Warum Dividendenwachstum meine Investmentstrategie ist

Veröffentlicht: 30. April 2013 in Dividendenstrategien
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Autor: Integrator
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Das Investieren in Dividenden-Wachstum ist seit zehn Jahren meine bevorzugte Art der Geldanlage. Ich mag lieber Unternehmen in meinem Portfolio, die ihre Dividenden steigern können als welche, die lediglich eine Dividende zahlen.
Also Unternhemn, die über einen langen Zeitraum ihre Dividende um 5 % oder mehr pro Jahr steigern können.
Es sind hauptsächlich 10 Dinge, die das Investieren in Dividenden-Wachstum zu meiner Strategie mache.

Kapitalerhalt – Kein Kapital zu verlieren ist meine Regel Nr. 1. Wenn ich mein Geld in einem Unternehmen angelegt habe, dass steigende Dividenden zahlt macht es auch wahrscheinlich, dass Geschäft auch die Gewinne und den Cash Flow steigern kann. Wenn man permanent Gewinne und Dividenden über einen langen Zeitraum steigern kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Geschäftsmodell einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil hat und einen einzigartigen Wertbeitrag liefert. Meiner Meinung nach habe ich die beste Chance mein Kapital zu erhalten, wenn ich mich an eiem Geschäft beteilige, das hohe Eintrittbarieren hat und gutes Geld generiert. Unternehmen wie McDonald’s Corp. (MCD), The Coca-Cola Company (KO) und Procter & Gamble Co. (PG) haben solide Marken- und Wettbewerbsworteile, wobei ich davon ausgehe, dass diese ewig anhalten. Dies macht es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Kapital nicht nur sicher in diesm Unternehmen angelegt ist, sondern mit der Zeit anwachsen wird, da dies Unternehmen ihre Gewinne steigern können.

Beschleunigte Unabhängigkeit – Ich habe mit dem Investieren in Dividenden-Wachstum in meinen 20ern begonnen. Hauptsächlich mit dem Ziel, wenn ich in meinen 40ern bin, finanziell unabhängig zu sein. Der Fokus liegt dabei ein diversifiziertes Einkommen zu haben, das meine Ausgaben deckt, aber nicht zwingend mein Arbeitseinkommen ersetzen sollte.
Obwohl ich das noch nicht geschafft habe. Der Integrator-50.000-USD-Fonds bringt lediglich fast 27.000 USD an jährlichen Dividendeneinkommen, ist aber auf einem guten Weg, alle Ausgaben zu decken.
Dies schafft die Möglichkeit sich neben der Jagd nach Rendite, auch um andere Dinge zu kümmern.

Dividenden-Wachstums-Aktien sorgen für Reichtum – Es gibt endlose Debatten darüber, ob Gewinnwachstum zu mehr Dividendenwachstum und damit zu mehr Reichtum führt. Ich gehöre zu dem Lager, das glaubt, dass diese in Beziehung stehen. Meiner Meinung nach führt Dividendenwachstum mit der Zeit zu höheren Aktienkursen. Ein größerer Geldrückfluss von einer Aktie, deren Rendite-Risiko-Profil unverändert ist, sollte zu einer größeren Nachfrage nach solch einer Aktie, weil man an dem höheren Kapitalrückfluß gerne Teil haben möchte. Dies sollte langfristig den Effekt haben, dass der Aktienkurs steigt.
Das Buch „The Single Great Investment“ von Lowell Miller führt meiner Meinung nach sehr gut aus, warum dies so ist.
Johnson&Johnson (JNJ) illustriert dies sehr gut. Im Jahre 1987 kostete die Aktie von JNJ USD 3,00 und zahlte eine Dividende von USD 0,10 bei einer Rendite von 3,3 %. Jetzt, im Jahre 2012 zahlt JNJ eine Dividende USD 2,45 bei einem Aktienkurs von USD 70,00, was annähernd einer Rendite von 3,5 % entspricht. Investoren in JNJ wurden also nicht nur großzügig mit schönen Erträgen über diese Zeit, sondern auch mit mehr Reichtum für ihre Mühen belohnt.

Dividenden liefern einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite – Untersuchungen habern ergeben, dass reinvestierte Dividenden knapp 50 % der Gesamtrendite seit den 1930er Jahren ausmachen. Weniger offensichtlich ist, dass während der großen Baisse-Märkte in den 1940er und 1970er Jahren der Anteil der Dividende an der Gesamtrendite an die 70 % ausmachte.
Da Baise-Zyklen immer wieder vorkommen, verringern Dividendenausschüttungen die Wahrscheinlichkeit, dass Sie längere Perioden mit übermäßig negativen Renditen erleben werden und außerdem dabei helfen eine positive Gesamtrendite zu erzielen.

