Wenn jemand eine Reise tut

Veröffentlicht: 27. Dezember 2013 in Allgemein
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Wie bereits seit über 10 Jahren, so habe ich auch dieses Jahr wieder einen Teil der Herbst- bzw. Wintermonate im warmen Thailand verbracht, um den kalten und trostlosen Tagen hier in Deutschland ein wenig zu entfliehen.
Da ich ein wenig von den vielen Stunden vor dem Computer abschalten wollte, war ich während dieser 45 Tage nur so ca. drei mal für kurze Zeit im Internet. Stattdessen habe ich wieder ein paar Bücher, die ich mitgenommen hatte, gelesen.
Das war einerseits das Buch „Auch Sie haben das Zeug zum Börsengenie“ von Joel Greenblatt, der auch das Buch „Die Zauberformel“ geschrieben hat.
Joel Greenblatt erklärt hier, wie sich anhand von Sondersituationen, wie z.B. Spin-Offs, Restrukturierungen, Bankrotten usw. Kaufgelegenheiten ergeben können. Ganz interessant also, wenn man außer der Dividendenstrategie noch andere Strategien z.B. als Depotbeimischung fahren möchte.
Das andere Buch war „Die Regeln des Reichtums“ von Richard Templar. Hier geht es darum, dass es eben nicht unbedingt Glück ist, wenn man reich geworden ist, sondern dies auch meist mit harter Arbeit zu tun hat und wie man sein Geld bewahrt und wie man mit seinem Reichtum umgehen soll, z.B. Spenden.
Ansonsten blieb viel Zeit zum Nachdenken übrig. Es ist interessant, in einem Land fernab der Heimat für ein paar Wochen zu leben, dass so völlig anders ist. Wenn man als Deutscher nach Italien oder Spanien fährt, merkt man schon ein wenig die Unterschiede zu Deutschland, aber in einem Land wie Thailand sind die Unterschiede noch viel extremer erkennbar.
Mich als Investor interessieren natürlich vor allem die Produkte, die dort konsumiert werden und so kommt man auch auf einige Investmentideen, wenn man sieht, dass 9.000 km von der Heimat die gleichen Produkte konsumiert werden. Hier zeigt sich wie weltumspannend manche Konzerne agieren und genau das sind die Unternehmen, die ich in meinem Depot haben will, wenn der Preis stimmt.
Dies warf bei mir die Frage auf, welche Unternehmen das denn wären, in die ich investieren würde.
Für Umlagen (ich habe eine kleine Eigentumswohnung, so dass ich keine Miete zahlen muss), Krankenkasse und Lebenshaltungskosten benötige ich ca. 850 Euro im Monat. Auf das Jahr gerechnet wären das ca. 10.0000 Euro.
In welchen, sagen wir mal 20 Firmen, viel mehr habe ich nach reiflicher Überlegung auch nicht gefunden, würdest Du investieren, um jeweils 500 Euro Dividende pro Jahr zu erhalten? Das Unternehmen sollte außerdem in der Lage sein die Dividende jährlich so zu steigern, dass die Inflation abgedeckt ist und die Quellensteuer sollte nicht höher als 15 % sein.

Ich kam auf folgende 21 Unternehmen:

  1. Altria
  2. BP
  3. Chevron
  4. Clorox
  5. Coca-Cola
  6. Colgate-Palmolive
  7. Exxon
  8. General-Mills
  9. Johnson&Johnson
  10. Kellogg
  11. Kimberly-Clark
  12. Kraft
  13. McDonald’s
  14. Mondelez
  15. PepsiCo
  16. Philip Morris Int.
  17. Procter&Gamble
  18. Reckitt Benckiser
  19. Royal Dutch Shell
  20. Unilever
  21. YUM!

Auf diese Unternehmen werde ich also zukünftig meine Käufe ausrichten, wenn der Preis stimmt.

Was wären Eure 20 Unternehmen?

