Dividendinvesting vs. Indexing

Veröffentlicht: 26. Juni 2013 in Allgemein
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Vor ein paar Tagen gab es in einem Forum einen Streit. Indexing wäre die beste Art Geld anzulegen, weil dadurch, dass man in ganz viele Aktien anlegt das Depot nicht so volatil, ergo risikoärmer ist.
Wenn in einem Index 100 oder mehr Aktien vertreten sind, ist das auch ganz logisch, dass dieser nicht so volatil ist, wie ein Depot aus 20-30 Aktien. Ich habe das mal aus meiner Sicht als Dividendeninvestor geschildert und gesagt, dass Volatilität mir ziemlich schnuppe ist, weil es mir als Dividendeninvestor ja eröffnet, immer mal wieder günstig an Aktien dran zu kommen. Je nachdem wie nervös die Aktionäre sind. Gleich kamen tausende von Links, die beweisen, dass Indexing besser abschneidet als viele Depots aus Einzelinvestments. Ich kenne die einschlägige Literatur. Die Bücher von Malkiel, Kommer und Bogle habe ich gelesen. Bei Backtests muss man aber immer vorsichtig sein, dass hat selbst Kommer geschrieben, da bei diesen Tests oft die Gebühren z.B. für Kauf und Verkauf vernachlässigt werden.
Ich habe beim Indexing, also dem Anlegen in einem Indexfonds, logische Probleme. Bei einem breiter gestreuten Index, wie etwa dem S&P 500, habe ich sowohl „gute“ als auch „schlechte“ Unternehmen. Mit gute meine ich kaufenswerte und mit schlechte meine ich nicht kaufenswerte Unternehmen. Ich meide z.B. Unternehmen mit einem hohen Capex, also Unternehmen mit einem hohen Anteil an Reinvestitionen, wie z.b. Stahlindustrien oder Automobilbauer. Die hätte ich in einem Index aber dabei. Genauso viele Hightech-Firmen, die ich auch nicht so mag. Warum sich also an diesen Firmen in einem breiten Index beteiligen?
Logischer ist für mich, sich an Firmen zu beteiligen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine stetig steigende Dividende zahlen, die durch stetig steigende Umsätze und Gewinne flankiert werden. Solche Aktien werden auch im Kurs steigen.
Ich bin der Meinung, dass man seinen Anlagestil nicht ständig wechseln sollte, es sei denn, es gibt gewichtige Gründe, weswegen ich dem Dividendinvesting auch treu beliben würde, wenn ich einem Index hinterherhinken würde. Meine stetig steigende Dividenden entschädigen mich dafür. Dadurch, dass beim Dividendinvesting eigentlich keine Verkäufe vorgesehen sind, werden auch die Gebühren recht niedrig gehalten. Ein Rebalancing, also ein Verkauf, weil eine Position in Depot eine überdurchschnittliche Größe angenommen hat, würde ich z.B. nicht betreiben wollen, was zusätzlich Performance bringen dürfte. Fazit kann man sowieso erst nach mehreren Jahrzehnten ziehen, weil es immer mal Marktphasen gibt, wo man schlechter als der Index abschneidet. Buffett weiß in den letzten fünf Jahren ein Lied davon zu singen.
Letztendlich ist Dividendinvesting für mich das Logischste und letzten Endes geht es auch nicht um die Performance des Depots, sondern um die Performance der Dividendeneinnahmen. Und wenn die stimmt, dürfte auch die Performance des Depots stimmen.

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