Neu im Depot – Chevron

Veröffentlicht: 30. April 2013 in Transaktionen
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Am Donnerstag, den 25.04.2013 gab Chevron bekannt, dass es die Quartalsdividende von USD 0,90 auf USD 1,00 erhöhen will. Dies war eine Dividendensteigerung um 11,1 % und bedeutete bei einem Kurs von USD 118,28 eine Dividendenrendite von 3,38 % bei einer hochgerechneten Jahresdividende von USD 4,00.

Ich habe dies zum Anlaß genommen eine Kauforder für mein Dividendendepot aufzugeben, da mir auch die aneren Zahlen zu meinen anderen Einstiegskriterien gut gefallen haben. Die Order wurde am Freitag, den 26.04.2013 zu EUR 91,20 ausgeführt.

Ich will hier mal näher auf den Kauf eingehen um zu zeigen, wie ich das, was ich die letzte Zeit so geschrieben habe angewendet habe.

Fangen wir mit dem KGV (auf Englisch P/E) un der Dividendenrendite an. TTM bedeutet, dass dies die Gewinne der letzten vier Quarale ist. Ist also aktueller als der Gewinn aus dem letzten Jahr.

Chevron-EPS-DIV

Ein KGV von unter 10 ist recht günstig. Bedeutet, wenn die Gewinne so weiter laufen, dass man seinen Einsatz in 10 Jahren wiede draußen hat.

Oder, wenn man das von der Zinsseite aus sieht, eine Verzinsung von jährlich 10 %, wenn die Geschäft so weiter laufen.

Anmerkung: Um die Verzinsung auszurechnen muss man den Gewinn mit 100 multiplizieren und durch den Kurs teilen.

Keine schlechte Sache also, wenn man bedenkt, dass die Rendite für eine 10-jährige Bundesanleihe bei ca. 1,25 % liegt.

Nun zur Dividendenrendite. Diese liegt (siehe oben) bei 3,30 %. Gefordert sind aber so ca, 3,5 %. Nun kommt folgende Tabelle zum Einsatz, die ich vor ein paar Tagen vogestellt habe.

Zinstabelle

Ich habe mal eine Dividendensteigeung von 8 % jährlich aus dem alten Zahlenmaterial für die nächsten fünf Jahre unterstellt. Das dürfte machbar sein. Immerhin lag die jetzige Dividendenerhöhung bei 11 %. Wenn man sich die Tabelle anschaut, würde aber selbst eine Dividendensteigerung von 5 % jährlich ausreichen, um die von mir geforderte Eingangsvoraussetzng mit 3,5 % und jährlicher Gewinnsteigerung von 4 % zu erfüllen. Nach fünf Jahren hätten nämlich beide eine Dividendenrendite von 4,26 % auf den einstigen Kaufpreis.

Schauen wir uns jetzt die Margen an:

Chevron-Margin

Ich schaue mir gerne die Netprofit-Margin an. Diese liegt über 10 %, passt.

Nun zu den Renditekennzahlen ROA, ROE, ROI. Die Zahlen werden hier leider nicht angezeigt, weshalb ich sie aus einer anderen Seite besorgt habe.

Chevron-ROA

Auch hier liegen alle Werte über 10 %, super.

Nun zu Gewinn- und Dividendenentwicklung in den letzten 5 Jahren.

Chevron-Renditen

Die Dividende konnte die letzten 5 Jahre um jährlich 9,20 % gesteigerwerten, passt.
Beim Gewinn sieht es nicht ganz so gut aus. Hier wurden die Gewinne die letzten 5 Jahre nur um 8,73 % gesteigert.  Besser wäre es, wenn die die Gewinne strker oder mindestens genau so steigen wie die Dividenden, aber liegt hier ja sehr nah beisammen. Außerdem liegt die Auszahlungsquote bei 26 %. Ist hier jetzt nicht erstichtlich, normalerweise bei FT.com aber schon.
Das einzige Haar in der Suppe ist, dass die Gewinne in den letzen vier Quartalen zu den letzten vier Quartalen im Vorjahr mit 2,8014 % abgenommen haben. Aber ich bin zuversichtlich, dass Chevron das managen wird.

Nun ein Blick auf die Investitionsquoten.

Chevron-Capex

Hier sollte man sich mal die Mittelzufluß aus Geschäftstätigkeit (Total Cash from operations)  und den Capex (Kurzwort für Capital expenditures, was auf Deutsch Investitionsausgaben bedeutet) ansehen. Die Investitionsausgaben sollen natürlich nach Möglichkeit unter den Mittelzuflüssen liegen. Dies wäre hier der Fall. Auch wenn die Investitionsquote (100/38.812*30.938) 79,71 % für das letzte Jahr recht hoch ist. Coca Cola hat z.B. eine Investitionsquote von so 25 %. Ganz tolle Werte haben z.B. Zigarettenhersteller von unter 10 %. Je mehr Geld nach Abzug der Investitionen übrig bleibt, desto mehr kann auch ausgeschüttet werden.

Jetzt stelle ich mal eine neue Seite vor. Es ist die Seite von Corporateinformation. Hier bekommt man grafisch schön dargestellt, wie sich die Kurs und Gewinne entwickelt haben.

Chevron-Gewinn-Kurs

Wie man sieht, bewegt sich die Gewinnkurve (grün) über der der Preiskurve (schwarz). Dies bedeutet, dass die Kurse weniger stark angestiegen sind als die Gewinne. Das ist eine ganz tolle Sache, ist nicht sehr häufig und weist auf eine Unterbewertung hin!

Zum Schluß noch zu meinen  kürzlich vorgestellten Gewinnrechner. Von dem manche sagen werden. Was soll’n das? Aber mir gefällt er.

Chevron-Gewinnprognose

Ich habe hier die Gewinne der letzten vier Quartale genommen und mit den Gewinnsteigerungen der letzen 5 Jahre von 8 % mal hochgerechnet. Wie man sieht, hat man schon nach sieben Jahre aufkummulierte Gewinne von USD 128,36 erreicht. Der Kaufpreis lag bei ca.USD 120.

Profis schauen, dass sie nach spätestens sieben Jahren ihr eingesetztes Kapital wieder draußen haben. Auch das wäre hier gegeben, was wiederum auf eine Unterbewertung schließen würde.

Natürlich immer in der Annahme, dass die gewählten Zahlenwerte auch in der Zukunft in etwa so eintreffen.

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Kommentare
  1. Thomas sagt:

    Klasse Post. Da wird ich mir gleich mal paar Unternehmen ansehen. 🙂

    Welche Seite ist das mit dem ROA, ROE, ROI Werten?

    LG

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