Die größte Herausforderung beim Investieren in Dividenden

Veröffentlicht: 26. September 2012 in Dividendgrowthinvestor (Übersetzungen)

Übersetzung des Artikels

vom Mittwoch, den 26.09.2012

Viele Dividendeninvestoren fokusieren sich ausschließlich darauf die besten Dividendenaktien zu finden. Sie verwenden unzählige Stunden darauf Unternehmen zu analysieren, studieren Bilanzen und perfektionieren ihre Eintrittskriterien. Dann, nachdem die Unternehmenso akribisch identifiziert und ein würdiger Preis erforscht wurde, entscheiden sich Investoren zum Kauf und gehen zur nächsten Idee über. Unglücklicherweise enden Investoren meistens damit sich an neuen Ideen aufzureiben, anstatt ganz einfach nichts zu machen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, dass Investoren bei Gewinnen schnell die Verkaufstaste drücken aber scheinbar zu Tode erstarren, wenn Aktien ihre Ausschüttungen kürzen oder ganz aussetzen.  Sie werden hoffnungsvoll, obwohl sie Angst haben sollten, dass ihre Eier aus dem Nest fallen. Diese Investoren enden damit, dass sie Hoffen und Beten, dass sie mit den Dividenden so viel Einnehmen erzielen wie sie ursrünglich für die Aktie bezahlt haben.

Diese Beispiele scheinen sehr Schwarz/Weiß und starr zu sein, abe, wenn mich Investieren eines gelehrt hat ist, dass sich Dinge ständig ändern und man flexibel bleiben muss, wenn sie kommen. Aber, ein immer wiederkehrendes Muster in meinem Portfolio,  dass ich bemerkt habe ist, dass Gewinner dazu neigen Gewinner zu sein und Verlierer Verlierer bleiben. In der Welt des Investierens in Dividenden habe ich herausgefunden, dass Unternehmen wie die aus der „Dividend Achievers“-Liste eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit mitbringen Dividenden weiterhin ständig zu steigern. Außerdem habe ich herausgefunden, dass Unternehmen die ihre Dividendenzahlungen kürzen oder streichen selten gute Investments für den Langfristinvestor sind, auch wenn sie ihren Dividendenwachstumsstatus wieder erlangen sollten.

Was ich versuche zu beschreiben ist die Tatsache, dass das Investieren in Dividenden sehr schwierig ist. Es ist nicht so schwierig, weil das Analysieren von Bilanzen, Burggräben und Geschäftsmodellen unbedingt so hart ist, sondern weil eine große Komponente des augeglichenen Investierens mit der Psychologie des Investors einher geht. Auch wenn der Investor clever genug ist die besten Dividendenaktien zu einem guten Kurs auszuwählen, könnte es dennoch sein, dass sie kein Geld machen oder noch schlimmer – Geld verlieren.

Investoren, die zu einem guten Preis können nicht falsch liegen, wenn sie einfach an ihrem steigenden Einkommensstrom festhalten, solange die Ausschüttung nicht gekürzt oder ausgesetzt wird. Der Trend der Dividenden sollte ihr Freund sein. Unglücklicherweise, psychologisch gesprochen, ist es sehr schwierig an einer Gewinnerposition festzuhalten.  Eine Position, die 50 %, 100 %, 200 % oder mehr über einen Zeitraum von wenigen Monaten, wenigen Jahren oder auch Dekaden steigt, verführen Investoren dazu die Kasse klingeln zu lassen. Das wäre auch der Fall, wenn die zugrundeliegende Fundamentels noch intakt sind und ein bullisher Trend bei den Gewinnen und Dividendenzahlungen für die Zukunft vorherrscht.

Ein anderes psychologisches Problem beim investieren in Dividenden ist, dass es lange dauert bis man Reichtum und ein passives Einommen erzielt. Bei vielen dauert es eine bis mehrere Dekaden. Wenige Investoren bringen diese Hartnäckigkeit über Jahre auf, auf Konsum zu verzichten und an einer Investmentstrategie festzuhalten. Menschen neigen dazu schnell etwas aufzugeben, wenn die Auszahlung weit in der Zukunft liegt. Es ist sehr schwierig die langandauernde Art des Investierens in Dividenden zum reich werden mit der Mentalität der meisten andereren Investoren, die evtl. schnelle Gewinne mitmit volatilen Technikaktien im letzten Jahr gemacht haben. Investoren, die sich dazu entscheiden für das Ziel eines Dividendeneinkommens eine Abkürzung zu nehmen, könnten enttäuscht werden, wenn sie diesen Weg beschreiten. Einige Abkürzungen, wie exzessives Hebeln können zu großen Verlusten auch bei schon  kleineren Marktkorrekturen führen oder durch den Einsatz von Optionen und Futures ohne diese komplett zu verstehen. Eine andere Abkürzung  ist die sich zu stark in hochausschüttenden Unternehmen wie Mortgage REITs (Anm. d. Verf.: Hypotheken REITs erzielen ihr Einkommen durch eingenommene Hypothekenzinsen) wie American Capital Agenca (AGNC) oder Annaly Capital (NLY). Wenn die kurzfristigen Zinsen schneller als die langfristigen Zinsen steigen, geraten die Ausschüttunge, die dieseMortgage REITs zahlen, in Gefahr.

Das psychologische Dilemma des erfolgreichen Investierens in Dividenden ist vergleichbar mit Situationen, wo Investoren Unternehmen gekauft haben, die ihre Dividendenausschüttungen über Jahre gesteigert haben und diese auch zukünftig steigen. Vielen Investoren wurde in der Schule oder ihren Jobs gelehrt, dass Inaktivität nicht für Auszahlungen führt. Deshalb endet es bei vielen Investoren damit, dass sie ihre Gewinner verkaufen, Kapitalertragssteuern zahlen müssen und so ihren Aufwärtstrend bremsen. Bedauerlicherweise ist erfolgreiches Investieren in Dividenden nicht im Einklang mit der herkömmlichen Denkweise. Es hat vielmehr damit zu tun recht zu haben und dies voll durchzuziehen, auch wenn es mehrere Dekaden an Beharrlichkeit benötigt.

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