Money Management für Dividendeninvestoren

Veröffentlicht: 26. September 2012 in Dividendgrowthinvestor (Übersetzungen)

Übersetzung des folgenden Artikels:

vom Mittwoch, den 19.09.2012

Die meisten Dividendeninvestoren verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit der Suche nach der perfekten Dividendenaktie. Sie analysieren Fundamentaldaten und überlegen sich, ob Aktiengesellschaften einen nachhaltigen wirtschaftlichen Vorsprung haben.
Die besten Aktien ausfindig zu machen und sich über den Einstiegskurs Gedanken zu machen ist nur ein Teil des erfolgreichen Investieren in Dividendentitel. Investoren sollten sich ebenso über eine ausreichende Diversifikation Gedanken machen, damit ein Hauptteil der Dividendeneinnahmen nicht nur von einer hadnvoll Aktien kommt.

Investoren, die ein Portfolio aus Dividendenaktien haben, bei denen nur eine handvoll Aktien einen Hauptteil der Ausschüttungen ausmachen, könnten einen Schaden ereilen, wenn die Akiten oder der Sektor in Turbulenzen gerät. Vor der Krise von 2007 bis 2009 waren einige Aktien von Finanzinstituten die Favoriten von Dividendeninvestoren. Investoren, die einen großen Anteil ihres Einkommens aus Finanztiteln bezogen, mussten mit ansehen wie ihre Dividendeneinnahmen drastisch fielen, auch wenn sie andere Gesellschaften hatten, die ihre Ausschüttungen während dieser harten Zeit für Dividendeninvestoren erhöhen konnten.  Deshalb sollten sich Investoren sich eines ausgewogenen Portfolios bedienen, um drastische Einschnitte bei den Dividendeneinnahmen zu vermeiden.
Es gibt verschiedene Wege des Money Managements, die Investoren beim Aufbau ihres Portfolios anwenden können. Zwei Methoden sind einmal nach Ausschüttungen gleichmäßig zu gewichten oder die einzelen Positionen gleichmäig zu gewichten. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Es gibt noch andere Methoden die einzelnen Positionen in einem Dividendendepot zu gewichten, aber die zwei vorher genannten Methoden sind die meist genannten bei Diskussionen mit anderen Dividendeninvestoren.
Mit einem gleichgewichteten Depot haben Investoren eine adäquate Diversifikation sowohl in ihrem Portfolio als auch bei den Dividendeneinnahmen. Deshalb hat es nicht all zu grosse Auswirken auf das jährliche Dividendeneinkommen, wenn ein oder zwei Aktien ihre Ausschüttungen in einem Jahr mal kürzen. Das negative beim gleichmäßigen gewichten ist, dass das Gewichten manchmal schwierig für den Investor ist, besonders weil Aktien im Kurs schwanken.
Manche Investoren gewichten ihr Portfolio nach der Ausschüttung. Deshalb haben Aktien mit hohen Dividenden einen größeren Anteil am Portfolio, was zu höheren laufenden Einnahmen führt. Viele Gesellschaften haben dann höhere Dividendenrenditen, wenn der Aktienkurs abgestürzt ist. Andere Gesellschaften aus Sektoren wie Versorger, REITs oder MLPs zahlen traditionell eine höhere als die durchschnittliche Dividende. Das Risiko beim gewichten nach Ausschüttungen ist, dass das Portfolio am Ende nur noch aus einer handvoll hochausschüttender Sektoren besteht, was ein Portfolio risikoreicher als erwartet machen kann. Außerdem kann es bei zu viele hochausschüttenden Aktien zu herben Einschnitten beim Dividendeneinkommen kommen, wenn ihre Ausschüttungen nicht halten können und diese kürzen oder gar ganz aussetzen. Während der Finanzkrise mussten Investoren die einen höhreren Anteil an Finanztiteln und Reits in ihren Portfolios hielten harte Einschnitte in ihrem Dividendeneinkommen hinnehmen als diese ihre Ausschüttungen kürzten. Das Ziel erfolgreichen Investierens in Dividendentitel ist es ein gleichbleibendes Dividendeneinkommen zu erhalten und nicht wieder arbeiten gehen zu müssen.

Ich versuche meine Positionen gleich zu gewichten, so lange die zugrunde liegende Bewertung stimmt. Ich halte mehr als 40 Titel in meinem Dividendenportfolio, das ich über einen sehr langen Zeitraum zusammen gestellt habe.  Deshalb ist weniger als die Hälfte der Positionen, die ich halte unterrepresntiert. Das liegt daran, dass ich manchmal Aktien kaufe, die zeitweise unterbewertet sind. Wenn die Aktien danach im Wert steigen kommt es zur Überbewertung, weshalb ich meine Position über Jahre nicht erhöhe. Von nun an halte ich die Aktie solange bis die Dividende beibehalten oder erhöht wird. Zum Beispiel habe ich meine Position in Family Dollar (FDO) vor ein paar Jahren gekauft, als die Aktie zu einem viel niedrigeren Kurs gehandelt wurde und eine viel höhere Dividendenrendite hatte. Weil ich die Aktie für relativ überbewertet halte, habe ich über Jahre nicht zugekauft. Das hat dazu geführt, dass die relative Größe in meinem Portfolio über die Zeit  abgenommen hat, besonders seitdem ich jeden Monat noch Geld hinzufüge.

