Wie viele Werte sollte man in seinem Aktiendepot halten?

Veröffentlicht: 29. Januar 2013 in Fragen
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Viele Valueinvestoren plädieren dafür nicht mehr als 10 Positionen in einem Depot zu halten. Sie begründen dies damit, dass man so diszipliniert wird, nur die allerbesten Aktien in seinem Depot aufzunehmen. Man macht sich sorgfältiger Gedanken bei der Depotaufnahme und auch die weitere Verfolgung der einzelnen Aktien ist einfacher. Es gibt sogar einige Valueinvestoren, die so weit gehen, dass sie ein Portfolio mit drei verschiedene Aktien für ausreichend diversifiziert halten.

Oft folgt dann ein Zitat von  Warren Buffett  dem Lieblingsinvestor aller Valueinvestoren:

Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie einen Harem mit vierzig Frauen haben, lernen Sie keine richtig kennen.

Philip A. Fisher meinte, dass man mit Wachstumsaktien von 5 verschiedenen Blue-Chip-Unternehmen wie Dow, Du Pont, IBM,  ausreichreichend diversifiziert ist, wenn diese keine großen Überschneidungen in ihren Produktlinien haben.
Sollte das Depot aus jungen Wachstumsunternehmen bestehen, würde man mit 10 verschiedene Unternehmen ausreichend diversifiziert sein.
Er meint, dass für gewöhnlich eine sehr lange Wertpapierliste nicht auf einen brillianten, sondern auf einen unsicheren Investor hinweist.

Ich persönlich würde mich mit nur zehn verschiedenen Aktien im Depot nicht wohl fühlen. Man kann manchmal noch so gut recherchieren vor Bilanzbetrug ist man nie sicher, weswegen ich ein Depot mit so um die 50 Werten bevorzugen würde. So arg viel mehr sollten es aber auch nicht sein, da man langsam die Übersicht verliert und vielleicht auch nicht mehr die allerbesten Firmen im Depot hat. Ab einem gewissen Punkt lässt nämlich die Qualität der Firmen auch nach. Ich halte mich an folgende Empfehlung:

In dem Buch „Die besten Anlagestrategien aller Zeiten“ von James P. O’Shaughnessy heisst es zum Thema Diversifikation:

Im nächsten Schritt untersuchte ich den Nutzen der Diversifikation. Die Wissenschaftler Gerald Newbould und Percy Poon, beides Professoren für Finanzwissenschaften an der Universität von Nevada, untersuchten detailliert den Effekt der Aktienanzahl auf den Gesamtertrag eines Depots. Das Resultat war, dass eine Anzahl von 8 bis 20 enthaltene Aktien, eine oftmals vernommene Empfehlung, keineswegs genug ist, um ein Wertpapierdepot ausreichend zu streuen. Vielmehr kommen sie zu dem Ergebnis, dass es erforderlich ist, mindestens 25 Anteile verschiedener Firmen zu halten, um die gemeinhin ermittelten Risiko-Ertrag-Relationen darstellen zu können. Sollte Ihr Portfolio auch Small Caps enthalten, ist eine Anzahl von 50 oder mehr sinnvoll.

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Kommentare
  1. Thomas sagt:

    Bevor ich mir 50 Aktien ins Depot leg, kauf ich mir lieber nen ETF der komplett alles abbildet.

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