Ein Dollar ist nicht gleich ein Dollar

Veröffentlicht: 17. April 2015 in Lesenswerte Artikel
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Dieses mal soll es nicht um Aktien, Portfoliostrukturierung oder Bewertungen gehen, sondern um das Thema Steuern. Speziell um Steuern auf Kapitaleinkünfte auch passives Einkommen genannt.
Ich finde es interessant wie andere Länder damit umgehen. Wie deren Steuergesetze sind. Ist deren System gerechter oder ungerechter? Besser oder schlechter als das in Deutschland?

Einer meiner Lieblingsblogger Jason alias DividendMantra (siehe Blogroll) hat gestern in einem Blogbeitrag etwas dazu geschrieben, wie es in den USA läuft.
Jasons Ziel ist es, in ein paar Jahren im Alter von 40 ein passives Einkommen durch Dividenden von 18.000 USD pro Jahr zu erzielen.
Für diese 18.000 USD müsste er keine Steuern zahlen. Würde er 18.000 USD durch einen Job erzielen, müsste er jedoch 2.000 USD zahlen.

Passives Einkommen wird in den USA also steuerlich besser gestellt als aktives Einkommen. Also auch nicht gerechter als in Deutschland. Meiner Meinung nach müsste passives und aktives Einkommen nämlich gleich besteuert werden.

USA ein Steuerparadies für passives Einkommen?
Jason schreibt weiter:

Using tax year 2015’s tax bracket, you’re in the 15% tax bracket up to $37,450. So if you’re, say, a single filer, you can claim the standard deduction of $6,200, the personal exemption of $3,950, and earn up to $47,600 in qualified dividend income and still pay a big fat zero come tax time.

Demnach dürfte ein Single also Kapitaleinkünfte von 47.600 USD (entspricht zurzeit ca. 44.500 Euro) erzielen, ohne einen Cent Steuern zahlen zu müssen.

Um den Schlunz mit den Tax-Brackets zu verstehen, muss man noch folgendes wissen, sonst wird es unklar. Ging mir jedenfalls so:

People in the 10% and 15% brackets, as before, will have a zero tax rate on dividends and capital gains.

Quelle

Also, dass diejenigen, die in dem Einkommensbereich mit einem Einkommenssteuersatz von 10 % und 15 % liegen, keine Steuern auf Dividenden und Kapitalerträge zu zahlen haben.

Das lässt übrigens die von uns gezahlten 15 % Quellensteuer gemäß DBA in einem ganz anderen Licht erscheinen. Es wird nämlich so getan als würde jeder deutsche Aktionär der US-Aktien hält und Single ist, über ein Jahreseinkommen von über 47.600 USD (ca. 44.500 EUR) verfügen.

Was hälst Du vom Rebalancing?

Veröffentlicht: 9. April 2015 in Fragen
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Was hälst Du vom Rebalancing, also dem Teilverkauf einer Position, wenn sie einen vorher bestimmten Anteil an einem Depot überschritten haben?

Beispiel: Es wurde vor der Depotzusammenstellung festgelegt, dass keine Position mehr als 5 % in einem Depot ausmachen soll. Sobald eine Position mehr als 5 % ausmacht, wird ein Teil verkauft, so dass man mit der Position wieder unter 5 % ist.

Ich halte nichts davon. Buffett hat es einmal damit verglichen, dass das so wäre als würden die Chikago Bulls Michael Jordan verkaufen, nur weil er so ein wertvoller Spieler für die Mannschaft geworden ist und Peter Lynch meinte dazu, dass das so wäre als würde man die Blumen abschneiden und das Unkraut züchten.

 

Nun, ich selbst diversifiziere in verschiedene Sektoren und Branchen. Ich kann allerdings diejenigen nicht verstehen, die partout möglichst in allen Sektoren bzw. Branchen diversifizert sein wollen.
Ich habe mir in meinem jetzigen Urlaub noch mal “Die Essays von Warren Buffett – Das Buch für Investoren” zu Gemüte geführt und wichtige Passagen markiert auf die ich hier noch mal eingehen wollte. Warren Buffett schreibt dazu auf Seite 71 im letzten Absatz:

Meine Schlussfogerung aus eigenen Erfahrungen und aus der Beobachtung von anderen Unternehmen ist: Der Erfolg als Manager (gemessen an den wirtschaftichen Ergebnissen) hängt weit mehr davon ab, im Boot welcher Branche man sitzt, als davon, wie gut man rudert (obwohl Intelligenz und Einsatz natürlich in guten wie in schlechten Branchen beträchtlich helfen). Sollten Sie sich in einem Boot wiederfinden, das chronisch leckt, dann verwenden Sie ihre Energie wahrscheinlich produktiver, wenn Sie das Boot wechseln, statt Lecks abzudichten.