Ich würde wie auch immer versuchen die Aktien, die gegenwärtig attraktive Preise aufweisen zu gleiche Dollarbeträgen aufzuteilen. Zum Beispiel, schauen wir uns eine Situation an als ich  eine Position von Philip Moris International (PM) zu einem Gesamtwert von US$ 5.000 und eine von PepsiCol(PEP) zu US$ 3.000 hielt. Vorausgestzt ich finde PepsiCo (PEP) attraktiv bewertet. Ich würde solange meine Position in Peps Cola aufstocken bis sie auch einen Gesamtwert von US$ 5.000 hat. Zur Zeit haben die Top 30 gleichgewichteten Positionen einen Anteil von 86 % meines Gesamtportfolios. Ich finde 24 von ihnen attraktiv genug, dass sie weitereres Geld in diesem Jahr von mir anlocken werden

Zur Zeit finde ich sowohl Philip Morris International (PM) als auch PepsiCo (PEP) attraktiv bewertet. Zusätzlich halte ich United Technologies (UTX) und Kimberl-Clark (KMB) für attraktiv und habe sie in den letzten Monaten zu meinen Positionen hinzugefügt. Unglücklicherweise hat mein Portfolio ein Übergewicht sowohl PepsiCo (PEP) als auch in Philip Morris International (PM) , so dass es für mich die nächsten 6-12 Monate nicht möglich sein wird dort Geld zu investieren.

.

Advertisements
Kommentare
  1. Quoyle64 sagt:

    Zitat: Manche Investoren gewichten ihr Portfolio nach der Ausschüttung. Deshalb haben Aktien mit hohen Dividenden eine größeren Anteil am Portfolio, was zu höheren laufenden Einnahmen führt.

    Das verstehe ich nicht: Wenn ich alle Dividenden der Höhe nach gleich gewichte, dann ist eine Aktie mit einer hohen Ausschüttung in meinem Portfolio mit einem niedrigeren Betrag enthalten als eine Aktie, die eine niedrigere Ausschüttung hat. Habe ich die Absicht, dass jede meiner Aktien eine Ausschüttung von 100 € einbringen soll, dann habe ich von Altria (~5% Dividende) weniger Aktien in meinem Depot als von FMC (~1,5% Dividende). ODer meinst Du, dass die Leute, die Aktien, die viel ausschütten besonders hoch gewichten?

    Falls ja, dann wäre mein Ansatz, eine Gleichgewichtung der Dividendenhöhe als Maßstab zu nehmen, eine Dritte Variante. Aktien mit einer hohen Dividendenrendite sind dann entsprechend unterräpräsentiert und können dann, wenn die Dividende gekürzt werden sollte, keinen verherenden Schaden im Depot anrichten. Umgekehrt können Aktien, die eine niedrige Dividende ausschütten in Fällen eines schlechten Jahres, möglicherweise einfach die Ausschüttungsquote erhöhen um die Dividende konstant zu halten (sofern sie Wert auf eine Dividendenhistorie legen). Das könnte möglicherweise Stabilität ins Depot bringen.

    • ZaVodou sagt:

      Hallo Quoyle64,
      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      In der Tat etwas verwirrend, was der DividendGrowthInvestor dort schreibt, wenn ich es richtig übersetzt habe.
      Ich interpretiere das so, dass Anleger, die nach Dividenden gewichten wahrscheinlich auch nach Firmen mit hohen Dividendenrenditen schielen. Insofern stimme ich mit Deiner Vermutung überein:

      Oder meinst Du, dass die Leute, die Aktien, die viel ausschütten besonders hoch gewichten?


      Ich denke mal, dass man es so interpretieren kann, denn nur so macht das danach Geschriebene Sinn, dass ein Depot, das mit vielen sogenannten Highyieldern bestückt ist, gefährdet ist.

      Ich sehe aber keinen Zusammenhang darin, dass Anleger, die nach Ausschüttung gewichten gleichzeitig auch Highyielder bevorzugen. Ich mache das nicht und handhabe es wie Du. Bei Highyieldern ist das meisens so, dass ein größeres Risiko besteht, dass die Dividende gesenkt wird oder das das Dividendenwachstum recht niedrig sein wird. Ich denke da an REITs, wenn die Zinsen mal wieder erhöht werden oder Telekomgesellschaften und Versorger, die ein recht niedriges Dividendenwachstum aufweisen.

      Vielleicht muss man den Satz: „Some investors also weight their portfolios based on yield“ auch einfach ganz anders übersetzen und statt mit gewichten mit ausrichten übersetzen. Das einige Investoren eben ihr Portfolio nach der Dividendenhöhe zusammenstellen, also ihr Portfolio mit Firmen mit hohen Dividendenrenditen bestücken. Das würde dann auch Sinn ergeben.
      Ich denke mal, dass der Autor nur darauf hinweisen wollte, dass man mit einem Depot aus Highyieldern zwar schöne Dividenden einfahren kann, dies aber auch mit einem gewissem Risiko verbunden ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s