verkauf von Kali hinnehmen musste, wie so oft prophezeit wurde.
      Ansonsten schaue ich eher auf die Entwicklung der Dividenden. Entwickeln die sich gut, sollte es auch mit der Aktie nach oben gehen. Ob man dabei die Indizes schlägt, sollte erst mal zweitranigig sein. Ich denke, dass man das kann, aber das kann man erst in so ca. 1o Jahren sehen.
      Das ist übrigens auch das Problem, das viele Fondsmanager haben, läuft’s mal ein paar Jahre nicht so gut, dann springt die Masse ab und der Manager muss Liquidität schaffen und Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen. Schlecht für die, die noch investiert sind. Im ungünstigsten Fall wird der Fonds dann aufgelöst oder mit einem anderen verschmolzen, der eine (ganz) andere Strategie fährt.
      Ich glaube an meine Strategie und kann an meinen Investments fest halten. Das ist das Schöne, wenn man unabhängig und nur sich selbst gegenüber Rechenschaft schuldig ist.

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