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Kommentare
  1. bab86 sagt:

    Nestlé ist einfach ein gutes Unternehmen, daher habe ich dort auch schon vor Jahren investiert und bei Gelegenheiten nachgekauft. Damals wurde schon oft vor dem hohen KGV gewarnt und eher von Nestlé abgeraten, danach wurde das Unternehmen immer mal wieder als Tip gehypt. Mittlerweile liege ich gut über 10 % im Plus, neben den Dividendenzahlungen.

    Die Rückforderung der Quellensteuer von den Schweizern ist mehr als simpel, drei Jahre können in einem Antrag zusammengefasst werden und dieser muss per Post in die Schweiz geschickt werden, als Kosten fällt nur das Porto an, fremde Spesen entstehen nicht.
    Ich würde mir wünschen, dass die Rückforderung der Quellensteuer überall so einfach wäre, meine Total-Aktien habe ich verkauft, nachdem ich mich mehrmals über den französischen Staat ärgern musste. Die Schweizer schätzen wenigstens noch die Kleinanleger!

  2. investoar sagt:

    Die Liste hat mich auf den ersten Blick an die hier ebenfalls vorgestellte Tim‘s Masterlist erinnert. Natürlich deutlich gekürzt und um die genannten Kriterien (wie Quellensteuer: Tim‘s Masterlist enthält u.a. Nestlé, welches unter die Schweizer Quellensteuer fällt: 35 %) bereinigt.
    Insgesamt alles hochkarätige Unternehmen, die definitiv einen Platz im Depot verdient haben.
    Lediglich die Tatsache, dass sich hier fast ausschließlich auf US (USD) und GB (GBP) gestützt wird, würde mir bei meinem Depot ein wenig Bauchschmerzen bereiten (die ich aktuell auch habe). Ich wüsste schon gerne, dass ich ein paar Währungen und Länder mehr im Depot hätte, was gegebenenfalls aber hier durch das Kriterium Quellensteuer nicht so einfach möglich ist.
    Hier aber dennoch meine Liste, die mir bereits über 500 € jährliche Dividende verspricht (der größte Teil ist übrigens in dieser Liste zu finden 😉 ):
    – AT & T
    – BP
    – Coca-Cola
    – Main Street Capital Corporation
    – McDonald‘s
    – Nestlé
    – Procter & Gamble
    – Realty Income
    – Royal Dutch Shell
    – Unilever

    • ZaVodou sagt:

      Vielen Dank Investoar für Dein Feedback und Deine Werte. Sind zwar nur zehn, aber vielleicht sind andere Werte für Dich nicht erstrebenswert in einem Depot zu halten
      Das die Firmen bei mir hauptsächlich in USD und GBP kotieren sehe ich nicht für so problematisch an, da diese Firmen meist weltweit operieren.
      Das viele Werte aus Tims Masterliste sind ist nicht verwunderlich, da ich Tim Mc Aleenan jr. sehr schätze, weshalb er ja auch in meinem Blogroll (Englisch) erwähnt wird, aber ich denke, dass auch andere Dividendeninvestoren diese Werte im Visier haben.
      Main Street Capital Corp. hatte ich bisher nicht im Visier. Liegt wahrscheinlich daran, dass sie als Investmentfirma im Bankenumfeld arbeiten. Diesen Bereich versuche ich zu meiden. Hier würde mich am ehesten Wells Fargo reizen.
      Realty Income ist ein REIT. Von REITs lasse ich die Finger, weil ich diese nicht einschätzen kann.
      Nestlé ist ein tolles Unternehmen. Viele Produkte von Nestlé konnte ich auch in Thailand sichten, aber hier schlägt die Quellensteuerproblematik zu. Ich will keinen Ärger mit der Rückforderung von Quellensteuer haben. Bei der Schweiz ist es zwar relativ unproblematisch, aber kostet auch Zeit und Geld. Hier kann ich mit Unilever und General Mills ganz gut leben.
      Bei AT&T fehlen mir die Wachstumsaussichten. Die relativ hohe Dividendenrendite reizt mich deshalb nicht.

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