Welche Aktien sind für einen Dividendeninvestor uninteressant?

Veröffentlicht: 21. Februar 2013 in Allgemein, Fragen
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Heute Morgen wurde in einem Forum darüber diskutiert, ob zwei Aktienwerte kaufenswert sind oder nicht. Mal abgesehen davon, dass die Einstiegskriterien Dividendenrendite und KGV nicht gegeben waren habe ich mir trotzdem mal Umsatz und Gewinn angeschaut.

Hier die 1. Grafik:
Sony

Wie man sieht ist der Umsatz (Revenue) fallend. Wir Dividendeninvestoren möchten jedoch möglichst steigende Umsätze, denn steigende Umsätze sorgen meist auch für steigende Gewinne. Außerdem ist der Umsatz der am wenigsten buchhalterisch manipulierbare Wert.
Der Jahresüberschuss (Net-Income) ist ebenfalls fallend und nicht nur das, es werden sogar seit vier Jahre Verluste gemacht. Diese Zahlen spiegeln sich dann auch in der Reingewinn-Marge (Net Profit Marge) von -3,75 % (ideal wären Werte über 10 %) und den negativen Renditen Gesamtkapitalrendite (Return on Asset), Eigenkapitalrendite (Return on Equity) und der Kapitalrendite (Return on invested Capital) wieder. Auch hier wären Renditen von jeweils über 10 % ideal.

Fazit: Fallende Umsätze und fallende (negative) Jahresüberschüsse garantieren keine dauerhaften möglichst steigende Dividenden. Solche Aktien taugen vielleicht zu einer Turn-around-Spekulation. Haben aber nicht in einem Dividendendepot zu suchen.

Der zweite Wert weist folgende Grafiken auf:
LufthansaLufthansa-Dividende

Die Umsätze sind leicht steigend, was positiv zu werten wäre. Die Jahresüberschüsse jedoch sind stark schwankend. Wir Dividendeninvestoren mögen aber kein stark schwankende Jahresüberschüsse. Leichte Rückgänge sind o.k. können der Wirtschaft geschuldet sein. Sollten im darauffolgenden Jahr aber wieder ansteigen. Ideal wären natürlich steigende Jahresüberschüsse. Hier haben wir das Phänomen (leicht) steigender Umsatz und trotzdem kaum Jahresüberschuss (Jahr 2009 und 2011). Das deutet auf stark schwankende Kosten hin. Auch das wird von Dividendeninvestoren nicht gern gesehen. Das einzig Positive ist, dass der Jahresüberschuss nie negativ war. Trotzdem ist eine Reingewinn-Marge von 0,92 % und Renditen (1,02 %, 3,41 %, 1,60 %) sind nicht sehr überzeugend.

Das spiegelt sich dann auch in der durchschnittlichen Dividendensteigerung über die letzten fünf Jahre (Div. yield 5 year avg.) mit – 18,61 % und der durchschnittlichen Gewinnsteigerung übe die letzten 5 Jahre (EPS growth 5 years) -17,62 %. Dividendenivestoren möchten hier natürlich steigende Erträge- und Dividendensteigerungen sehen, die mindestens die Inflationsrate abdecken.

Bei den beiden Werten handelt es sich übrigens um 1. Sony und 2. Deutsche Lufthansa.

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