Weswegen ich mich auch aus manchen Sektoren und Branchen, wie der Stahlindustrie ganz bewusst raushalte.

Tim Mc Aleenan Jr., einer meiner Lieblingsblogger aus den USA, hat witzigerweise gerade zu diesem Thema jetzt auch einen Artikel veröffentlicht, in dem er schreibt, bei welchen Sektoren man vermutlich besser als der S&P 500, in etwa  gleich und wahrscheinlich schlechter abschneidet.

Besser: Gesundheit, Nahrungsmittel, Energie
Ungefähr gleich: Telekom
Schlechter: Papier, Stahl, Textil, Schiffsbau

Lest am besten den ganzen Artikel. Er ist meiner Meinung nach sehr hilfreich bei der Auswahl der richtigen Sektoren für Deine Aktienauswahl, denn wie bemerkte Warren Buffett doch sehr richtig:

Gute Jockeys sind auf guten Pferden gut, doch nicht auf alten Kleppern.

Mit anderen Worten: Was nutzt ein guter Manager, wenn die Branche nicht mehr her gibt. Was wir brauchen sind also nicht nur gute Manager, sondern auch aussichtsreiche Branchen, weswegen sich eine Diversifikation auf alle Sektoren und Branchen meiner Meinung nach verbietet.

Visa (V)

Veröffentlicht: 19. März 2015 in Neuigkeiten
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19.03.2015
Aktiensplit (4:1): Vier neue Aktien für eine alte Aktie.

23.10.2014
Visa erhöht die Quartalsdividende um 20 % von 0,40 USD auf 0,48 USD.

K+S AG

Veröffentlicht: 12. März 2015 in Neuigkeiten
Schlagwörter:, ,

12.03.2015
K+S hebt die Jahresdividende an. Von 0,25 EUR auf 0,90 EUR bzw. um 260 %. Recht beachtlich, aber man muss berücksichtigen, dass die Dividende mal bei 1,30 EUR lag. Mal sehen, wie sich das auswirkt, wenn die neue Mine in Kanada im nächsten Jahr in Produktion geht und man dann noch günstiger produziert. Den Rest des Beitrags lesen »

Hugo Boss St.

Veröffentlicht: 12. März 2015 in Neuigkeiten
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12.03.2015
Hugo Boss hebt die Jahresdividende an. Von 3,34 EUR auf 3,62 EUR bzw. um 8,38 %. Die Ausschüttungsquote liegt bei 75 %.

General Mills Inc. (GIS)

Veröffentlicht: 11. März 2015 in Neuigkeiten

11.03.2015
General Mills erhöht die Quartalsdividende um 7,32 % von 0,41 USD auf 0,44 USD. Die Dividendenerhöhung fällt somit schon mal höher als die von mir beim Kauf anvisierten 4,5-5 % aus. :-)

17.09.2014
GIS ist heute um über 4 % auf jetzt 51,02 USD gefallen. Grund: Der Gewinn pro Aktie ist im ersten Quartal um über 20 % von 0,70 USD auf  0,55 USD gegenüber dem Vorjahr gefallen. Der Umsatz ging um 2,4 % zurück. Sonderfälle ausgenommen hat GIS einen Gewinn von 0,61 USD pro Aktie erzielt. Die Analysten gingen hier von 0,69 USD aus.
Seit mehreren Quartalen konnten der Gewinn nicht mehr gesteigert werden bzw. ist sogar gefallen. Den Grund sieht man in einem geänderten Verbraucherverhalten, weil diese mehr nach Bio-Lebensmittel und natürliche Lebensmittel aus sind, weswegen man kürlich den Bio-Lebenmittel-Produzenten Annie’s für 820 Mio. USD übernommen hat. Außerdem will man mit einem Sparprogramm bis 2017 100 Mio. USD einsparen. Des weiteren hat man einen Deal mit Mc Donalds abgeschlossen, wobei es zu jeden Happy Meal in vielen Filialen ein Yoplait Joghurt (wird von GIS hergestellt) angeboten wird. Quelle

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