Steuervorteile
– Dividenden haben deutliche Steuervorteile gegenüber Einkommen aus Arbeit. Ich rede hier nicht nur von dem vergünstigten Steuersatz von 15 % (25 % in Deutschland, Anmerkung von mir)…..
Der Rest betrifft amerikanische Steuergesetzgebung, die für uns Deutsche nicht relevant sind, weswegen ich dies nicht weiter übersetzen möchte.

Die Möglichkeit in die Märkte zu investieren ohne neues Kapital bereitstellen zu müssen – Als ich mit dem Investieren anfing, konnte ich kein zusätzliches Kapital aufbringen. Durch die Dividendenerträge konnte ich jedoch neue Investitionen tätigen, ohne neue Mittel bereitstellen zu müssen. Der Vorteil eines ständigen Dividendenstroms ist, dass man einen Teil der Dividende zur Deckung seiner fixen Kosten verwenden kann und den überschüssien Teil wieder reinvestieren kann.

Man kann mit der Inflation Schritt halten – Ich möchte eine echte Rendite auf mein Einkommen erzeilen.
Ein Unternehmen, dessen Dividenden nicht mit der Inflation Schritt hält, ist im Grunde genommen ein Rückgang meiner effektiven Kaufkraft. Mit gleichbleibendem Einkommen, kann man sich effektiv im Laufe der Zeit weniger kaufen, wenn es sich nicht erhöht. Eine steigende Dividende erhöht meinen Einkommen und damit meine Kaufkraft.

Gute Unternehmensdisziplin – Ich erwarte von einem Unternehmen, dass es dazu in der Lage ist, die Dividenden zu erhöhen, gut zu verteidigende Burggräben und hohe Eintrittsbarrieren hat. Dies gibt den Unternehmen die Möglichkeit eine gute Dividende zu zahlen.
Das Interessante daran ist, dass Unternehmen, wenn sie mal angefangen haben eine Dividende zu zahlen, zögern diese wieder zu reduzieren, geschweige denn sie einzustellen. Wenn sie es trotzdem tun sendet dies ein stark negatives Signal an den Markt.
Dies macht es wahrscheinlich, dass Dividende zahlende Unternehmen einer gute Unternehmensdisziplin nachgehen und sicherstellt, dass es zu keinen übermäßigen oder unklugen Ausgaben kommt. Dies ermöglicht eine Fokusierung auf die Geldgewinnunng , so dass man damit fortfahren kann steigende Dividenden an die Investoren auszuzahlen.
McDonalds ist ein tolles Beispiel einer Dividende zahlenden Gesellschaft mit einem großartigem Verhalten bei den Ausgaben und Kosten-Management. Während man in einer extrem wettbewerbsfähigen Kosten-Industrie agiert, hat Mc Donalds messerscharfe Disziplin zu einer nachhaltigen Verbesserung der operativen Marge geführt. In einen Zeitraum von zehn Jahren von 14% im Jahre 2002 auf heute 30%.
McDonalds Investoren wurden in ähnlicher Weise mit einem Dividendenanstieg von US $ 0,24 im Jahre 2002 auf fast $ 2,80 im Jahre 2012 belohnt.

Gewinnwarnungssignale
– sich verlangsamendes Dividendenwachstum ist ein erstes Warnsignal bezüglich der Gesundheit des Geschäftmodells. Es kann darauf hinweisen, dass sich der Geschmack des Konsumenten geändert hat, sich der Wettbewerbsdruck erhöht hat und der Graben eines Unternehmens nicht mehr so tief ist. Wenn sich das Dividendenwachstum verlangsamt, ist man motivierter, die Ursachen für die Verlangsamung des Wachstums zu untersuchen und rasche Maßnahmen bezüglich der Bestandes zu ergreifen. Ein sich verlangsamendes Dividendenwachstum kann auch ein Anzeichen einer bevorstehenden Dividendenkürzung sein.

Obwohl Johnson&Johnson historisch gesehen ein guter Dividendenzahler ist, hat Johnson&Johnson in den vergangenen Jahren eine dramatische Verlangsamung bei der Dividendenwachstumsrate erfahren müssen. Dies könnte ein Hinweis dafür sein, dass da was im Kommen ist. In den letzten paar Jahren hat sich die Dividendenwachstumsrate auf etwas über 6 % abgeschwächt. Die Ausschüttungsquote hat sich im Jahe 2012 dramatisch von 40 % auf fast 60 % erhöht. Diese Dinge werfen einige Fragen auf, ob Johnson&Johnson zukünftig noch die Dividenden erhöhen kann.

Geringere Volitalität
– Da ich den Fokus auf meine Dividendenerträge richte, ist es mir möglich, Schwankungen bei den Aktienkursen, die durch bestimmte Ereignisse hervorgerufen wurden, aber nichts mit dem zugrundeliegenden Geschäft zu tun haben zu ignorieren. Kriegsgefahren, Prasidentenwechsel und das Hin und Her in der Politik können mir nichts anhaben. Solange meine Dividendenerträge konstant bleiben, bleibt mein Fokus auf die Dividendenerträge gerichtet, egal zu welchem Preis die Aktie gehandelt wird.
Während ich glaube, dass alles oben Gesagte, starke Begründungen dafür sind, dass das Investieren in Dividendenwachstum sinnvoll ist.
Der stärkste Beweis (das Dividendeninvesting funktoniert) ist Tatsache eines stetig steigenden Dividendenstrom, der sich auf meinem Bankkonto abbildet.
Das ist etwas, das unglaublich schwer zu ignorieren ist.

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Kommentare
  1. andreas stertzenbach sagt:

    Dividendenstrategie:
    So überzeugend die Argumente einer Dividendenstrategie auch sein mögen, sie sind schlicht und ergreifend falsch !
    Unternehmen, die regelmässig eine Erhöhung der Dividende vornehmen, schneiden schlechter ab, als Unternehmen, die keine Dividende zahlen.
    Eine Dividendenzahlung ist ein Zeichen dafür, daß ein Unternehmen keine besseren Investitionsmöglichkeiten hat.
    Ein Beispiel ist MS, welches lange Jahre keine Dividende gezahlt hat. Die Investoren wussten, daß es für das Unternehmen bessere Investitionsmöglichkeiten gab, als eine Ausschüttung.
    Die Deutsche Telekom ist einer der grössten Kapitalvernichter in der Börsengeschichte und zahlt eine „Wahnsinnsdividende“, um Aktionäre friedlich zu stimmen. Die Dividenden stammen nicht aus Gewinnen, daher schmälern sie langfristig den Unternehmenswert. Daß in Ausnahmefällen eine hohe Ausschüttung für ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmensmodell sprechen, widerlegt meine Ausführungen nicht.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Andreas,
      vielen Dank erst mal für Deinen Kommentar.
      Unternehmen, die regelmässig eine Dividendenerhöhung vornehmen, werden zumindest dazu diszipliniert ihr Geld sinnvoll auszugeben, sonst können keine Dividenden angehoben werden. Bei der Dividendenstrategie, wie ich sie anwende, gehen Dividendenerhöhungen mit Gewinnerhöhungen einher und die Dividenden müssen durch die Gewinne abgedeckt sein und am besten eine Ausschüttungsquote von maximal 60 % haben, so dass noch genügend Geld für Investitionen vorhanden ist.
      Wie sich das Kursmäßig auswirkt, denn das meinst Du ja mit schlechter abschneiden, ist mir erst mal egal, da ich von den Dividenden leben muss ist mir eine sichere und stetig steigende Dividende überhalb der Inflation wichtiger. Das gute ist jedoch, dass Firmen, die diese Kriterien erfüllen auch kursmäßig meist recht gut abschneiden.
      Wie ich in vielen Artikel aufgeführt habe, ist auch nicht so sehr eine hohe Dividendenausschüttung wichtig, sondern, dass die Dividende gesteigert wird. Relativ hohe Dividenden sind eher mit vorsicht zu genießen.
      Nun zu Deinen Beispielen. Seit MS die Dividende angehoben hat und sich dazu bekannt hat in dieser Richtung mehr zu tun, ist komischerweise auch der Kurs angestiegen. Das Gleiche übrigens auch bei Apple. Man sieht also das gute Dividenden auch Auswirkungen auf den Kurs haben. Im Positiven wie im Negativen, weswegen man sich Unternehmen aussuchen soll von denen man mit großer Wahrscheinlichktkeit, eine 100 %-ige Garantie git es hier nicht, ausgehen kann, dass sie auch in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil haben und höhere Dividenden zahlen können.
      Im Falle der Deutschen Telekom sind die Dividenden nicht durch die Gewinne gedeckt, was schon mal bedenklich ist und nicht den Einstiegskriterien entspricht, wie ich sie favorisiere. Bei der Deutschen Telekom sollte man aber mal auf den Free Cash Flow schauen und der sieht recht gut aus, so dass die Dividenden hieraus bezahlt werden können.

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